Motorsport

Inhalt

Formel 2: Jerez

Defektes Safety-Car sorgt für Startverzögerung

Artjom Markelow gewinnt das Sprintrennen der Formel 2 in Jerez, das wegen eines Defekts am Safety-Car erst mit Verzögerung gestartet werden konnte.

Fotos: FIA Formula 2

Das Sprintrennen der Formel 2 im spanischen Jerez konnte am Sonntag erst mit 15 Minuten Verzögerung gestartet werden. Der Grund dafür war ungewöhnlich: Wegen eines Defekts war das Safety-Car nicht fahrbereit. Erst nachdem dieses Problem gelöst wurde, konnten die 20 Piloten bei sommerlichen Bedingungen in die 28 Runden starten.

An deren Ende überquerte Artjom Markelow (Russian Time) als Erster die Ziellinie. Der Russe feierte damit seinen vierten Saisonsieg und festigte Rang drei in der Meisterschaft. Markelow teilte sich von allen Fahrern seine Reifen am besten ein und konnte so auch am Ende noch schnelle Zeiten fahren, als die Pneus bei vielen seiner Rivalen einbrachen.

Sechs Runden vor dem Rennende lag der Russian-Time-Pilot noch auf Rang drei, ging dann aber innerhalb einer Runde an Nicholas Latifi (DAMS) und Alex Palou (Campos) vorbei, der das Rennen von der Pole-Position aus bis zu diesem Zeitpunkt angeführt hatte.

Im Ziel hatte Markelow beeindruckende 11,840 Sekunden Vorsprung auf Latifi. Dessen Teamkollege Oliver Rowland wurde Dritter. Luca Ghiotto (Russian Time) zeigte nach einem Ausrutscher ins Kiesbett in der Anfangsphase eine starke Aufholjagd, die mit Rang vier belohnt wurde.

Fünfter wurde Antonio Fuoco (Prema), der wie sein Teamkollege Charles Leclerc und einige andere Fahrer gegen Rennhalbzeit zum Reifenwechsel an die Box gefahren war, obwohl Boxenstopps im Sprintrennen der Formel 2 nicht vorgeschrieben sind. Der lange Führende Palou wurde am Ende noch auf Platz acht zurückgereicht.

Der Schweizer Louis Deletraz (Rapax) beendete das Rennen auf Position zwölf. sein Teamkollege Rene Binder kam auf Platz 17 ins Ziel, setzte aber mit der schnellsten Rennrunde ein Ausrufezeichen. Ralph Boschung (Campos) musste seinen Boliden eine Runde vor Rennende mit einem technischen Defekt abstellen und wurde als 19. gewertet.

In der Fahrerwertung der Formel 2 steht Leclerc mit 249 Punkten als Meister fest. Im Kampf um Platz zwei verkürzte Markelow (177 Punkte) durch seinen Sieg den Rückstand auf Rowland (189) auf zwölf Zähler. Auch Ghiotto als Vierter (164) und Latifi als Fünfter (156) haben rechnerisch noch Chancen auf Platz zwei.

Sehr spannend wird beim Saisonfinale, dass in sieben Wochen (24. bis 26. November) im Rahmen des Grand Prix von Abu Dhabi stattfindet, der Kampf um die Teammeisterschaft. Dort sind vor den letzten beiden Rennen die ersten drei Teams Prema (347 Punkte), DAMS (345) und Russian Time (341) nur durch sechs Punkte voneinander getrennt.

Drucken
Gaststart von Binder Gaststart von Binder Meister Leclerc im Interview Meister Leclerc im Interview

Ähnliche Themen:

02.07.2017
Stockcar: Natschbach III

Trotz einer Unterbrechung wegen eines heftigen Gewitters konnten Wallner, Weißenböck, Sommerbauer sowie Junior Tschach über Tagessiege jubeln.

02.07.2017
24h Series: Imola

Der Car Collection-Audi (Parhofer/Edelhoff/Felbermayr Jr./Forné) hat die Premiere der 12 Stunden von Imola gewonnen.

14.05.2017
Stockcar: Natschbach I

Der Stockcar Racing Cup feierte in Natschbach seinen Saisonstart: Die Sieger in den Grande Finalis hießen Lechner, Troll, Bock und Giuglea.

Formel 2: Jerez

Formel 1: Backstage Rosberg verbietet Töchtern Rennkarriere

Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg will nicht, dass seine Kinder ebenfalls diese anstreben und sagt ganz klar: "Würde ich nicht erlauben!"

Kein Name ist Programm Harley-Davidson FXDR 114 - erster Test

Die neueste Harley-Davidson heißt FXDR 114 - was mehr ist als der Verzicht auf einen martialisch-coolen Namen. Es ist der Beginn einer neuen Ära.

Langstrecken-Stromer Pariser Autosalon: Kia Niro EV

Kia stellt sein neuestes Elektrofahrzeug - den Niro EV - in Paris vor. Dieser kann bis zu 485 Kilometer mit einer Batterieladung zurücklegen.

ORM: NÖ-Rallye Nachname Zellhofer zwei Mal vertreten

Neben Sohn Christoph ist auch Vater Max Zellhofer ein wichtiger Starter – der Chef von ZM Racing will im Suzuki den 2WD-Sieg holen.