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Rallycross-WM: Barcelona

Mattias Ekström siegt vor Timo Scheider

Zwei DTM-Stars dominieren den Saisonauftakt der Rallycross-WM: Mattias Ekström siegt im Finale von Barcelona vor Überraschungsmann Timo Scheider.

Fotos: FIA World RX, Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH

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Zwei langjährige Weggefährten aus der DTM haben an diesem Wochenende dem Saisonauftakt der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) ihren Stempel aufgedrückt. Im Finale auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya kam es am Sonntag im Kampf um den Sieg zu einem Duell zwischen Mattias Ekström (Audi) und Timo Scheider (Ford), bei dem der amtierende Rallycross-Weltmeister am Ende knapp die Nase vorne hatte. Dritter wurde Andreas Bakkerud (Ford).

"Es ist ein tolles Gefühl, das Jahr mit einem Höhepunkt zu beginnen", sagt Ekström nach seinem siebten Sieg in der WRX, mit dem er das Unternehmen Titelverteidigung optimal begann. Allerdings war es für den Schweden laut eigener Aussage kein einfaches Wochenende. "Gestern hatten wir zu kämpfen, weil die Abstimmung nicht gepasst hat. Wir sind mit dem Auto viel zu spät fertig geworden, das hat sich da gerächt."

Das darf man angesichts der am Sonntag starken Vorstellung fast schon als Kampfansage an die Konkurrenz verstehen. Im Finale war Ekström neben Johan Kristoffersson (Volkswagen) aus der ersten Reihe gestartet. Während sein junger Landsmann beim Umschalten der Ampel kaum vom Fleck kam, gelang Ekström ein perfekter Start. Vor Scheider bog er in die erste Kurve ein.

Timo Scheider fährt, als hätte er nie etwas anderes gemacht

Die früheren Markenkollegen aus der DTM setzten sich rasch von den Verfolgern ab. Scheider kam aber nie in eine Position, aus der er Ekström hätte angreifen können, auch wenn er gegen Rennende den Rückstand verkürzen konnte. "Das zeigt, was für uns möglich ist. Vielleicht packe ich ihn beim nächsten Mal", so Scheider.

Im Ziel feierte der Deutsche Platz zwei bei seinem erst fünften Start in der WRX wie einen Sieg. "Wir sind hier als Nobody hingekommen, als Anfänger und hatten daher überhaupt nichts erwartet. Und jetzt auf dem Podium zu stehen, ist absolut fantastisch", jubelt Scheider. Der WRX-Neuling war in der Tat die große Überraschung des Saisonauftakts - so wie Ex-Weltmeister Petter Solberg bereits vorhergesagt hatte.

Sowohl am Samstag bei wechselhaften Wetterbedingungen als auch am Sonntag bei Sonnenschein zeigte Scheider konstant starke Leistungen, mit denen er sich den Sieg im Qualifying sicherte. Im Halbfinale und Finale war dem 38-Jährigen die fehlende WRX-Erfahrung ebenfalls nicht anzumerken. Scheiders zweiter Platz im Ford Fiesta des österreichischen MJP-Teams ist umso beeindruckender, da er der einzige Finalteilnehmer ohne Werksunterstützung war.

Sebastien Loeb verpasst das Halbfinale

Spannender als der Kampf um den Sieg war im Finale der Vierkampf um Platz drei. Kristoffersson war nach dem schwachen Start seinem Teamkollegen Solberg gleich im ersten Umlauf in die Joker-Runde gefolgt. Einen Umlauf später ging Timmy Hansen (Peugeot) in die Joker-Runde, wieder eine Runde später folgte Bakkerud, woraufhin alle vier Fahrer dicht zusammenlagen.

"Als ich aus der Joker-Runde kam, habe ich gesehen, dass Petter und Timmy kommen und hätte nie gedacht, dass das klappt. Aber ich bin einfach außen auf dem Gas geblieben", so Bakkerud. Für ihn war Platz drei nach einem heftigen Unfall am Samstag in Q2 ein versöhnlicher Abschluss.

Das Team von Petter Solberg dürfte beim Debüt des neuen Polo mit den Plätzen vier und sechs im Finale nicht ganz zufrieden sein. Gleiches gilt für die Peugeot-Werksmannschaft Hansen, bei der Superstar Sebastien Loeb nach einem Unfall in Q3 den Einzug ins Halbfinale verpasste.

So liefen die Halbfinals

Im ersten Halbfinale musste Solberg nach einem schwachen Start zeitweilig um den Einzug ins Finale zittern. Der Norweger lag zeitweilig am Ende des Feldes und ging schon in der ersten Runde in Joker-Runde. Solberg profitierte jedoch davon, dass Ken Block (Ford) hinter Toomas Heikkinen (Audi) aufgehalten wurde, ehe sich dieser mit einem Motordefekt von der Strecke drehte. Letztlich kam Solberg auf dem rettenden dritten Platz ins Ziel. An der Spitze war die Vorentscheidung schon beim Start gefallen. Kristoffersson ging in Kurve 1 an Scheider vorbei und setzte sich rasch von ihm ab.

Im zweiten Halbfinale gab es nur am Start Aufregung. Ekström und Bakkerud gingen Seite an Seite im Drift durch die erste Kurve, letztlich setzte sich Ekström aber durch. Damit waren die Positionen bezogen. Ekström, Bakkerud und Hansen fuhren auf den Plätzen eins bis drei ins Ziel, die Verfolger hatten keine Chance.

In der Gesamtwertung der Rallycross-WM führt nach dem ersten von zwölf Saisonrennen Ekström. Mit 29 Punkten fehlt ihm nur ein Zähler zur Maximalpunktzahl. Scheider ist mit 26 Punkten Gesamtzweiter, Bakkerud folgt mit 22 Punkten auf Rang drei. In der Teamwertung führen PSRX und EKS punktgleich mit 40 Zählern.

Weiter geht es mit der WRX in drei Wochen. Am 22. und 23. April steht das zweite Saisonrennen im portugiesischen Montalegre auf dem Programm.

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