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GT Masters: Nürburgring

Mercedes siegt vor Grasser Racing

Das Mercedes-Duo Indy Dontje und Maximilian Buhk siegt im ersten Lauf vor Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli im Grasser-Lambo.

Fotos: ADAC GT Masters

Die Mercedes-AMG-Piloten Indy Dontje und Maximilian Buhk (HTP) haben sich am Samstag in einer Hitzeschlacht beim ersten Rennen des GT-Masters auf dem Nürburgring durchgesetzt und ihren ersten Saisonsieg gefeiert.

Platz zwei ging - zunächst - an die Audi-Fahrer Ricardo Feller und Christopher Haase (Mücke), Rang drei an das Lamborghini-Duo Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli (Grasser). "Ein super Rennen für uns", freute sich Premierensieger Dontje. "Ich bin glücklich, meinen ersten GT-Masters-Sieg geholt zu haben. Hoffentlich geht es in zwei Wochen bei meinem Heimspiel in Zandvoort so weiter."

Der Start in das Samstagsrennen auf dem Nürburgring verlief turbulent: Audi-Pilot Feller setzte sich von Platz sechs kommend in der ersten Kurve vor Pole-Setter Nicolai Sylvest (Zakspeed) im Mercedes-AMG an die Spitze des Feldes. Dahinter folgten der ebenfalls aus der ersten Reihe gestartete Mercedes-AMG von Dontje und Buhk vor dem Lamborghini Huracan GT3 von Bortolotti und Caldarelli, der von Rang neun ins Rennen gegangen war.

Feller behaupte bis zum Fahrerwechsel zur Rennmitte die Führung. Da der Schweizer jedoch bei dem fliegenden Rennstart zu früh ausgeschert war, musste das Audi-Duo beim Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel fünf Sekunden länger stoppen. Feller/Haase fielen dadurch auf den dritten Rang zurück. An der Spitze lag nun kurzzeitig der Mercedes-AMG der Trainingsschnellsten Sylvest und Kim-Luis Schramm, die jedoch schon bald vom späteren Sieger Buhk überholt wurden.

Buhk setzte sich danach von seinen Verfolgern ab und fuhr souverän zum ersten Saisonsieg. Für den Norddeutschen war es der erste Triumph im GT-Masters seit dem Lausitzring 2014, für Teamkollege Dontje der erste überhaupt. Der Niederländer gewann damit auch die Pirelli-Junior-Wertung.

Nach einer späten Kollision zwischen Schramm und dem Lamborghini von Ezequiel Perez Companc und Franck Perera (Grasser) auf den Rängen zwei und drei erbten Feller und Haase Rang zwei.

Die Untersuchung der Sportkommissare ergab jedoch einen Verstoß gegen Artikel 38.4 des Sportlichen Reglements des GT-Masters, das Fahrzeug mit der Startnummer #25 beschleunigte bereits vor dem Startsignal.

Feller/Haase werden so auf Rang 15 gewertet, neue Zweitplatzierte sind die Lamborghini-Fahrer Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli (Grasser), das Mercedes-AMG-Duo Markus Pommer/Maximilian Götz (HTP) schafft als Dritter noch den Sprung auf das Podium. Dadurch rücken sie in der Meisterschaft auf die Positionen zwei und drei hinter den Corvette-Piloten Marvin Kirchhöfer und Daniel Keilwitz (Callaway) vor.

Beste Porsche-Piloten waren als Sechste Timo Bernhard und Kevin Estre (Team75 Bernhard). Dahinter freuten sich Christopher Dreyspring und Giorgio Maggi (Schubert) als Siebte über das erste Top-Ten-Ergebnis des Honda NSX GT3 im GT-Masters. Das Audi-Duo Oscar Tunjo und Ivan Lukashevisch (Phoenix) kam auf Rang acht ins Ziel, gefolgt von Michele Beretta und Aaro Vainio (Rosberg), die vor den Augen von Teambesitzer Keke Rosberg ihr bisher bestes Saisonergebnis einfuhren. Den letzten Meisterschaftszähler sammelten der nach einer Verletzung zurückgekehrte Dominik Schwager und Luca Ludwig (HB Racing), die im einzigen Ferrari 488 GT3 im Feld von Rang 21 gestartet waren.

Ein unglückliches Rennen hatten die Tabellenführer Marvin Kirchhöfer und Daniel Keilwitz (Callaway), die beim Start mit dem Audi von Filip Salaquarda und Frank Stippler (ISR) kollidierten und anschließend eine Durchfahrtstrafe absolvieren mussten. Obwohl Kirchhöfer und Keilwitz später ihr Fahrzeug abstellen mussten, sicherten sie sich den inoffiziellen Titel des "Halbzeitmeisters".

Der Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung ging diesmal an das Lamborghini-Duo Rolf Ineichen und Christian Engelhart (Grasser).

Stimmen der Sieger:

Indy Dontje: "Wir hatten mit Platz zwei ein gutes Qualifying. Eigentlich hatten wir nicht erwartet, dass wir so weit vorn stehen würden. Beim Start habe ich mich etwas zurückgehalten und war danach Dritter. Ich bin ruhig geblieben und habe meinen Stint zu Ende gefahren. Danach hat Maxi einen super Job bemacht und kurz nach seiner Fahrzeugüberahme Kim-Luis Schramm überholt. Danach hat er das Rennen kontrolliert."

Maximilian Buhk: "Ein gutes Rennen. Indy hat sich beim Start aus allem rausgehalten und hat das Auto als Dritter übergeben. Der Boxenstopp war nahezu perfekt und ich habe dann schnell probiert an Kim-Luis Schramm vorbeizukommen, da ich gesehen habe, dass er etwas Probleme hatte. Das hat geklappt. Heute ist alles gut gelaufen."

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