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Ford Ecosport 1.0 EcoBoost 140 ST-Line - im Test Ford EcoSport ST-Line 2018

Punktlandung

Der Ford EcoSport erhielt via Facelift das neue Familiengesicht sowie einen Armaturenträger im Look des neuen Fiesta. Wir testen den 140-PS-Benziner.

Text: Klaus Brieter/mid; Fotos: Georg Koman

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Das hat Ford fein hinbekommen: Als in Europa die Autokäufer immer häufiger zu kleinen SUVs griffen, konnte Ford einfach ins Regal greifen und das passende Auto liefern.

Denn in Brasilien wurde schon länger ein Fahrzeug gebaut, das genau in dieses Marktsegment passt: der EcoSport. Er musste nur ein wenig europäisiert werden - und schon konnte es 2014 losgehen.

Womit? Mit Recht: In Europa rollte das Mini-SUV bis 2017 zu 150.000 Kunden. Im Herbst 2017 wurde der Ford EcoSport innen und außen ordentlich aufgehübscht und aktualisiert, damit der Schwung bei den steigenden Zulassungszahlen nicht nachlässt. Wir haben den neuen EcoSport mit dem kräftigsten der Dreizylinder-Benzinmotoren und der gehoben-sportlichen Ausstattung ST-Line unter die Lupe genommen.

Der knuffige Ford wird besonders jenen Kunden Spaß machen, die gern etwas höher sitzen, auf mehr Platz als in einer Kleinwagen-Limousine spekulieren und dennoch auch in knapp geschnittene Parklücken einfädeln müssen.

Für den überwiegenden Betrieb in der Stadt reichen auch die schwächeren Motoren mit 100 und 125 PS aus, aber die 140 PS starke Version macht besonders auf freier Strecke außerorts mehr Spaß, zumal sich der Benzinverbrauch nominell nicht erhöht. Schließlich möchte man auf der Landstraße auch einen Lkw mit möglichst wenig Stress überholen.

Wer dagegen mehr Wert auf das Durchkommen im schweren Geläuf oder auf SUV-Souveränität bei winterlichen Verhältnissen legt, der sollte sich überlegen, ob er lieber zur Allradversion greift, die jedoch nur in Kombination mit dem brandneuen, 125 PS starken 1,5-Liter-Diesel "EcoBlue" lieferbar ist.

Gegenüber der ersten Version hat der EcoSport in Sachen Materialqualität nochmals spürbar zugelegt. Das Interieur - es stammt praktisch 1:1 aus dem neuen Fiesta - wirkt hochwertig, ist ergonomisch gestaltet und auf Wunsch mit einem acht Zoll großen Touchscreen im optimalen Sichtfeld zu haben, der bei hohem Anspruch an die Konnektivität und bei Navigationsaufgaben wertvolle Hilfe leistet.

So ganz nebenbei wurde auch die Zahl der Fahrerassistenzsysteme erhöht. Dazu gehören Tempomat, Toter-Winkel-Assistent und Rückfahrkamera. Und auch das: Hat man der ersten Europa-Version des Ford EcoSport noch angemerkt, dass sein Fahrwerkskonzept, für Brasilien oder Indien entworfen worden war, sorgen nun optimierte Feder-/Dämpferraten, angepasste Lenkübersetzung und modifizierte Radführungen für eine harmonischere Balance aus Federungskomfort und Handling.

Beim Zusteigen fallen die neu konstruierten Sitze auf, die mehr Komfort bieten. Das von etlichen Schaltern und Knöpfen entrümpelte Cockpit wird von einem griffigen Lederlenkrad dominiert. Die zentralen Rundinstrumente mit Ford-typischen blauen Zeigern sind gut ablesbar, und die meisten Bedienelemente praxisgerecht gestaltet. Die Freude über die zahlreichen Ablagen ist groß, lediglich jene in den Türen sind etwas flach geraten.

Zu den Schokoladenseiten des EcoSport gehört sein moderner Antrieb, der selbst dann sparsam bleibt, wenn mal das zügigere Erreichen eines Ziels auf dem Plan steht. Wir kamen im gemischten Betrieb mit sechs bis sieben Liter Super je 100 Kilometer aus.

Das Sechsgang-Getriebe lässt sich ohne Mucken schalten und ist gut abgestuft. Auch das Sicherheitskonzept überzeugt: Zu den sieben Airbags gehören auch ein spezieller Knie-Airbag auf der Fahrerseite sowie seitliche Vorhang- und spezielle Seiten-Airbags. Damit ist der Kleine gut gerüstet, wenn es doch einmal hart auf hart geht. Ein Sonderlob verdient die Klimaanlage (in der ST-Line serienmäßig): Sie wird selbst mit Außentemperaturen um die 30 Grad Celsius in kürzester Zeit spielend fertig.

Die Preisliste beim Ford EcoSport beginnt in der 100-PS-Basismotorisierung bei 20.800 Euro (Deutschland: 18.590 Euro). Mit dem stärksten Motor und der optisch wie technisch feinen ST-Line sind nach wie vor faire 25.800 Euro (D: 24.590 Euro) fällig.

Übrigens: Der EcoSport ist inzwischen auch von seinem Geburtsort her ein echter Europäer geworden, denn die Versionen für unseren Markt rollen im Ford-Werk von Craiova in Rumänien vom Band. Das schafft kurze Wege zu europäischen Trends.

Fünftüriges SUV der Kompaktklasse, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4096/1765/1,653/2519 mm, Leergewicht: 1.348 kg, Zuladung: 377 kg, Tankinhalt: 52 l, Kofferraumvolumen: 356-1.238 l, Motor: 3-Zyl-Turbo-Benziner, Hubraum 998 ccm, Leistung: 103 kW/140 PS bei 6.300 U/min, max. Drehmoment: 180 Nm bei 4.400 U/min, 0-100 km/h: 10,2 s, Höchstgeschwindigkeit: 186 km/h, 6-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb, Durchschnittsverbrauch: 5,2 l Super/100km, CO2-Ausstoß: 119 g/km.
Preis: 25.800 Euro (Deutschland: 24.590 Euro).

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