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Kompakt-SUV Volvo XC40 - erster Test Volvo XC40 2018

Sicher, schick, schwedisch

Der neue Volvo XC40 wildert im schicken Dress und mit gehobener Ausstattung ab Frühjahr 2018 im Revier der kompakten Premium-SUV.

mid/som

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Dass sich der neue Volvo XC40 vor keinem Konkurrenten verstecken muss, zeigt sich schon nach wenigen Kilometern beziehungsweise für Volvo-Fans natürlich schon auf den ersten Blick. Mit seinem breiten Markengesicht, dem optischen Unterfahrschutz und der mächtigen Kofferraumklappe, die auf Wunsch elektrisch öffnet und schließt, wirkt sein Auftritt massiv und für das Gröbste gerüstet.

Zur Auswahl stehen zur Markteinführung in Österreich und Deutschland am 9. März 2018 sowohl ein 44.587 Euro (D: 44.800 Euro) teurer und 190 PS starker Diesel- als auch ein mit 247 PS noch stärkerer Benzinmotor um 46.535 Euro (D: 46.100 Euro), dem im Sommer ein 156 PS starker Bruder für 31.600 Euro (D: 31.350 Euro) zur Seite gestellt werden soll. Auch eine Plug-in-Hybrid- sowie eine reine Elektrovariante sind geplant. Genauer gesagt sollen der Hybride Ende 2019 und das erste Volvo-eigene Elektroauto im Jahr 2020 auf den Markt kommen.

Unter diesen Voraussetzungen lohnt sich auf jeden Fall ein genauer Blick hinter die lackierte Fassade mit kleinen Details, wie der winzigen Schwedenflagge, die oberhalb des linken Kotflügels aus dem Motorraum zu lugen scheint. Unter der großen Motorhaube des Volvo XC40 T5 AWD ruht ein 2,0 Liter großer Vierzylinderbenzinmotor. Seine ordentliche Leistungsausbeute lässt ein dementsprechend zu erwartendes Sound-Spektakel vor dem geistigen Ohr ertönen. Falsch, wie sich noch herausstellen wird.

Am anderen Ende des 4,43 Meter langen Schweden herrscht eine gewaltige Leere. Und das ist selbstverständlich auch gut so, denn nur so lassen sich 460 Liter Gepäck verstauen. Wer allein oder zu zweit unterwegs ist und auf die drei auch für 1,90 Meter große Mitreisende ausreichend dimensionierten Fond-Sitze verzichten kann, legt sie einfach um - die Sitze, versteht sich.

Das Resultat sind weitere 876 Liter, sprich in Summe 1.336 Liter Stauraum. Werden die drei Plätze jedoch benötigt, lohnt es sich, die Fondpassagiere darauf aufmerksam zu machen, dass der Einstieg ein wenig beengt ist und sie auf ihre noch sauberen Hosenbeine achten mögen.

In der ersten Sitzreihe wird schnell deutlich, dass das gewünschte Ziel von Volvo - im Premiumsegment mitzuspielen - auch in der kleineren Baureihe realisiert wurde. Neben den klar ablesbaren Armaturen und dem leicht zu bedienenden neun Zoll großen Touchscreen wirken auch die Sitze, das Lenkrad sowie das Raumgefühl mehr als nur ansprechend.

Ist der Vierender im Volvo XC40 T5 AWD erst einmal mit den ersten Tropfen Benzin aus dem 54 Liter fassenden Treibstofftank durchspült, geht es auf Wunsch gemütlich los. Nach den ersten Bodenwellen, Straßeneinbauten oder Schlaglöchern zeigt sich bereits, dass es komfortabler kaum sein könnte.

An der Wirbelsäule kommt zumindest nahezu nichts an. Und auch die Lenkung ist spielend leicht zu bedienen, ohne dabei ausreichende Präzision vermissen zu lassen. Ein Drahtseilakt, der den Schweden schlicht und einfach gelungen ist.

Wer dem 350 Newtonmeter starken Benziner so richtig die Sporen gibt, wird sich gleich zweifach wundern. Zum einen sprintet das 1.775 Kilogramm schwere SUV in 6,5 Sekunden bis Tempo 100 und weiter bis 230 Kilometer pro Stunde - ganz ohne einen Gangwechsel der hervorragend arbeitenden Achtgang-Automatik spüren zu lassen.

Und zum anderen schafft er dies, ohne jeglichen Aufschrei seitens des Motors. Noch leiser, mit der Soundkulisse eines Elektroautos zu vergleichen, rollt er bei gemächlichem Autobahntempo daher. Bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h sind seine Insassen sogar teilautonom unterwegs - dank neuesten Assistenzsystemen, die ihn unter anderem sanft aber sehr zentral in der Fahrspur halten, darf der Fahrer auf die Unterstützung seines Schweden bauen.

An das von Volvo intern gesteckte Ziel, "dass bis 2020 niemand mehr in einem neuen Volvo ernsthaft verletzt wird oder den Folgen eines Verkehrsunfalls erliegt", ist daher nicht bloß zu hoffen, sondern zu glauben.

Damit beim Ein- oder Ausparken niemand zu Schaden kommt, dafür sorgen gleich mehrere Systeme. Das Eindrucksvollste ist neben dem automatischen Einparken selbst die 360 Grad-Kamera. Ihre Auflösung bietet auf dem Neunzöller im Cockpit ein solch klares Bild aus der Vogelperspektive, dass die Kinder im Fond lange Hälse machen und fragen welches Spiel oder welche Fernsehserie das nun sei.

Damit die Kids auch während der Fahrt bei Laune bleiben, bietet sich unter anderem die klangvolle Harman Kardon-Soundanlage an, mit der Hörspiele zum echten Hörerlebnis werden. Und für den Fall, dass es schon Schlafenszeit ist, ertönen leise Schlaflieder aus den 13 Boxen im neuen Volvo XC40 und die Sonnenblende des gewaltigen Glas-Schiebedachs wird zum Sternegucken zurückgefahren. Es soll auch das eine oder andere erwachsene Pärchen geben, das solch ein Ambiente noch zu schätzen weiß. Der neueste Schwede im Premiumkleid überzeugt.

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