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Kia Stonic 1,0 TGDI Gold - im Test Kia Stonic 2018

Pflastersteinchen

Für die Durchquerung des Großstadtdschungels bietet nun auch Kia ein kleines SUV an. Wir nehmen und den Stonic mit 120-PS-Benziner vor.

Text: Tanja Pitzer
Fotos: Bernhard Reichel

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Mazda CX-3, Nissan Juke, Renault Captur, Peugeot 2008, Opel Crossland X, Seat Arona - das Angebot der kleinen City-SUV wird immer dichter, jetzt mischen auch noch die auf der Erfolgswelle reitenden Koreaner mit.

Mit dem Kia Stonic betritt ein Kandidat mit verlockendem Preis, solider Qualität, langer Garantie und zu guter Letzt feschem und trendigem Äußeren. Der Stonic setzt auf knallige Farben und auf Wunsch auch auf Zweifarb-Lackierung. Die Schweinwerfer wirken etwas grimmig, dafür wird die restliche Front nicht durch große, böse Lufteinlässe versiebt.

Der Immenraum wirkt grundsolide, aufgeräumt und funktional. Schalter und Drehregler erfreuen das analoge Herz sowie die Bedienungssicherheit. Das 7-Zoll-Dislay, das bereits zu Basisausstattung gehört, ist recht hoch angebracht und dadurch sehr gut bedienbar. Man findet dort ebenso schnell sämtliche Funktionen wie im übrigen Cockpit.

Doch genau wie bei Hyundai funktioniert die Sprachsteuerung leider nur Apple Carplay oder Android Auto. Verfügt man über kein solches Smartphone oder möchte nicht jedes Mal eine Kabelverbindung herstellen, muss man auf die Sprachsteuerung verzichten

Herzstück des Kia Stonic ist ein Einliter-Dreizylinder-Turbobenziner. Geschaltet wird manuell via Sechsgang-Schaltgetriebe. Der 120 PS-Motor liefert 172 Nm maximales Drehmoment. Das klingt zwar nach nicht viel, doch diese stehen zwischen 1.500-4.000 Umdrehungen vollzählig zur Verfügung, wodurch man gerade in der Stadt ideal motorisiert ist. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10,3 Sekunden ist ebenfalls ein passabler Wert.

Das exakte Getriebe möchte gerne möglichst rasch bis in den sechsten Gang geschaltet werden. Auf der Autobahn kommt man ebenfalls flott voran, auch wenn man hier merkt, dass es nicht ganz das bevorzugte Revier des Stonic ist.

Das Fahrwerk ist eine gute Mischung aus straff und komfortabel, auch auf längeren Strecken und in Kurven. Die Lenkung besticht durch ihre Leichtgängigkeit, ohne an Präzision zu verlieren. Einziger Wehrmutstropfen: ständig bimmelt irgend etwas, ob im Stand oder während der Fahrt. Die übervorsichtigen Assistenzsysteme sind schlicht nervig.

Gerade einmal 4,14 Meter lang und 1,76 Meter breit ist das kleine SUV. Damit hat der Kia Stonic das Eigenschaftswort „kompakt“ wirklich verdient. Trotzdem bietet er genug Platz für den Alltag. Man hat nie das Gefühl eingezwickt zu sein. Im Gegenteil, der Seitenhalt der Sitze dürfte sogar noch ein wenig verbindlicher sein, aber sonst ist genug Kopf- und Beinfreiheit vorhanden.

Das Kofferraumvolumen ist aufgrund der kompakten Fahrzeuggröße nicht extrem üppig, lässt sich aber mit umgeklappten Rücksitzen von 352 auf 1.155 Liter erweitern. Durch den variablen Ladeboden ergibt sich wahlweise eine nahezu ebene Ladefläche oder etwas mehr Platz für hohe Gepäckstücke im Kofferraum.

Die Übersicht nach schräg hinten ist, wie bei nahezu allen modernen Autos, aufgrund breiter C-Säulen und kleiner Fensterflächen eher dürftig. Einparkhilfe und Rückfahrkamera leisten hier Abhilfe. Letztere zeigt aber in der Nacht kein besonders gutes Bild.

Der Verbrauch soll laut Werk bei 5.0 Litern liegen. In der Praxis muss man aber eher mit 6,7 Litern rechnen, was für diese Fahrzeuggröße und Gewicht schon etwas viel ist.

Den Kia Stonic gibt es ab 15.590 Euro mit 84-Benziner-PS und ab 17.890 Euro mit dem 120 PS starken Einliter-Turbobenziner - jeweils in der Basisausstattung „Titan“. Hier sind Klimaanlage, elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel, Bluetooth Freisprecheinrichtung, 7-Zoll-Display, Lederlenkrad mit Lenkradheizung und Sitzheizung vorne bereits inkludiert. Bei „Silber“ gibt es unter anderem LED-Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer, Einparkhilfe hinten, Regensensor und statisches Kurvenlicht dazu.

Die getestete Topausstattung „Gold“ beinhaltet zudem ein Navigationssystem mit Spracherkennung, Rückfahrkamera, Notbrems- und Fernlichtassistent, selbstabblendenden Innenspiegel, Spurverlassenswarner, LED-Rückleuchten und Tempomat. Der Preis des Testfahrzeugs liegt mit 120-PS-Benziner bei 22.090 Euro.

An Extras gibt es neben Metallic-Lack (500 Euro) und Zweifarb-Lackierung (900 Euro) noch das Paket Gold um 1.100 Euro an Bord, das Glasschiebedach, Alupedale und schlüssellosen Zugang enthält.

Plus
+ praktisch-kompaktes Format
+ ausreichende Platzverhältnisse
+ gute und schnelle Sitz-/Lenkradheizung
+ fairer Kaufpreis
+ sieben Jahre Fahrzeuggarantie

Minus
- zu viel akustisches Assistenzsysteme-Feedback
- Sprachsteuerung nur über Smartphone möglich

Resümee
Mit dem Kauf des praktischen, kompakten und feschen Kia Stonic kann man nicht viel falsch machen. Ausstattung, Garantie und Preisgestaltung sind ansprechend und attraktiv. Allrad und Automatikgetriebe sucht man vergeblich, vermisst man aber auch nicht.

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