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Opel Insignia Country Tourer - erster Test Opel Insignia Country Tourer 2017

Landpartie

Mit dem Country Tourer präsentiert Opel die kernige Lifestyle-Variante der Insignia-Familie und führt zugleich einen neuen Biturbo-Diesel ein.

mid/Mst

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Den Opel Insignia Country Tourer gibt es in Deutschland in vier Motorenvarianten, als Einstiegs-Aggregate fungiert ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 121 kW/165 PS (ab 34.885 Euro). In Österreich geht es erst mit dem 2,0-Liter-Turbodiesel mit 125 kW/170 PS los (ab 41.940 Euro).

Zusätzlich bietet Opel einen 2,0-Liter Turbobenziner mit 191 kW/260 PS an und einen neu entwickelten Biturbo-Diesel, der 154 kW/210 PS leistet und mit satten 480 Newtonmeter Drehmoment bei 1.500 Umdrehungen je Minute aufwartet. Die beiden Top-Aggregate gibt es jeweils in Verbindung mit neuer 8-Stufen-Automatik, Allradantrieb ist bei allen Motorisierungen serienmäßig.

Das Zusammenspiel zwischen Motor und Getriebe funktioniert bestens, der Automat schaltet die Gänge geschmeidig und ruckfrei durch. Beim Top-Benziner dauert es leider einen Moment zu lange, bis nach dem Tritt aufs Gaspedal etwas passiert, was aber am Ansprechverhalten des Motors liegt. Der Diesel gönnt sich diese Atempause nicht. Der Offroad-Kombi sprintet dynamisch los und wirkt dabei agiler als der Top-Benziner mit 50 PS mehr unter der Haube.

Der Biturbo-Diesel wird beim Beschleunigen nie unangenehm laut oder brummig, sondern bleibt mit seinem tiefen Motorengeräusch dezent im Hintergrund. Überhaupt ist der Insignia sehr gut von der Außenwelt abgeschottet, was ihn - dank der großzügigen Platzverhältnisse - zu einem echten Reiseauto macht. Bis zu 1.665 Liter passen bei umgelegter Rückbank in den Kofferraum.

Der Country Tourer ist also bestens geeignet, um Kilometer zu fressen. Das gegenüber dem Standard-Insignia um 2,5 Zentimeter höhergelegte und für das Auto entsprechend abgestimmte Fahrwerk schluckt quasi jede Unebenheit. Und dank Alu-Unterfahrschutz kann der Fahrer auch getrost abseits asphaltierter Straßen fahren. Laut Opel entscheiden sich nur wenige Kunden ausschließlich wegen der Optik für das Auto, sondern wollen auch seine Offroad-Eigenschaften im Paket haben.

Ebenfalls serienmäßig sind die wählbaren Fahrmodi, die zum adaptiven Fahrwerk "FlexRide" gehören. Im Sport-Modus ist der Cross Country etwas straffer ausgelegt und hängt spontaner am Gas, im Tour-Modus ist er weicher, aber ohne schwammig zu wirken.

Dazu lassen sich die Modi individualisieren, also beispielsweise eine sportlichere Lenkungseinstellung mit der weicheren Dämpfungsvariante kombinieren. Ohne Fahrmodus-Auswahl wählt das System eigenständig die je nach Fahrweise beste Einstellung.

Ein wichtiges Thema bei modernen Autos ist "Individualisierung". Das hat Opel auch beim Insignia Country Tourer groß geschrieben, denn die Rüsselsheimer führen mit ihm die "Exklusive"-Linie ein. Hier lassen sich auch wilde Farbwünsche in die Tat umsetzen oder anstatt Chrom-Teile schwarz eloxierte Zierleisten ordern, so dass jeder Insignia Country Tourer als potenzielles Unikat vorfährt.

Erwähnenswert ist - neben den zahlreichen Assistenzsystemen wie Abstandstempomat mit automatischer Gefahrbremsung sowie Head-Up-Display - auch das LED-Matrix-Licht mit 32 LED-Segmenten und das Torque-Vectoring-System.

Anstatt das Auto in brenzligen Situationen mit einem Bremseingriff in der Spur zu halten, schickt das System mehr Drehmoment ans kurvenäußere Rad und hält das Auto so in der Spur - vorausgesetzt, man bleibt am Gas.

Der Allradantrieb verteilt die Kraft je nach Bedarf auf beide Achsen, so dass der Gelände-Kombi auch bei schlechter Witterung problemlos vorwärts kommt. Der Selbstversuch auf einem zugeschneiten Parkplatz zeigt: Das Allradsystem erfüllt seinen Zweck. Wintersportlern oder Menschen, die in bergigen Gegenden zuhause sind, die aber SUV grundsätzlich ablehnen, könnte die robuste Variante des Opel-Flaggschiffs gefallen. Wobei sich die Rüsselsheimer sicher auch nicht gegen Bestellungen von echten Flachland-Tirolern sträuben werden.

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