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Rallycross-ÖM: Fuglau

Saisonfinale mit mehr als 100 Startern

Fünf ÖM-Titel sind noch zu vergeben, auch das tschechische Championat ist dabei; erster Start von Alexander Wurz bei den Supercars.

Fotos: Walter Vogler

Leru Team2 Motorsport kann mit dem Nennergebnis für das große Saisonfinale am Sonntag, dem 23. September, mehr als zufrieden sein. Man darf auf dem neu konzipierten Kurs in Fuglau mit mehr als 100 Startern aus insgesamt fünf Nationen rechnen. Dabei geht es um die letzten Punkte im heimischen Rallycross-Championat, um Zähler in der tschechische Meisterschaft sowie um Punkte in der Autocross-ÖM. Die Zuschauer dürfen also mit einem vollen Motorsportprogramm rechnen.

Supercars

Zwei sportliche Schwerpunkte bestimmen die Topklasse: Einerseits geht es zwischen Alois Höller (Ford Focus) und Tristan Ekker (VW Polo) noch um den Meistertitel, andererseits von großem Interesse ist das Abschneiden von Alexander Wurz (Ford Fiesta), der direkt vom WM-Lauf in Lettland nach Fuglau kommt. Im Meisterschaftskampf ist der Oberösterreicher Höller der absolute Favorit: Er weist unter Berücksichtigung des einen Streichresultats 143 Punkte aus, während es der Burgenländer Ekker auf bisher 117 Zähler gebracht hat.

Somit braucht Höller zum neuerlichen Gewinn nur mehr vier Punkte, um seinen zwölften Staatsmeistertitel einzufahren. Etwas anders ist die Situation im Kampf um den Tagessieg zwischen Alexander Wurz und Alois Höller. Der Ex-Formel-1-Pilot, der für MJP Racing startet, kommt mit der Erfahrung von zwei WM-Läufen und einigen Testfahrten nach Fuglau. Er gilt als leichter Favorit. Wer Höller aber kennt weiß, dass er ein unermüdlicher Kämpfer ist und sich neben dem ÖM-Titel diesmal auch den Tagessieg sichern möchte.

Super 1600, Super Touring Cars bis 1.600 cm³

In dieser Kategorie geht es beim Finale nur noch um Tagessieg und Vizemeistertitel. Der Grund ist rechnerisch schnell erklärt: Der Burgenländer Daniel Karlovits (Honda Civic) hat die ganze Saison über voll gepunktet und liegt mit 207 Punkten absolut uneinholbar an der Spitze. Hinter ihm liegen derzeit die Niederösterreicher Josef Strobl (Citroën Saxo) und Birgit Kuttner (Honda Civic) mit 102 bzw. 101 Punkten. Der Vizemeistertitel bei den STC bis 1600 ist also völlig offen, es können aber auch noch Richard Delian (Mitsubishi; 95 Punkte) bzw. Patrick Riedl (Citroën Saxo) mit 92 Zählern eingreifen. Gute Chancen hat natürlich auch der Tscheche Jan Ratajský (Škoda Fabia), der mit 98 Zählern als punktebester Super-1600-Pilot in der Gesamtwertung an vierter Stelle liegt.

Super Touring Cars über 2.000 cm³

Der Titelkampf ist bereits entschieden, der Niederösterreicher Karl Schadenhofer (VW Golf) hat seinen Vorjahrestitel erfolgreich verteidigt. Er ist mit 138 Punkten uneinholbar, sein schärfster Konkurrent in der Tabelle war Gerald Woldrich (Mercedes) mit 99 Punkten. Es geht also beim Finale nur mehr um den Tagessieg, doch auch die Belgier Jos Sterkens und Robert Lippens (beide Ford Escort), die Deutschen Dietmar Brandt und Swen Petereit (beide BMW E36) sowie die Tschechen Tomáš Mičík (Škoda Fabia), Aleš Kubík (VW Polo), Jiří Galuška (Ford Fiesta), Karel Václavík (VW Golf) und Stanislav Ratajský (VW Polo) wie auch der Österreicher Hubert Spitzhofer (Škoda Octavia) wollen dabei noch ein Wörtchen mitreden.

Super Touring Cars bis 2.000 cm³

Obwohl der Tscheche Roman Častoral (Opel Astra) bisher schon fünf Mal voll gepunktet hat, aber zwei Mal nicht gestartet ist, steht er mit 161 Punkten noch nicht als Meister fest. Ein Österreicher, nämlich Dominik Jordanich (Honda Civic) aus dem Burgenland, hat bisher 142 Punkte eingefahren und hat vor Fuglau noch immer die rechnerische Chance, Častoral zu überholen. Um den Tagessieg werden aber auch der Belgier Ivo van den Brandt (Mitsubishi Colt), die Österreicher Harald Falschlehner (Opel Kadett), Richard Delian (Mazda 323), Martin Jakubowics (Renault Clio), Karl Wagner (Renault Mégane), Kathrin Redlingshofer-Milev (Peugeot 206), die einzige Dame in dieser Klasse, sowie die Tschechen Jakub Bittmann (Peugeot 208), Martin Sindelek (Peugeot 207) und Tomáš Buda (Škoda Fabia) mitmischen.

National 1600

Im mit 22 Autos zahlenmäßig stärksten Feld ist ein dramatisches Duell um den AMF-Pokalsieg zwischen zwei Niederösterreichern zu erwarten. Derzeit führt Florian Brandl (Citroën Saxo) mit 148 Punkten vor Robert Vogl (Citroën Saxo) mit 140 Zählern. Nur acht Punkte Differenz werden diesen Kampf bis zum Schluss spannend machen. Wie aber die letzten Rennen gezeigt haben, gibt es noch weitere Anwärter auf den Tagessieg bzw. das Finale, etwa die Niederösterreicher Roland Frisch (VW Polo), Nico Stachelberger (Peugeot 106) und Andreas Hungendorfer (Citroën Saxo) sowie der Oberösterreicher Lukas Dirnberger (VW Polo). Nach seinem zwei Finaleinzügen in Melk ist auch Felix Wurz, der für JWRacing in einem VW Polo startende Sohn von Alexander Wurz, nicht zu unterschätzen. Er wird diesmal familiäre Unterstützung durch seinen Onkel Christoph erhalten.

Junioren-Pokal

Auch dieser Pokalsieg ist noch nicht entschieden. Erster Titelanwärter ist der Oberösterreicher Lukas Dirnberger (VW Polo), der mit derzeit 111 Punkten aber nur ganz knapp vor dem Niederösterreicher Nico Stachelberger (Peugeot 106) mit 100 Punkten liegt. Auf Platz drei liegt der in Monte Carlo lebende Österreicher Felix Wurz (VW Polo) mit 67 Zählern vor dem Oberösterreicher Raphael Dirnberger (VW Polo) mit 32 Punkten.

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