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Weltpremiere: Groß-SUV Seat Tarraco Seat Tarraco 2018

Flaggschiff

Seat rundet mit dem Tarraco seine SUV-Palette nach dem mittelgroßen Ateca und dem kleinen Arona nach oben ab. Wir nehmen erstmals Platz.

mid/wal

Die Formensprache des VW-Konzerns ist dem Tarraco (= antiker Name von Tarragona) anzumerken. Das neue SUV ähnelt dem VW Tiguan Allspace und dem Skoda Kodiaq. Gleichwohl gibt es einen individuellen Touch durch die Kunst der Seat-Designer. Auf jeden Fall ist das aus der Taufe gehobene SUV das neue Flaggschiff der spanischen Marke.

Derweil verbreitet die Ausstrahlung der Karosserie Ruhe. Denn das Design kommt absolut unaufgeregt und harmonisch daher. Die Silhouette wirkt ausgesprochen schlicht und sachlich. Doch ein paar Akzente sorgen für optischen Pfiff: Die schmalen, keilförmigen LED-Leuchten sowohl am Heck als auch im Frontbereich verleihen dem Outfit sportliche Eleganz.

Hübsch geworden ist der sechseckige Kühlergrill mit seinem markanten Rauten-Muster. Das Gesicht wirkt sportlich-souverän, aber keineswegs aggressiv. Wenn der Tarraco auf der Straße jemandem dicht auffährt, verbreitet er keinen Stress. Als drittes Modell der SUV-Produktoffensive von Seat soll das im Werk in Martorell (Barcelona) entwickelte und in Wolfsburg gebaute Fahrzeug einen Ausblick auf die zukünftige Designsprache der kommenden Seat-Modelle geben. Der Tarraco will laut Seat nicht nur das Image der Marke weiter voranbringen, sondern auch neue Käufergruppen erschließen und in Zukunft wesentlich zum Unternehmensgewinn beitragen.

"Seat erlebt die größte Produktoffensive seiner jüngeren Unternehmensgeschichte", betont Seat-Chef Luca de Meo bei der Präsentation in Tarragona. Die Einführung des Tarraco, des ersten großen SUV, sei Teil der 3,3 Milliarden Euro umfassenden Investition in das Fahrzeugangebot und damit in die Zukunft des Unternehmens. Der Tarraco runde das SUV-Angebot nach oben ab.

Bei der ersten Sitzprobe fällt das großzügige Platzangebot im 4,70-Meter-SUV auf. Auch große Menschen können sich auf allen Sitzen gut ausbreiten, und für Gepäck steht ebenfalls Raum in Hülle und Fülle zur Verfügung. Und das ist kein Zufall: Denn der Tarraco wurde für Fahrer entwickelt, die Fahrspaß und gleichzeitig Funktionalität in ein und demselben Fahrzeug suchen. Menschen, die die praktischen Vorzüge von bis zu sieben Sitzen suchen, um über ausreichend Platz für Freunde und Familie zu verfügen, sich aber dennoch ein Fahrzeug wünschen, das auf den Fahrer ausgerichtet ist und eine hohe Dynamik bietet.

Entscheidend für dieses ausgewogene Verhältnis von Alltagstauglichkeit und dynamischem Fahrverhalten ist die neueste Technologie des Volkswagen-Konzerns sowie die MQB-A-Architektur mit langem Radstand, auf der das SUV als Teil des Modularen Querbaukastens (MQB) basiert.

Der Seat Tarraco verfügt über alle erforderlichen Fahrerassistenzsysteme, um das Fahren auch bei schwierigeren Bedingungen komfortabler und sicherer zu machen. Bekannte Systeme wie Spurhalteassistent und das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist mit City-Notbremsfunktion, inklusive Radfahrer- und Fußgängererkennung, sind serienmäßig an Bord, während Systeme wie der "Blind Spot"-Sensor, die Verkehrszeichenerkennung, der Stauassistent, die automatische Distanzregelung (ACC), der Fernlicht- und der Notfallassistent optional erhältlich sind.

Darüber hinaus bietet der große Neuling mit automatischem Notruf, Pre-Crash Assistent und Überschlagerkennung ein neues Maß an Sicherheit: Das Fahrzeug ist darauf ausgelegt, in jeder Situation die strengsten Standards zu erfüllen, und setzt damit in seinem Segment Maßstäbe in Sachen Sicherheit.

Zur Motorenpalette gehören zwei Benzin-Motoren: ein 1.5-Liter-TSI-Motor mit vier Zylindern und 110 kW/150 PS in Verbindung mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe und Vorderradantrieb sowie ein 2.0-Liter-TSI-Motor mit 140 kW/190 PS, der an ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und 4Drive Allradantrieb gekoppelt ist. Außerdem will Seat den Tarraco mit einem 2.0-Liter-TDI-Dieselmotor mit Leistungen von 110 kW/150 PS und 140 kW/190 PS anbieten.

Die 150-PS-Variante kann mit einem Vorderradantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Allradantrieb kombiniert werden. Die stärkere Version ist ausschließlich mit Allradantrieb und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) erhältlich. Später soll es für den Tarraco auch alternative Antriebstechnologien geben.

Fazit: Der Tarraco ist ein souveränes Mittelklasse-SUV mit zeitgemäßer Technik und einem klassisch-schlichten Design, das Ruhe, aber keine Langeweile verbreitet. Im ständig wachsenden SUV-Markt wird es sich vermutlich gut positionieren können.

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