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OÖ. Slalomcup: Wolfern

Nachlese: Finale des 31. OÖ. Slalomcups

Kühles, aber trockenes Herbstwetter empfing die 88 FahrerInnen beim Finale des 31. int. oberösterreichischen Automobilslalomcups.

Fotos: Robert Kreuzer

Vor einer tollen Zuschauerkulisse zeigten die Aktiven noch einmal Slalomsport vom Allerfeinsten, und die Organisatoren rund um Wolfgang Jagersberger und sein SPÖ-Power-Team trugen das ihre zu einem gelungenen Motorsportsonntag bei. Günther Kuchta (ARBÖ Kronstorf) stand zwar schon als Gesamtsieger fest, langte aber trotzdem nochmals richtig hin und trug im Renault Twingo Cup einmal mehr den Sieg davon. Alexander Schwaiger und Helmut Tremetsberger komplettierten in der mit 20 Startern wieder extrem stark besetzen Klasse das Podium. In der Jahreswertung wurde es hinter Kuchta noch einmal richtig eng: Tremetsberger sicherte sich Platz zwei nur 0,51 Punkte vor Christian Fesl (Triple X Racing), der seinerseits Mario Perner (FTP Team Steyr) um 0,05 Punkte den letzten Stockerlplatz wegschnappen konnte.

Rene Aichgruber vor Harald Kern (MSC Pyhrn-Priel) lautete zum vierten Mal in dieser Saison die Reihung in der Klasse 1 bis 1.400 cm³. Platz drei holte sich nach seiner Pause Gerhard Lainerberger (ARBÖ-Team Steyr). Mit sechs Siegen in sechs Rennen geht natürlich auch die Jahreswertung an Aichgruber vor Kern und Mario Perner (FTP Team Steyr). Einen erneuten Sieg zum Saisonabschluss holte sich auch Walter Wimmer (MIC Uttendorf). Im Kampf um die verbliebenen Stockerlplätze konnte sich Nico Hackl um elf Hundertstel gegen Reinhard Schatzl (Triple X Racing) durchsetzen. Gesamt stand ebenfalls Wimmer am obersten Treppchen, auf den Plätzen zwei und drei folgten Werner Himsl und Hackl.

In einem beinharten Duell wurde der Sieg in der Klasse 3 bis 2.000 cm³ zwischen Christian Kitzler (SK Voest) und Christian Fesl (Triple X Racing) entschieden. Um ganze 16 Hundertstel hatte Kitzler am Ende die Nase vorne, und auch um Platz drei wurde genauso hart gekämpft: Norbert Forster konnte Rene Degenfellner (MSC Haag) um zehn Hundertstel vom Podium verdrängen. Mit seinem vierten Saisonsieg konnte sich Kitzler auch den Gesamtsieg in der Klasse sichern. Fesl schob sich mit seinem fünften zweiten Platz auch auf Gesamtrang zwei vor Degenfellner.

Sogar noch enger ging es in der Klasse 4 über 2.000 cm³ zu: Dieter Lapusch konnte seinen Dauerkonkurrenten Matthias Dilly um winzige fünf Hundertstel auf Rang zwei verweisen. Als Dritte gesellte sich Bettina Forster (FHRT/MSC Pyhrn-Priel) zu ihnen aufs Podium. Mit seinem fünften Saisonsieg machte Lapusch auch in der Jahreswertung alles klar und gewann vor Dilly und Forster. Nachdem er sich 2016 um 0,16 Punkte geschlagen geben und mit Platz zwei begnügen musste, holte Dieter Lapusch heuer die Gesamtwertung der Division I. Walter Wimmer als Zweiter und Christian Kitzler als Dritter komplettieren, nur durch 0,41 Punkte getrennt, die ersten Drei.

Auch in der Klasse 5 bis 1.400 cm³ ging es in Wolfern richtig zur Sache. Nach Rennlauf eins waren Gerhard Nell, Alfred Feldhofer (beide ARBÖ-Team Steyr) und Gerhard Millauer (AMSC Ennstal) nur durch fünf Hundertstel getrennt. Der Sieg ging am Ende an Nell, 39 Hundertstel vor Feldhofer und 85 Hundertstel vor Millauer. Über die ganze Saison am fleißigsten Punkte gesammelt haben aber andere, das Gesamtergebnis lautet Rene Aichgruber vor Harald Kern und Simone Maderthaner.

