Offroad

Inhalt

Ford Fiesta Active - erster Test Ford Fiesta Active 2018

Aktivposten

Ab sofort ist der Ford Fiesta Active als Kleinwagen-Crossover mit leichten SUV-Merkmalen und spezieller Fahrwerks-Abstimmung zu haben.

Georg Koman; mid/rs

Hier geht's zu den Bildern

Immer mehr Menschen stehen auf SUV oder Crossover. Zuerst waren es die bösen Buben, die sich am martialischen Auftritt großer SUV erfreuten, später kamen immer mehr Normalbürger dazu, die einfach bequemer einsteigen und die praktischen Vorteile genießen wollen.

In immer kleineren Fahrzeugklassen sind daher SUV, oder auch adaptierte Pkw-Versionen (Crossover), erhältlich. Der neue Fiesta Active gehört zur zweiten Gruppe: Er ist ein höher gelegter Fiesta-Fünftürer mit zusätzlich praktisch-robusten Features.

Er bietet 19 Millimeter mehr Bodenfreiheit, entsprechend erhöhte Sitzposition, dazu ein Frontantrieb mit universellen Talenten für viele Gelegenheiten - nämlich die Fahrmodi "Normal", "Eco" für sparsames Vorankommen und "Rutschig". Letzterer ist für Sand, Schotter oder Schnee gedacht - dann wirkt die Elektronik mit gezielten kleinen Brems- und Beschleunigungsimpulsen Über- oder Untersteuern schon im Ansatz entgegen.

Optisch ist der Fiesta Active nicht nur an seiner Höherlegung, sondern auch am serienmäßigen "Crossover-Bodykit" erkennbar. Dazu gehören unter anderem Stoßfänger vorne und hinten im speziellen "Active"-Design, Seitenschweller in Schwarz mit silberfarbenem Einsatz, Radkasten-Verkleidungen in Schwarz und 17-Zoll-Räder. Eine Dachreling gibt es auf Wunsch.

Die leicht erhöhte Sitzposition verbessert definitiv die Übersicht, das Ein- und Aussteigen fällt etwas leichter sowie auch das Beladen des Kofferraums, der mit 269 bis maximal 1.093 Liter Volumen für die meisten Zwecke ausreichend groß ist.

Die Preise für den neuen Leicht-Crossover Fiesta Active beginnen bei 17.650 Euro (Deutschland: 17.950 Euro) für die 85-PS-Version des EcoBoost-Dreizylinders, der außerdem in den Leistungsstufen 100, 125 und - wie von uns getestet - 140 PS erhältlich ist. Zwei Diesel-Varianten mit einem 1,5-Liter-Vierzylindermotor leisten 85 oder 120 PS.

Bei ersten Testfahrten über Stadt- und Landstraßen Südfrankreichs erwies sich der stärkste EcoBoost-Benziner im Fiesta Active als außerordentlich spritzig und kraftvoll. Der Dreizylinder-Benziner ist im Vergleich zur Konkurrenz außerordentlich kultiviert.

Überzeugen kann das Downsizing-Aggregat auch mit seiner Schubkraft: 180 Nm Drehmoment, die sage und schreibe zwischen 1.500 und 5.000 Touren ordentlich Druck machen. Die Sechsgang-Handschaltung fühlt sich wie bei allen Fiestas auch im Active knackig und präzise an und muss wegen des breiten Drehzahlbands nicht allzu intensiv betätigt werden.

Unsere Testfahrten mit dem 140-PS-Motor ergaben im Mix aus Autobahn, Landstraße und Stadtverkehr einen Praxisverbrauch von 6,9 Liter Benzin je 100 Kilometer - das ist deutlich mehr als der Normverbrauch (4,8 l/100 km), aber angesichts beherzter Fahrweise vor allem auf den kurvigen Landstraßen noch ein vertretbarer Wert.

Wer ein Auto höherlegt, muss weitere Maßnahmen ergreifen, damit der höhere Schwerpunkt nicht auf Kosten der Fahrstabilität geht. Die Ford-Ingenieure haben dem Fiesta Active deshalb Modifikationen gegönnt an den vorderen Achsschenkeln, der Lenkung, den Federn, den Stabilisatoren und den Stoßdämpfern.

Herausgekommen ist ein Fahrwerk, das zunächst auf städtischen Straßen mit Wellen und Buckeln straff erscheint. Wenn man jedoch auf kurvigen Landstraßen und in bergigen Serpentinen die Dynamik des Active-Fahrwerks genießt, weiß man diese Abstimmung zu schätzen. Die Lenkung wirkt sogar noch ausgewogener als beim Normal-Fiesta.

Der angenehm kleine Wendekreis von 10,4 Meter ist fast der gleiche wie bei den anderen Fiestas - schließlich soll der Active wendig genug für "urbane Abenteuer" sein. Ob Stadt oder Land: Das Zeug zum Kleinwagen für alle Fälle hat der Fiesta Active zweifellos.

Fünftüriger, leicht höher gelegter Kleinwagen, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Meter: 4,07/1,76/1,49/2,49, Leergewicht: 1.190 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.675, max. Zuladung: 485 kg, Kofferraumvolumen: 269 - 1.093 l, Tankinhalt: 42 l.
Motor: Reihendreizylinder-Benziner mit Turboaufladung, Hubraum: 998 ccm, Leistung: 103 kW/140 PS bei 6.000/min, max. Drehmoment: 180 Nm bei 1.500 bis 5.000/min, Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 9,7 s, Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h, Normverbrauch: 4,8 l auf 100 km, CO2-Ausstoß: 110 g/km, Sechsgang-Handschaltung, Frontantrieb.
Österreich-Preis: ab 19.550 Euro (Deutschland: ab 21.150 Euro).

Drucken

Ähnliche Themen:

20.12.2018
Lichtstark

Dank der leistungsstarken LED-Außenleuchte des Ford Transit können Handwerker an dunklen Wintertagen länger im Freien arbeiten.

09.12.2018
Jetzt geht's los!

Die Zeit der leeren Versprechungen ist vorbei: Mit dem Audi e-tron kommt Anfang 2019 endlich ein topmoderner deutscher Stromer zu den Händlern.

16.07.2018
Ganz schön gesalzen

Für einen Video-Spot schickt Ford den Fiesta ST in die Tiefe eines Salzbergwerks. Für spektakuläre Drifts sorgte Rallye-Ass Elfyn Evans.

Stern-Stunde Sammlung Wiesenthal bringt 5 Mio. Euro

Fünf Millionen Euro erzielte die Auktion von 13 Mercedes-Benz der Sammlung Wiesenthal, allein 1,5 Millionen brachte ein 300 SL Flügeltürer.

Formel 1: News Stoll nach 18 Tagen wieder im Amt

Da Thierry Koskas als designierter Sportchef Renault spontan verlassen hat, wurde sein Vorgänger Jérôme Stoll ins Amt zurückgeholt.

Race of Champions 2019 Nations´ Cup: Team Nordic triumphiert

Tom Kristensen/Johan Kristoffersson bezwingen im Nations´ Cup des Race of Champions in Mexiko Mick Schumacher und Sebastian Vettel.

Rallye-WM: News WM-Comeback von Grönholm für Toyota

Der zweifache Weltmeister Marcus Grönholm wird bei der Schweden-Rallye in einem Toyota Yaris WRC antreten; erster WM-Start seit 2010.