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Motorrad-WM: Austin

Marquez rast zur siebten US-Pole

MotoGP-Weltmeister Marc Marquez steht in Austin zum siebten Mal in Folge auf der Pole-Position, Rossi mit starkem Qualifying, Dovizioso nur P13.

Bildquelle: motogp.com

Marc Marquez bleibt der "King of COTA". Im Qualifying der MotoGP stürmte der Honda-Pilot am Samstag zu seiner siebten Pole-Position auf dem Circuit of the Americas. Mit einer Zeit von 2:03.787 Minuten verwies er Valentino Rossi (Yamaha/+0,273 Sekunden) auf Platz zwei. LCR-Pilot Cal Crutchlow (+0,360) komplettiert die erste Startreihe als Dritter.

"Heute war ein seltsamer Tag, weil die dritten Trainings gestrichen wurden. Für die Fans war das natürlich schade", blickt der Pole-Setter auf das Wetterchaos am Vormittag zurück. "Ich selbst war am Nachmittag in der Lage, fünf konstant schnelle Runden zu fahren. Im Rennen aber werden die anderen zur Stelle sein", glaubt Marquez.

Einer, mit dem man im Rennen immer rechnen muss, steht direkt neben ihm. Für Rossi ist der zweite Startplatz das beste Quali-Ergebnis seit langem. "Ich bin sehr zufrieden", sagt der Italiener. "Es war heute echt schwierig, denn der Vormittag bestand ja nur aus Warten. Mein Gefühl auf dem Motorrad ist aber gut. Die Ausgangsposition für das Rennen ist ebenfalls gut."

Im morgigen Rennen wird es vor allem darauf ankommen, die richtige Reifenwahl zu treffen, glaubt der Yamaha-Pilot. Am Start wird es sich gegen Crutchlow behaupten müssen, der am Sonntag viel vorhat. "Die Bedingungen waren knifflig, aber ich fahre einfach gerne auf dieser Strecke. Hoffentlich können wir morgen ein gutes Rennen haben", so der Brite.

Apropos Bedingungen: Nachdem das vierte Freie Training noch auf feuchter Strecke begonnen hatte, trocknete der Asphalt danach immer weiter ab. Das Qualifying konnte daher mit Slicks gefahren werden. Schon auf seiner ersten fliegenden Runde demonstrierte Marquez seine Dominanz und fuhr die schnellste Zeit des bisherigen Wochenendes.

Teamkollege Lorenzo, gerade noch im Windschatten von Marquez, musste seine Honda nach einem technischen Defekt indes abstellen. Er rannte ohne Bike zurück an die Box, um mit dem zweiten Motorrad zurück auf die Strecke gehen zu können. Immerhin hatte er sich den Platz in Q2 hart erkämpft, nachdem er die erste Quali-Session als Schnellster beenden konnte.

Erster Verfolger von Marquez war nach dem ersten Run Yamaha-Pilot Rossi, allerdings mit großem Rückstand. Zwar konnte er diesen weiter verkürzen, auch weil Marquez auf seiner Honda einige Male heftig durchgeschüttelt wurde. Vorbei kam Rossi aber dennoch nicht. Stattdessen blieb die Bestzeit des Spitzenreiters stehen. Rossi hielt den zweiten Platz.

Crutchlow ergatterte den letzten Platz in der ersten Startreihe, während Jack Miller als Vierter einmal mehr bester Ducati-Fahrer wurde. KTM-Fahrer Pol Espargaro verzeichnete auf Platz fünf sein bisher bestes Qualifying-Ergebnis für den Hersteller. Maverick Vinales (Yamaha) schließt die zweite Startreihe als Sechster ab.

Auf den weiteren Plätzen folgen Alex Rins (Suzuki/7.), Danilo Petrucci (Ducati/8.) sowie die Petronas-Fahrer Fabio Quartararo (9.) und Franco Morbidelli (10.). Lorenzo konnte die Quali-Session zwar wieder aufnehmen, kam aber nicht über Platz elf hinaus. Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) wurde nach zwei Stürzen nur Zwölfter.

Ein Desaster erlebte Ducati-Pilot Andrea Dovizioso, der mit seinem Teamkollegen Petrucci in Q1 hatte antreten müssen. Interessanterweise wartete "Dovi" zu Beginn der Session in der Box, während der Rest bereits die erste schnelle Runde fuhr. Mit etwas Verspätung ging dann aber auch der Italiener auf die Strecke, verpasste die Bestzeit zunächst jedoch deutlich.

Stark präsentierte in der früher Phase Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) und setzte sich vorläufig an die Spitze. Erst in den letzten Minuten von Q1 wurde seine Zeit unterboten. Dovizioso fuhr eine neue schnellste Runde. Dahinter rückte Aprilia-Fahrer Aleix Espargaro auf Rang zwei vor. Doch auch andere Fahrer waren noch auf Zeitenjagd.

So setzte Lorenzo ein Achtungszeichen und übernahm überraschend die Führung. Alle hatten noch einen Versuch, doch Lorenzo konnte niemand mehr gefährden. An zweiter Stelle konnte sich schließlich Petrucci den Einzug in Q2 sichern und bootete damit seinen eigenen Teamkollegen Dovizioso aus.

Er wird am Sonntag nur auf Startplatz 13 stehen und teilt sich die fünfte Startreihe mit Joan Mir (Suzuki) und Takaaki Nakagami (LCR-Honda). Espargaro und sein Aprilia-Teamkollege Andrea Iannone kamen am Ende nicht über Rang 16 und 17 hinaus.

In der Schlussphase verlor auch Oliveira an Boden. Er beendete Q1 als Achter, das entspricht Startplatz 18. Dahinter reihen sich Johann Zarco (KTM/19.), Karel Abraham (Avinita-Ducati/20.), Hafizh Syahrin (Tech-3-KTM/21.) und Tito Rabat (Avintia-Ducati/22.) ein.

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Marquez und seine Gegner Marquez und seine Gegner Rossi kommentiert Training Rossi kommentiert Training

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