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Rallycross-ÖM: Wachauring I

Heimische RX-Elite beim Saisonauftakt

Am 14. April erfolgt auf dem Wachauring in Melk der Startschuss zur Rallycross-ÖM 2018 – die Veranstaltung zählt auch zur FIA CEZ.

Fotos: Walter Handl; Walter Vogler

Bei den Supercars fehlt diesmal Titelverteidiger Max Pucher, somit gilt der Oberösterreicher Alois Höller (Ford Focus) als klarer Favorit. Er war heuer schon beim Auftakt zur FIA CEZ auf dem Slovakiaring erfolgreich, in Ungarn wurde er Zweiter. Der 61jährige Götzendorfer greift noch einmal auf seinen 13 Jahre alten Wagen zurück, um seinen 33. Meistertitel anzupeilen.

"Ich arbeite aber schon an einem Projekt 'Ford Fiesta WRC'. Dieser Wagen hat rund 100 PS mehr. Sollten heuer noch stärkere Fahrzeuge in der Meisterschaft starten, bin ich jedenfalls gerüstet," erklärte Höller optimistisch. Gilt Höller auch als Nr. 1, sollte der Kampf um die Podestplätze sehr spannend werden. Mit dabei sind René Derfler (Mitsubishi Evo T16), Tristan Ekker (VW Polo), Christoph Holzner (Mitsubishi Evo 6 T16) und Matthias Schörgenhofer (VW Golf T16). Im letzten Augenblick genannt hat Michael Pucher, der Bruder des regierenden Staatsmeisters; er startet in einem Ford Fiesta RX3.

Bei den Super Touring Cars bis 1.600 cm³ sollte es zu einem spannenden Duell zwischen dem burgenländischen Vorjahresmeister Daniel Karlovits und Birgitt Kuttner (beide Honda Civic), der einzigen Dame in dieser Klasse, kommen. Die Niederösterreicherin aus Hollabrunn gewann heuer schon auf dem Slovakiaring ihre Klasse und kommt mit viel Selbstvertrauen nach Melk. Auch um die Podiumspositionen sind spannende Kämpfe zu erwarten: Richard Delian senior (Mitsubishi Colt), Richard Förster (VW Polo GTI), Andreas Hipfl (VW Polo GTI), Patrick Riedl (Citroën Saxo), Sepp Strobl (Citroën Saxo) und Markus Werfring (VW Golf II) sind die Kanditaten. Noch unklar ist, wie stark der Slowake Marián Gajdoš sein wird, der in einem Ford Fiesta antritt.

In der Super-1600-Kategorie ist mit einem tschechischen Erfolg zu rechnen, denn Jan Ratajski (Škoda Fabia Mk1) sollte damit keine Probleme haben. Für Überraschungen könnten Raphael Dirnberger und Markus Hausberger (beide Škoda Fabia) sowie Erwin Frieszl und Dominik Rath (beide Peugeot) sorgen.

In der Klasse Super Touring Cars bis 2.000 cm³ sind bis jetzt 16 Nennungen abgegeben worden. Erfreulich ist dabei, dass mit Roman Častoral (CZE, Opel Astra OPC) und den beiden Österreichern Heinz-Josef Glinz (Renault Clio) sowie Harald Falschlehner (Opel Kadett E Gsi 16V) die drei Erstplatzierten des letzten Jahres in der Nennliste aufscheinen. Weiters findet man zwei neue Namen, die aber in der RX-Szene schon bekannt sind: Dominik Janisch (VW Polo), der 2017 die Klasse National 1600 gewonnen hat, startet ebenso wie Dominic Jordanich, letztes Jahr Junioren-ÖM-Dritter, diesmal in einem Honda Civic.

Die Tschechen bringen neben Častoral drei weitere Starter: Jakub Michal (Peugeot 206), Tomáš Michal (Peugeot 205) und Martin Šindelek (Peugeot 207). Die Slowakei ist mit Stanislav Korytár (VW Polo) vertreten, für die Niederlande startet Jo Van de Ven (VW Polo), aber auch die übrigen Österreicher wie Daniel Gruber (Seat Ibiza), Martin Jakubowics (Renault Clio), die einzige Dame in dieser Klasse Kathrin Redlingshofer-Milev (Peugeot 206 Gti), Reinhard Schellenbacher (Opel Corsa), Karl Wagner (Renault Mégane) und Bernd Werfring (Opel Kadett Gsi) können Top-6-Plätze erreichen.

Bei den Super Touring Cars über 2.000 cm³ dürfte Staatsmeister Karl Schadenhofer wieder ein Sieganwärter sein. Er hat mit seinem VW Golf KitCar den ersten FIA-Zonenlauf 2018 auf dem Slovakiaring gewinnen können und war beim zweiten Lauf in Máriapócs hinter dem ebenfalls in Melk starteten Slowaken Miroslav Pospichal (VW Polo) Zweiter. Jozef Magdolen (Seat Leon TDI) sowie der Tscheche Jiří Galuška werden bemüht sein, einen neuerlichen Erfolg von Schadenhofer oder Pospichal zu verhindern. Auch die Österreich Matthias Brunner (Mini Cooper), Johann Eigenbauer (Škoda Fabia) und Gerald Woldrich (Mercedes C250D) sind für Spitzenplätze gut.

Mit 24 Nennungen bietet die National 1600 das quantitativ stärkste Feld in Melk auf. Der letztjährige Sieger Dominik Janisch ist aufgestiegen, doch die beiden Citroën-Saxo-Piloten Robert Vogl und Andreas Hungendorfer sind auch heuer dabei. Gespannt sein darf man auf das Abschneiden von Lukas Dirnberger (VW Polo), der Sieger der vorjährigen Juniorenwertung startet für MJP Racing.

Auch Felix Wurz (VW Polo) wird zu beachten sein. Der Sohn von Alexander Wurz wird von JWR Racing betreut, wobei sein Teamchef Jürgen Weiß diesmal fehlen wird – er ist zum gleichen Zeitpunkt beim Rallycross-WM-Lauf in Barcelona im Einsatz; mit Alexander und Großvater Franz (dreifacher Europameister) hat Felix Wurz aber fachlich sehr kompetente Berater an seiner Seite.

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