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VW Touareg - Test Vorserienmodell VW Volkswagen Touareg 2018

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Die dritte Generation des VW Touareg kommt mit sportlicherer Optik und dynamischeren Fahreigenschaften. Und einem ganz besonderen Lichtblick.

mid/Mst

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Am 23. März lässt Volkswagen die berühmte Katze aus dem Sack und enthüllt in Peking die dritte Generation des erfolgreichen Touareg. Peking hat den Zuschlag bekommen, weil China der am stärksten wachsende Automarkt weltweit ist und weil Chinesen wuchtige Autos "made in Germany" mögen, selbst wenn sie Unsummen an Steuern für ausländische Fahrzeuge hinblättern müssen. Doch bevor die Weltöffentlichkeit den Neuen zu Gesicht bekommt, durften wir bereits erste Eindrücke mit dem Touareg 2018 sammeln.

Vor dem Flughafen in Saragossa steht eine kleine Flotte halb getarnter Touaregs. Obwohl die komplette Front- und Heckpartie mit Tarnfolie beklebt ist, ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass VW viel dafür getan hat, das etwas biedere Image des Flaggschiffs loszuwerden. Man hat es eben schwer, wenn die beiden anderen der Konzern-SUV-Drillinge Porsche Cayenne und Audi Q7 heißen.

Zwar sei der Touareg von Anfang an im Premium-Segment akzeptiert worden, obwohl VW keine klassische Premium-Marke sei, sagt der verantwortliche Designer Frank Brüse. Dennoch wollte man bei der dritten Generation den letzten Mangel an Prestige beseitigen. Schon das Design mit den stärker betonten Radkästen und dem etwas breiter ausgestellten Hinterteil verrät, dass das neueste Volkswagen-SUV ganz offensiv aus dem Schatten seiner Brüder tritt. Und das mit einem breiten Grinsen in der Frontpartie.

Der wuchtige Kühlergrill und die hoch angesetzte Motorhaube suggerieren dem Betrachter Stärke und Robustheit, ohne dabei die optische Aggressivität der Marke mit den vier Ringen an den Tag zu legen. Gegenüber dem Vorgänger ist der 2018er Touareg etwas größer geworden: Er ist 4.878 Millimeter lang (+77 mm), 1.984 Millimeter breit (+44 mm) und 1.702 Millimeter hoch (-7 mm). Deutlich gewachsen ist das Kofferraumvolumen. Statt wie bisher 697 passen jetzt 810 Liter bei aufgestellter Rückbank in den Laderaum.

Der Touareg sei das "Urmeter der Qualität", sagt Volkswagen-Sprecher Martin Hube, verantwortlich für die Baureihen Midsize/Fullsize. Qualität bedeutet in diesem Fahrzeugsegment eine gesunde Mischung aus Premium-Anspruch, Sportlichkeit und Belastbarkeit. Und natürlich eine Verarbeitung und Materialauswahl, die wenig bis nichts zu kritisieren lässt.

Der erste Eindruck ist beim Neuen durchweg positiv, auch wenn die Türverkleidungen aus Kunststoff sind, und nicht etwa mit Stoff oder gar Leder bezogen. Besonders das neue, digitale und erstmals im Touareg erhältliche "Innovision Cockpit" überzeugt mit seinen vielfältigen Funktionen und dem Premium-Gefühl, das es vermittelt.

Wer sich das aufpreispflichtige und aus dem Top-Infotainmentsystem "Discover Premium" und dem "Digital Cockpit" bestehende System gönnt, wird mit einer 27 Zoll großen digitalen Schaltzentrale belohnt, die bereits im Vorserien-Modell richtig Eindruck macht.

Sie ist personalisierbar und kann Anzeigen wie Navigationskarten oder klassische Instrumentierungen in unterschiedlichen Größen darstellen, je nach Geschmack. Knöpfe und Schalter sind auf ein Minimum reduziert, im neuen Touareg wird berührt und gewischt, bis die Augen funkeln.

Ebenfalls leuchtende Augen erzeugen bei einem SUV dieser Preis- und Fahrzeugklasse so wichtige Werte wie 3,5 Tonnen Anhängelast, die neu entwickelte Hinterachslenkung, die Luftfederung mit elektronisch geregelten Dämpfern sowie die "elektromechanische, aktive Wankstabilisierung" (eAWS).

Sind die letztgenannten drei elektronischen Helfer an Bord, fährt sich der Touareg wie ein Auto, das eine Klasse kleiner ist. Im Hinterland von Saragossa mit seinen kurvigen Landstraßen, die sich durch die karge, hügelige Landschaft schlängeln, kann der Touareg absolut überzeugen.

Nach zwei Stunden Fahrt reibt man sich die Augen: Denn so agil sind selten 2-Tonnen-Autos, an die kein Haustuner Hand angelegt hat. Was VW in Sachen Fahrwerksabstimmung bei seinem Flaggschiff geschafft hat, ist ein dickes Kompliment wert. Das Auto lässt sich so präzise durch die Kurven zirkeln und liegt dabei - natürlich auch dank der Wankstabilisierung - so satt auf der Straße, dass man kerzengerade Strecken am liebsten aus der Landkarte tilgen möchte.

Unterstützt wird der gute Fahreindruck auch vom tadellos agierenden 4Motion-Allradantrieb und dem ruckel- und kraftverlustfrei schaltenden 8-Gang-Automatikgetriebe. Unter der Haube steckt beim Vorserien-Testwagen ein 3.0 TDI, der 286 PS leistet, mit 600 Newtonmeter Drehmoment aufwarten kann und keine Wünsche offen lässt. Das Aggregat erfüllt die neueste EU-6-Abgasnorm.

Und noch einen echten Lichtblick hat VW im Angebot: den Nachtsichtassistenten "Nightvision", der mittels Wärmebildkamera die von Lebewesen ausgehende Infrarotstrahlung erkennt. Nimmt das System Mensch oder Tier ins Visier, dann blinzelt das Matrix-LED-Licht die Erkannten an - und für den Fahrer markiert das System die potenzielle Unfallgefahr im digitalen Cockpit. Das gab es noch nie in einem Auto mit VW-Logo - und das ist wirklich Premium-Klasse.

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