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Neuer Subaru XV - erster Test Subaru XV 2018

Diesellos

Kompaktes Crossover-SUV aus Japan: Der Subaru XV tritt in zweiter Generation an - als hochbeiniger Bruder des ebenfalls erneuerten Impreza.

mid/rhu

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Der XV ist bisher nach dem Forester das beliebteste Subaru-Modell. Und das soll nach dem Willen der Japaner auch so bleiben. Entsprechend sorgfältig wurde die zweite Generation des kompakten Crossover-SUV auf ihren Auftritt vorbereitet. Die Schwerpunkte liegen bei Sicherheit und Komfort. Und: Der Diesel ist Geschichte.

Der neue XV baut auf einer völlig neuen Plattform auf, die auch für künftige Hybrid- und Elektroversionen genutzt werden kann. Für den Antrieb stehen nur noch zwei Benziner-Boxer zur Verfügung, mit 1,6 Liter Hubraum und 84 kW/114 PS und mit 2,0 Liter und 115 kW/156 PS. Ebenfalls typisch Subaru: Serienstandard sind sowohl ein permanenter Allradantrieb und eine stufenlose Automatik. Dank des X-Mode genannten Antriebsmanagement-Systems soll gerade in kritischen Fahrsituationen noch mehr Traktion parat stehen als bisher.

Ein mickrig ausgestattetes Basismodell gibt es beim XV nicht. Schon die unterste Ausstattungsstufe Pure (Deutschland: Trend) ist üppig bestückt, etwa mit adaptiver Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, Licht- und Regensensor, Klimaautomatik, Infotainment-System mit einem 6,5-Zoll-Display, CD-Player, Digitalradio und Smartphone-Anbindung per Apple CarPlay und Android Auto. Eine Sitzheizung vorn ist ebenso drin wie der Notbrems-, Spurhalte-, Spurleit- und Anfahrassistent. Und das zum Preis von 23.990 Euro (D: 22.980 Euro) und nur mit dem kleineren Motor.

In den Versionen Style ab 25.990 Euro (D: Comfort ab 25.980 Euro), Style Navi ab 27.990 Euro (D: Exclusive ab 27.480 Euro) und dem nur in Deutschland erhältlichen Exclusive+ (mit Zweiliter-Motor, ab 32.980 Euro) wächst das Ausstattungsvolumen schrittweise weiter an: 8-Zoll-Touchscreen, Navigation mit drei Jahren Gratis-Kartenupdates, LED-Scheinwerfer, schlüsselloses Zugangssystem, Fernlicht-, Spurwechsel-, Totwinkel- und Querverkehr-Assistent und in der obersten Stufe sogar noch die Ledersitze, der achtfach elektrisch verstellbare Fahrersitz, die Lenkradheizung und das elektrische Glasschiebedach: Da bleibt eigentlich kein Wunsch mehr offen.

Optisch und vom Format her hat Subaru das bisherige XV-Konzept verfeinert und modernisiert, nicht revolutioniert. Der Neue sieht einen Tick dynamischer aus, wirkt durchaus schick und bietet die beliebten SUV-Qualitäten wie erhöhte Sitzposition mit gutem Überblick und einfaches Ein- und Aussteigen.

Die Qualität der im Innenraum verwendeten Materialien und ihrer Verarbeitung ist spürbar gestiegen, die Bedienung der verschiedenen Menüs erfolgt weitgehend intuitiv, nur das etwas kleinere Lenkrad wirkt doch ein bisschen arg mit Tasten überfrachtet.

Das Platzangebot ist für ein Crossover im 4,47-Meter-Format in Ordnung, allerdings mit einer positiven Ausnahme: Die Beinfreiheit in Reihe zwei übertrifft sogar die deutlich größerer Fahrzeuge - die Fondpassagiere haben wirklich reichlich Platz.

Der Kofferraum wiederum ist mit 385 bis 1.290 Liter Fassungsvermögen unterdurchschnittlich ausgefallen. Außerdem bildet sich beim Umklappen der Rücksitze eine deutliche Stufe. Das können andere Kompakt-SUV besser.

Angenehm straff und trotzdem nicht unkomfortabel meldet sich das Fahrwerk zu Wort. Die Lenkung ist in der Mittellage ein wenig indifferent, eine klarere Rückmeldung wäre wünschenswert. Fahrdynamisch lässt der XV nichts anbrennen, speziell, wenn er vom stärkeren der Boxermotoren in Schwung gebracht wird.

Bei der ersten Ausfahrt präsentiert sich das 2.0-Liter-Aggregat als laufruhiger, stets spontan ansprechbarer und munterer Begleiter. Die Funktion des CVT-Getriebes ist Geschmackssache, wobei den Subaru-Technikern zugestanden werden muss, dass sie das Beste aus dem stufenlosen Antrieb herausgeholt haben. Lästiges Aufheulen des Motors beim Beschleunigen gehört fast komplett der Vergangenheit an.

Und schließlich bietet das Getriebe ja auch noch sieben manuell wählbare Stufen für alle, die sich mit dem Gummiband-Vortrieb wirklich gar nicht anfreunden können. Ein Kostverächter ist der größere Boxer definitiv nicht, bei den Testfahrten meldet der Bordcomputer Verbrauchswerte zwischen acht und neun Liter, der Norm-Durchschnittswert liegt bei 6,9 Liter Super je 100 Kilometer.

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