Gerhard Kronsteiner (ARBÖ-Team Steyr) behielt seine weiße Weste und holte auch beim Finale den Sieg in der Klasse 6 bis 1.600 cm³. Philip Raab gelang bei der ersten Ausfahrt mit dem neuen Opel Corsa Platz zwei vor seinem JRT-Teamkollegen Philip Gärtner, der auf den bewährten Mitsubishi Colt zurückgriff. Die Reihung in der Klassenwertung 2017 heißt somit ebenfalls Kronsteiner vor Raab und Gärtner.

In der Klasse 7 bis 2.000 cm³ zog es den Tabellenführenden Patrick Wendolsky vor, beim Bergrallyecup-Finale in Gossendorf anzutreten. In seiner Abwesenheit konnte Andreas Ortner das schlechte Ergebnis von 2016 auf dieser Strecke vergessen machen und feierte einen deutlichen Sieg vor Georg Schlader (MSC Pyhrn-Priel) und Dominik Weidinger. Während Wendolsky der Klassensieg nicht mehr zu nehmen war, sicherte sich Ortner mit seinem Sieg zum Abschluss Rang drei hinter Schlader.

Ein Hutfehler entschied das Bruderduell zwischen Patrick und Hannes Huemer in der Klasse 8 über 2.000 cm³, wobei sich Hannes zumindest mit der schnellsten Tourenwagenzeit des Tages trösten konnte. Mit Rang drei holte sich Alexander Schwaiger seinen zweiten Stockerlplatz in dieser Klasse. Patrick vor Hannes Huemer heißt auch die Reihung in der Jahreswertung. Rang drei ging mit Jürgen Kellermayr (KS Autosports) ebenfalls an einen Piloten aus dem Großraum Wels.

Der Gesamtsieger der Division II heißt somit zum zweiten Mal Gerhard Kronsteiner; damit ist er der erste Fahrer seit Robert Aichlseder 2008/09, dem eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Division II gelang. 0,53 Punkte dahinter holte sich Patrick Huemer den Vizetitel vor Patrick Wendolsky. Martin Bointner ist mit einem weiteren Sieg in der Klasse 9 (Sportfahrzeuge) der dritte Fahrer in dieser Saison, der ungeschlagen bleibt, und wie jedes Mal, wenn er am Start war, folgte ihm Alexander Schwaiger auf Rang zwei; wenig verwunderlich also, dass die Reihung in der Endabrechnung ebenso lautet.

Christian Kellermayr (KC Motorsport) und Georg Schlader warfen in der Klasse 10 (Rennfahrzeuge) nochmals ihr ganzes Können in die Waagschale und lieferten sich ein sehenswertes Duell um den Sieg. Am Ende hatte Kellermayr hauchdünn um sechs Hundertstel das bessere Ende für sich. Rang drei bei der ersten Ausfahrt mit dem neu aufgebauten Subaru ging an Kurt Savel. In der Gesamtwertung konnte Schlader um 0,21 Punkte trotzdem die Oberhand vor Kellermayr behalten.

Nach seinem Sieg beim Bergrennen in St. Agahta eine Woche zuvor brannte Andi Stollnberger (MSC Haag) eine überlegene Tagesbestzeit in die Bahn und holte sich den Sieg in der Klasse 11 (Formelfahrzeuge) vor Florian Mauhart (MC Laakirchen) und Thomas Becker. In der Endwertung hatte aber Mauhart die Nase vorne, Stollnberger und Roman Six folgten auf den Plätzen. In der Klasse 12 (Serienfahrzeuge) lag Dieter Lapusch vor dem Finale bereits uneinholbar in Front und trat deshalb gar nicht mehr an. Das Podium lautete somit Mario Perner vor Martin Ellmer und Jürgen Hrubant (MSC Haag). In der Gesamtwertung schob sich Hrubant damit auf Platz zwei hinter Lapusch und vor Richard Dicketmüller (PSV Linz).

Der Gesamtsieger in der Division III stand mit Dieter Lapusch schon vor dem Finale fest, der damit einer fantastischen Saison einen weiteren vollen Erfolg hinzufügte. Auf den weiteren Ehrenplätzen klassieren sich Martin Bointner und Georg Schlader. Die 31. Saison des internationalen oberösterreichischen Automobilslalomcups ist somit Geschichte. Der Schlusspunkt wird dann am 9. Dezember im Rahmen der Jahressiegerehrung über die Bühne gehen.

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