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Suzuki Cup: Slovakiaring

Wimmer Werk gewinnt bei beiden Rennen

Einmal Marcel Krailler vor Christoph Zellhofer, einmal Max Wimmer vor Krailler - Im Suzuki Cup Europe dominieren die Ungarn.

Fotos: Suzuki Team Austria

Der heimische Suzuki Motorsportcup und der Suzuki Cup Europe machten an diesem Wochenende ihre dritte Station auf der ultraschnellen Rennstrecke des Slovakia Ringes, südöstlich von Bratislava. Gefahren wurden bei besten äußeren Bedingungen im Rahmen der FIA Truck Race Trophy jeweils die Läufe sieben und acht der Jahreswertung. Bei den Österreichern gab es diesmal drei Ausfälle. Der Salzburger Marc Aurel Coleselli, reiste wegen Krankheit erst gar nicht an, während es Fabian Ohrfandl zumindest vor Ort probierte, aber wegen hohen Fiebers vorzeitig die Heimreise antreten musste. Altmeister Johannes Maderthaner feierte am Freitag seinen 50. Geburtstag und war von den intensiven Feiern noch zu geschwächt, um ein Rennen fahren zu können.

Schon in den freien Trainings und im Qualifying zeigte sich diesmal, dass der Leistungsunterschied zwischen den 13 ungarischen und den 13 heimischen Vertretern nicht sehr groß war. Damit gab es in der Startaufstellung nach dem Qualifying in den ersten drei Reihen mit Bendeguz Molnar und Marcel Krailler, Janos Csik und Günther Wiesmeier, sowie Max Wimmer und Mate Benyö, jeweils einen ungarischen und einen österreichischen Vertreter. Alle drei Österreicher starteten für Felix Wimmer Motorsport, bester Starter des Suzuki Team Austria war Christoph Zellhofer als Zehnter aus der fünften Reihe.

1.Rennen:
Der Start des 26-Mann Feldes verlief ohne größere Probleme. Die Ungarn Molnar und Csik setzten sich an die Spitze, gefolgt von Österreichern Marcel Krailler und Max Wimmer, sowie Günther Wiesmeier (alle Felix Wimmer Motorsport). Von Platz 10 stürmte Christoph Zellhofer (Suzuki Team Austria) nach vorne und reihte sich vorerst als Vierter ein. Aber bereits in der 2.Runde übernahm Christoph Zellhofer die Führung vor Wimmer, Wiesmeier und Krailler, der überraschend einige Plätze verlor. Krailler war es aber, der sich sukzessive zurück kämpfte und in der 3. Runde die Spitze in der Österreicherwertung vor C. Zellhofer übernahm. Dahinter pendelte sich Max Wimmer als Dritter ein, gefolgt von Max Zellhofer, dem Organisator des Suzuki Cup Austria. Aber auch im Mittelfeld wurde heftig gekämpft. Der Deutsche Anton Bauer wehrte viele Angriffe auf seinen fünften und dann sechsten Platz ab, dahinter kämpften Lukas Puchinger, der extrem gut fahrende Erich Weghofer (Schiessling Racing), sein Teampartner Michael Kittel, Oliver Müller, Peter Gross und Dominik Haselsteiner um jeden Zentimeter. Aber auch Klaus Lemmerhofer zeigte schon eine ansprechende Leistung. Der Kampf an der Spitze der Österreicherwertung begeisterte die viele Zuschauer. Der spätere Sieger Marcel Krailler und der Zweitplazierte Christoph Zellhofer wechselten sich mehrmals in der Führung ab, Dritter wurde Max Wimmer, der damit seine Tabellenführung verteidigen konnte. Gegen Ende des Rennens waren Lemmerhofer, Gross und Weghofer in einige Probleme verwickelt und fielen zurück, blieben aber trotz Rundenverlust in der Wertung des Rennens. Die Ungarn profitierten vom heftigen Kampf der Österreicher untereinander und feierten im Suzuki Cup Europe so durch Bendeguz Molnar, Janos Csik, Mate Benyö und Bence Balogh einen überlegenen vierfachen Erfolg.

