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Rallycross-ÖM: Wachauring I

RX-ÖM: Michael Pucher siegt in Melk

Beim Start zur heimischen Rallycross-Meisterschaft gab es für manche Favoriten ein böses Erwachen, dafür freuten sich Außenseiter ob ihrer unerwarteten Erfolge.

Foto: Walter Vogler/Weitsicht.cc

Dies war bei den SuperCars der Fall. Alois Höller (Ford Focus) ging als klarer Favorit in den ersten ÖM-Lauf, hatte aber viel Pech. Am gestrigen Samstag musste er wegen eines Motorschadens aufgeben, in der Nacht auf Sonntag konnte man diesen Defekt beheben und ging zuversichtlich in den zweiten Vorlauf.

Aber auch dort streikte der Motor neuerlich und zwang den Oberösterreicher ca. eine Woche vor seinem 61. Geburtstag zur vorzeitigen Aufgabe: „Mir tut es um meine Mannschaft leid, wir haben die ganze Nacht durchgearbeitet, leider umsonst. Wir müssen den Motor wieder herrichten, da der neue Wagen noch nicht fertig ist.“ Auch Rene Derfler (Mitsubishi) und Matthias Schörgendorfer (VW Golf) scheiterten am Defektteufel.

So gelang es Michael Pucher, dem Bruder des regierenden Staatsmeisters Max Pucher der allerdings nicht am Start war, sich mit zwei Siegen und einem zweiten Platz in den Vorläufen sich für das Finale zu qualifizieren. Dort bot er mit seinem Ford Fiesta RX3 vom MJP Racing Team eine sehr gute Leistung und sicherte sich den Sieg vor Christoph Holzner (Mitsubishi) und Tristan Ekker (VW Polo). Pech hatte auch der Italiener Oscar Ortfeldt, der in den Vorläufen eine gute Figur machte, im Finale aber mit technischen Problemen zu kämpfen hatte und nur Vierter wurde.

Eine Überraschung gab es auch bei den Super 1600. Hier war der Italiener Andrea Caretti auf einem Alfa Romeo Mito erfolgreich und nicht der Seriensieger aus Tschechien Jan Ratajsky (Skoda Fabia). Dahinter die beiden Österreicher Erwin Frieszl (Peugeot 208) und Raphael Dirnberger (Skoda Fabia). Auf Grund einer technischen Beanstandung wurde der Sieg des Italieners aber annulliert, so siegte doch wieder Favorit Jan Ratajsky vor Erwin Frieszl und Raphael Dirnberger.

Einen Favoritenerfolg gab es bei den Super TouringCars -1600. Wohl gewann der Österreicher Markus Hausberger (Skoda Fabia) den Start, in der ersten Kurve stach aber der Burgenländer Daniel Karlovits (Honda Civic) innen vorbei und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Einen tollen Zweikampf um den dritten Platz lieferten sich Patrick Riedl (Citroen Saxo) und Birgit Kuttner (Honda Civic). Erst in der Schlussrunde gelang es der einzigen Dame in dieser Klasse mit einem vielbejubelten astreinen Manöver in der Schikane an Riedl vorbei zu gehe und Platz drei zu belegen.

Den erwarteten tschechischen Doppelerfolg gab es bei den Super TouringCars -2000. Hier gewann Martin Sindelek (Peugeot 207) zwar den Start gegenüber Roman Castoral (Opel Astra) aber dieser nutzte seine immense Erfahrung, wartete bis zur letzten Runde mit der Jokerlap und konnte so seinen Landsmann noch überholen. Bester Österreicher als Vierter wurde Harald Falschlehner (Opel Kadett) vor Dominik Jordanich (Honda Civic).

Nach dem Start des Super Touring Car Finales -+2000 sah es nach einem heimischen Doppelerfolg aus. Gerald Woldrich, nach zweijähriger Pause wieder dabei ging mit sienem Mercedes Benz in Führung, knapp dahinter Staatsmeister Karl Schadenhofer (VW Golf IV). Im Verlaufe der 6 Runden kämpften sich aber die Slowaken Pavel Zachar (Seat) und Miroslav Pospichal (VW Polo) an die Spitze und gaben diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Der dritte Platz ging mit Karl Schadenhofer an einen heimischen Piloten. Er kämpfte allerdings mit einer defekten Lenkung und Woldrich mit technischen Problemen nach einer Feindberührung.

23 Starter kämpften in der Klasse National 1600. Hier war mit Florian Brandl (Citroen Saxo) aus Walpersdorf im Bezirk St. Pölten ein Fahrer am Start, der alle drei Vorläufe, das Semifinale und das Finale überlegen für sich entscheiden konnte. Einzig im Finale übernahm Andreas Hungendorfer (Citroen Saxo) kurzfristig die Führung, wurde jedoch in Kurve eins von Brandl ausgetrickst. Platz zwei ging an Roland Frisch (VW Polo) von der ÖAMTC Fahrtechnik vor Hungendorfer und Robert Vogl (Citroen Saxo).

ÖAMTC Stützpunktleiter Johann Danzinger sowie Rennleiter Thomas Leichtfried hatten sich auf dem Wachauring wieder etwas Neues einfallen lassen. Man verlegte die Jokerlap ins Infield, damit wurde dieser Streckenabschnitt dreimal so lang wie die alte Jokerlap. Die Fahrer meldeten vor dem Rennwochenende ihre Bedenken an, nachher war man aber von dieser Maßnahme mehrheitlich begeistert.

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