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Mitsubishi Eclipse Cross - im Wintertest Mitsubishi Eclipse Cross 2018

Der mit dem Elch tanzt

Mitsubishi hat seit kurzem den Eclipse Cross im Programm, das SUV-Coupé ist die erste echte Neuheit seit langem. Wir testen ihn bei Eis und Schnee.

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Während in mitteleuropäischen Städten die Rushhour tobt, geht es im Herzen Norwegens ganz beschaulich zu. Nur eine Handvoll Mitsubishi Eclipse Cross machen sich auf den Weg in die Einsamkeit der Wälder. 120 Kilometer durch verschneite Landschaft, ein echtes Winter-Wunderland. Ab und zu kommt ein Dorf. Und während der rund zweieinhalbstündigen Fahrt bekommen wir immerhin sieben Autos und zwei Räumfahrzeuge zu Gesicht - Rushhour auf Norwegisch.

Vermutlich begegnen einem unterwegs mehr Elche als Autofahrer - man merkt davon allerdings nichts. Zwar warnen überall Schilder vor den Waldbewohnern, zu Gesicht bekommt man die scheuen Tiere aber selten. Da kann auch der Eclipse Cross trotz roter Signalfarbe nicht weiterhelfen, neugierige Elche lockt er nicht an. Vielleicht hält sie auch das Wolfsgeheul fern. Man sollte sich sicherheitshalber nicht zu weit vom Auto entfernen. Dort ist es bei -5 Grad Celsius Außentemperatur sowieso gemütlicher.

Umso schöner, wenn man einen treuen Begleiter an seiner Seite hat. Als dieser erweist sich der neueste Mitsubishi, das erste Schrägheck-SUV der Marke, in der norwegischen Einsamkeit. Salz streut hier im Winter niemand, der Schnee türmt sich mannshoch an den Straßenseiten der teils sehr welligen Asphaltstrecken. Unebenheiten schluckt das ausgewogene Fahrwerk sehr gut, nur kurze Stöße gibt es an die Passagiere weiter.

Allradantrieb ist Pflicht im norwegischen Winter, zumindest, wenn man ordentlich vorwärts kommen möchte. Im Eclipse Cross sorgt ein optional verfügbares, intelligentes System dafür, dass optimaler Vortrieb erreicht wird. "Super All Wheel Control" (S-AWC)" mit Fahrdynamikregelung "Active Yaw Control" - sie ermittelt die richtige Bremsmomentverteilung zwischen den Vorderrädern - nennen die Japaner das System, das auf den Erkenntnissen mit der Sport-Limousine Mitsubishi Lancer Evolution von 2007 fußt.

Um sicher in der Spur zu bleiben, nutzen viele Norweger im Winter Reifen mit Spikes. Das macht auf den vereisten Straßen Sinn, wo sich die kurzen Nägel in die Oberfläche krallen. Mitsubishi hat für die Tour am Rande des Hardangervidda National Parks ebenfalls diese radikale Art der Winterbereifung aufgezogen, Sicherheit geht vor. Außerdem stehen nach der Ausfahrt noch vier Stationen auf dem "Ice Lake" an.

Wo sich Winterurlauber gerne die Schlittschuhe schnüren würden, dreht jetzt eine Gruppe Mitsubishi Eclipse Cross mit 163 Benziner-PS unter der Haube ihre Runden und gelegentlich auch Pirouetten, Spikes hin oder her. Auch die kommen natürlich irgendwann an ihre Grenzen.

Und da sich - anders als in einer Innenstadt - auf norwegischen Eisflächen weder Fußgänger, Radfahrer noch Gegenverkehr tummeln und auch Polarfüchse weit und breit nicht zu sehen sind, lassen sich diese Grenzen austesten.

Abflug garantiert, insbesondere dann, wenn die elektronische Stabilitätskontrolle (MASC) deaktiviert ist. Dann lässt sich der Eclipse Cross behutsam immer weiter Richtung Grenzbereich bewegen. Und wird dieser überschritten, verursacht das lediglich ein kleines Schneegestöber am Rand der Eispiste.

Wer seine Finger vom MASC-Schalter lässt, hat zwar weniger Spaß, lernt aber viel über das Thema Sicherheit. Denn der direkte Vergleich bei ein- und ausgeschaltetem System verdeutlicht, wie gut das Stabilitätsprogramm das SUV in der Spur hält.

Während ohne den elektronischen Helfer langgezogene Kurven auf der vereisten Piste schon bei etwas mehr als Innenstadt-Tempo im Drift durchfahren werden, erfüllt das System ganz behutsam seinen Dienst und bringt das Auto in die Spur zurück.

Das kostet Geschwindigkeit, ist aber sicher. Die gleiche Situation auf den Straßenverkehr übertragen, macht klar: Hier wäre das Auto auf die Gegenfahrbahn geschlittert, danach vielleicht im Graben gelandet. Mit Stabilitätskontrolle bleibt alles im grünen Bereich. Und auch beim Slalom zeigt sich: Dank des intelligenten Allrads lässt sich der Weg zwischen den Pylonen mit gezieltem Lenk und Gas-Einsatz meistern. Bei eingeschaltetem Anti-Schleuder-Assistent hilft das Auto noch stärker mit. So ließe sich sogar problemlos ein Elch umrunden. Aber die stehen ja im Wald und beobachten das Treiben als stille Genießer.

Viertüriges SUV der Kompaktklasse, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millimeter: 4.405/1.805/1.685/2.670, Leergewicht: 1.909-1.971 kg, Zuladung: 354-416 kg, Kofferraumvolumen: 359 - 1.140 l.
Antrieb: 4-Zylinder-Turbo-Benziner mit Direkteinspritzung, Hubraum 1.499 ccm, Leistung: 120 kW/163 PS bei 5.500 U/min, max. Drehmoment: 250 Nm bei 1.800 - 4.500 U/min, 0-100 km/h: 9,8 s, Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h, CVT-Automatikgetriebe, Allradantrieb, Normverbrauch: 7,0 l Super/100km, CO2-Ausstoß: 159 g/km.
Preis "Diamond": 38.900 Euro (Deutschland: "Top" 34.890 Euro).

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