Offroad

Inhalt

DS7 Crossback - erster Test DS7 Crossback 2018

Charmebolzen

Die Stärke des DS7 Crossback ist die Kombination aus Komfort, Eleganz und Verspieltheit - von der versenkbaren Uhr bis zum Scheinwerfer-Ballett.

mid/wal

Das erste SUV der zum PSA-Konzern (Peugeot-Citroen) gehörenden Marke "DS Automobiles" besitzt ein extravagantes Design mit vielen Feinheiten. Der offroad-taugliche Wagen beeindruckt nicht durch Größe. Seine Stärke ist die Kombination aus Komfort, Eleganz, Understatement und Verspieltheit.

Bei den Motoren bleibt noch Luft nach oben: Einstiegs-Aggregat ist ein 130-PS-Diesel, zum Österreich-Preis ab 36.190 Euro. Wir fuhren den durchaus kräftigen Turbodiesel mit zwei Liter Hubraum und 130 kW/177 PS (Ö: ab 42.690 Euro, D: ab 39.790 Euro). In puncto Fahrleistungen bleiben hier keine Wünsche offen.

Doch so kultiviert wie Karosserie und Interieur kommt das Antriebsaggregat nicht daher. Es röhrt und rattert bei Abforderung der Maximalbeschleunigung ziemlich rüde. In 9,5 Sekunden erreicht der geräumige Charmebolzen Tempo 100.

 DS7 Crossback 2018

Für diejenigen, die Diesel nicht (mehr) mögen, steht in Österreich lediglich ein 165 kW/225 PS starkes Vierzylinder-Aggregat zur Verfügung (ab 43.190 Euro), in Deutschland sind es drei Benziner, darunter auch ein Dreizylinder. Selbst der stärkste Benziner hat lediglich 1,6 Liter Hubraum. Die hinter diesen Motoren steckende Marken-Philosophie ist modern, da hier mit Effizienz gepunktet werden kann.

Das mit einer Länge von 4,57 Metern mittelgroße SUV ist nicht ganz billig, aber deutlich preiswerter als etwa ein BMW X3. Wer bei DS um die 40.000 Euro in die Hand nimmt, bekommt auch schon ein edel ausgestattetes Fahrzeug.

Unser Testwagen besaß das Leder-Interieur "Rivoli" (Aufpreis: 3.800 Euro), das bereits einen noblen Eindruck macht. "Opera" heißt die feinste Innen-Ausstattung, die dann aber auch mit 7.400 Euro extra zu Buche schlägt. "Inspirationen" nennen sich die nach Pariser Hotspots benannten Interieurs. Sitzkomfort und Ambiente vermitteln den Eindruck eines Premium-Fahrzeugs. Fahrleistungen und Fahrverhalten des Testwagens widersprechen dem guten Ersteindruck auch nicht.

Trotz seiner Geräumigkeit erweist sich der DS7 als sehr handlich. Souverän nimmt er enge Kurven auch bei zügiger Fahrweise. Und aufgrund seiner moderaten Länge von etwa viereinhalb Meter gestaltet sich die Parkplatzsuche entspannt. Die optionale Kamera (hinten, vorne und simulierte Draufsicht auf das Fahrzeug) macht das Einparken zu einer leichten Übung, auch in der Dunkelheit.

Apropos: Nachts macht das Auf- und Abschließen des Fahrzeugs besonders viel Spaß, denn im Dunklen haben die LED-Lampen in den Scheinwerfern ihren großen Auftritt. Die drehbaren Lichter vollführen sowohl nach dem Öffnen als auch nach dem Abschließen grazile Pirouetten. Eine Funktion hat der Tanz beim stehenden Fahrzeug nicht, Die Lichter drehen sich hier, weil sie es können. Und sie machen den DS7 um ein paar Grad mehr zum Hingucker.

Drucken

Ähnliche Themen:

31.10.2018
Rasender Zweitonner

Porsche bringt den Panamera als GTS, die Abkürzung für Gran Turismo Sport: mehr fahrerorientiert, mehr PS, mehr Drehmoment. Erster Test.

13.09.2018
Großer Bruder

Citroën schickt auf dem Pariser Autosalon den neuen C5 Aircross auf die Bühne. Und gibt auch noch einen Ausblick auf dessen Hybrid-Version.

23.12.2017
Neues Flaggschiff

Die Vienna Auto Show bildet den perfekten Rahmen, den neuen SUV DS 7 Crossback erstmals in Österreich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Talentierter Transporteur Peugeot 508 SW - Kombi im ersten Test

Gegenüber dem Vorgänger ist der neue Peugeot-Kombi 508 SW leicht geschrumpft. Dennoch passen 1.780 Liter Gepäck ins Heck. Erster Test.

Formel 1: News Neue Wege zur Formel-1-Superlizenz

Die Punktevergabe für eine Superlizenz wurde aktualisiert: Formel 2 bleibt am lukrativsten, auch regionale F3-Serien werden bedacht.

Zwei mit Charakter Triumph Scrambler 1200 XC und 1200 XE

Retro-Vorreiter Triumph präsentiert zwei neue Modelle mit modernen Features und klassischem Äußeren - die Scrambler 1200 XC und XE.

Rallye-WM: News Meeke holt Marshall anstelle von Nagle

Nach der Trennung von seinem langjährigen Beifahrer Paul Nagle setzt Kris Meeke im Toyota Yaris WRC auf Co-Pilot Sebastian Marshall.