Die Stimmen der drei Erstplazierten:
Sieger Marcel Krailler: „Ich hatte einen sensationellen Start, konnte diesen aber in der Folge nicht umsetzen und fiel aus unerklärlichen Gründen zurück. Erst einige Runden später habe ich mich wieder gefangen und konnte neuerlich an die Spitze fahren. Der Kampf um den Sieg im heimischen Cup mit Christoph Zellhofer hat sehr viel Spaß gemacht, wobei ich sagen möchte, dass es ein absolut fairer Zweikampf war. Gewinnen ist immer schön.“

Christoph Zellhofer als Zweiter: „Mein Start vom 10. Platz ist mir gut gelungen, die meisten Meter und damit einige Plätze habe ich aber in der ersten Kurve am Ende der langen Startgeraden gemacht. Ich hatte mir vor dem Start eine Strategie zurecht gelegt, die voll aufgegangen ist. War aus meiner Sicht ein tolles Rennen.“

Max Wimmer als Dritter: „Als erstes freue ich mich für Marcel, ein Sieg im eigenen Team ist immer positiv. Mein dritter Platz hilft mir bei der Tabellenführung, aber ich wäre trotzdem gerne Zweiter geworden. Vielleicht gelingt das beim heutigen zweiten Rennen auf dem Slovakiaring.“

2. Rennen:
Die ersten acht Fahrer des 1. Rennens starteten in gestürzter Reihenfolge. Dies bedeutete für Max Wimmer die Poleposition, Christoph Zellhofer und Marcel Krailler gingen aus der 2. Reihe ins Rennen. Nach dem Start hielten Max Wimmer und C. Zellhofer abwechselnd die Spitze, dann kamen von hinten die Ungarn und stürmten nach vor. Ab der 4. Runde hieß bei den Österreichern die Reihenfolge Wimmer vor Krailler und Zellhofer. Wieder heiß ging es ab dem Mittelfeld zu. Günther Wiesmeier biss sich bis zur 9. Runde die Zähne an Max Zellhofer aus, dann gelang ihm ein Überholmanöver auf den vierten Platz. Puchinger, Haselsteiner, Gross, Bauer, Müller, Kittel und der glänzend disponierte Erich Weghofer wechselten ständig ihre Positionen, wobei zwei Fahrer etwas Pech hatten. Wiesmeier vermutete irrtümlich in der vorletzten Runde, dass das Rennen zu Ende war, ging vom Gas und fiel so auf den neunten Platz zurück und der Deutsche Anton Bauer musste seinen Wagen mit einem Reifendefekt abstellen. Ganz vorne fuhr zwar Marcel Krailler vor Wimmer über die Ziellinie, der Sieger des ersten Rennens wurde aber von der Rennleitung mit einer Zeitstrafe belegt, da ein ungarischen Konkurrent durch ein Manöver Kraillers etwas zurück geworfen wurde. Damit hieß der Sieger Max Wimmer vor Krailler und Christoph Zellhofer. Zu erwähnen ist auch die sehr gute Leistung von Max Zellhofer, der in beiden Rennen auf den vierten Platz fuhr und so an diesem Wochenende dreißig Punkte sammelte. Das Resümee an diesem Wochenende war wieder die starke Vorstellung der Piloten von Felix Wimmer Motorsport und das Wiedererstarken von Christoph Zellhofer, der zweimal aufs Podest fuhr. Auch in diesem Rennen waren die Ungarn nicht zu biegen und feierten durch Bendeguz Molnar, Janos Csik und Bence Balogh einen dreifachen Erfolg im Suzuki Cup Europe.

Die Stimmern der drei Erstplazierten des zweiten Rennens:
Sieger Max Wimmer: „Für mich war es ein gutes und sehr faires Rennen, wobei vor allem die Zweikampfe richtig spannend und abwechslungsreich waren. Ob es für mich der erste oder der zweite Platz geworden ist mir egal, Hauptsache ist unser Team Wimmer Werk war bei beiden Rennen viermal auf dem Podest zu finden.“

Marcel Krailler als Zweiter: „Es war ein tolles und sehr heißes Rennen, dies vor allem mit den ungarischen Mitbewerbern. Leider habe ich bei einem Manöver eine Strafe von der Rennleitung kassiert, das tut mir natürlich leid und hat mich den Sieg gekostet.“

Christoph Zellhofer als Dritter: „Das Rennen hat für mich sehr gut angefangen, dann habe ich mir bei einem Zweikampf die Felge beschädigt und entstand ein schleichender Reifendefekt der bis zum Ende des Rennens sehr viel Zeit gekostet hat. Sonst war ich mit meiner Performance an diesem Wochenende sehr zufrieden.“

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