Offroad

Inhalt

Maserati Levante S Q4 GranSport - im Test Maserati Levante GranSport SQ4 2018

Italienischer Sportsgeist

Der Name des Maserati Levante kommt von einem Mittelmeer-Wind. Und es stürmt auch gewaltig, wenn der Pilot des noblen Italo-SUV Gas gibt.

mid/rhu

Hier geht's zu den Bildern

Auch wenn der getestete Maserati Levante S Q4 den Beinamen GranSport trug und der logischerweise im Vergleich zum GranLusso (großer Luxus) die dynamischere Vorstellung abliefert: Auf Wunsch und im Komfort-Modus gibt der Levante wie sein Namensvetter das sanfte Lüftchen, gleitet entspannt und ruhig über den Asphalt und empfiehlt sich gerne auch als nobler Kilometerfresser für bis zu fünf Personen plus deren Gepäck.

Klar ist aber auch, dass es für auch nur ansatzweise autophile Menschen nur einen Lieblingsplatz im Levante geben kann: den wie maßgeschneidert passenden Sportsitz vorne links mit 12-Wege-Verstellung und Memory-Funktion.

Dreiliter-V6-Benziner, Achtgang-Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad, Allradantrieb: Diese Konfiguration verspricht muntere Fortbewegung, viel Traktion und hohe Sicherheitsreserven bei schlechten Straßenverhältnissen. All das trifft für das Fahrgefühl im Levante SQ4 zu, schließlich liefert der Motor beachtliche 316 kW/430 PS ab und ermöglicht die seinem Auftritt entsprechenden Fahrleistungen. 5,2 Sekunden für den 0-bis-100-Spurt, 264 km/h Spitze - das passt zu Charakter und Design des eleganten Verführers, der für jede Menge italienische Momente im Leben sorgt.

Wer das SUV mit dem Dreizack an der chromglänzenden Front artgerecht bewegt, wird mit den 10,9 Litern Normverbrauch nicht auskommen, der Test zeigte, dass Werte zwischen 15 und 18 Liter der Realität deutlich näher kommen.

Und er bewies außerdem, dass jeder Zehntelliter Sprit gut investiert ist. Denn die Kombination aus ordentlich Power, SUV-Überblick, adaptiver Luftfederung und Skyhook-Fahrwerk mit kontinuierlicher Dämpferanpassung und dynamischer Fahreinstellung sorgt zusammen mit dem tendenziell eher spät, aber zuverlässig eingreifenden Stabilitätssystem für einen bestimmenden Eindruck: großen Spaß in der Kurve.

Fast könnten die Passagiere vergessen, dass sie in einem knapp 1,70 Meter hohen Allrad-Gefährt unterwegs sind, so behände schwingt der nicht gerade leichtgewichtige Levante durch knackige Kurven-Kombinationen. Die elektrische Servolenkung passt gut ins Gesamtpaket, sie liefert konstant die passende Rückmeldung von der Straße.

Feines Leder und sonstige noble Materialien dominieren den Innenraum, italienischer Schick und einige dem GranSport vorbehaltene sportliche Attribute fördern das Wohlbefinden der Passagiere, die dank des 580 Liter großen Kofferraums nicht mit Gepäck sparen müssen.

Für Infotainment auf aktuellem Niveau sorgen unter anderem das 8,4 Zoll große Maserati Touch Control mit DAB+-Radio, Apple CarPlay und ein SD-Kartenleser plus eine ganze Phalanx an Assistenzsystemen, von der Verkehrszeichenerkennung über den Querverkehrswarner bis zur automatischen Distanzregelung. Positiv fällt auf, dass der Umgang mit dem Levante weitgehend intuitiv erfolgt - die Gewöhnungsphase ist relativ kurz.

Das Testfahrzeug trat mit einem sechsstelligen Basispreis von 119.190 Euro (Deutschland: 98.370 Euro) an, fünfstellig bleibt mit 87.940 Euro hierzulande nur der 275 PS starke Levante Diesel. Diverse Extras wie das Zugangspaket mit Kick-Sensor, Premium- und Fahrassistenz-Paket oder die Applikationen aus hochglänzendem Karbonerhöhen den Fahrzeugpreis ja nach persönlichen Vorlieben aber nochmals deutlich, in unserem Fall um gut 20.000 Euro. Damit bewegt sich die italienische Alternative preislich in guter Premium-Gesellschaft.

Fünftüriges SUV mit fünf Sitzplätzen, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millimeter: 5.003/1.968/1.679/3.004, Leergewicht: 2.109 kg, Kofferraumvolumen: 580 l, Tankinhalt: 80 l; Wendekreis: 11,7 m.
Antrieb: V6-Benziner, Hubraum: 2.979 ccm; Leistung: 316 kW/430 PS bei 5.750 U/min, max. Drehmoment: 580 Nm bei 4.500 bis 5.000 U/min., Allradantrieb, Achtgang-Automatikgetriebe, Höchstgeschwindigkeit: 264 km/h, 0 bis 100 km/h: 5,2 s, Durchschnittsverbrauch: 10,9 l Super je 100 km, CO2-Ausstoß: 253 g/km. Testverbrauch: 15-18 l Super je 100 km.
Österreich-Preis: ab 119.190 Euro (Deutschland: ab 98.370 Euro).

Drucken

Ähnliche Themen:

24.03.2018
Bruder Leichtfuß

Der Skoda Karoq - kleiner Bruder des Kodiaq - stellt sich unserem Test in der nach wie vor beliebten Kombination aus 150-PS-Diesel und 4x4-Antrieb.

22.03.2018
Auf die Ohren

Eine Woche auf dem Pilotensitz des McLaren 570S Spider offenbart eine neue Weltanschauung. Alles dreht sich nur noch um den Carbon-Sportler.

22.03.2018
Lifestyle-Monster

Die neue Scrambler 1100 von Ducati fährt sich nicht ganz so agil wie ihre 800er-Schwester, ist aber das deutlich erwachsenere Motorrad. Erster Test.

Die Regenmacher Wettersimulation total im Ford-Testzentrum

Schnee im Juli oder Hitzewelle zu Weihnachten? Das neue Klima-Windkanal-Testzentrum von Ford simuliert jedes Wetter zu jeder Zeit.

Voller Erfolg 12.-13. Mai: 30. Oldtimer Messe Tulln

Insgesamt 28,500 Besucherinnen und Besucher und mehr als 800 Aussteller aus 16 Nationen fanden sich heuer bei der Oldtimer Messe Tulln ein.

F1-Test: Barcelona III Verstappen mit Bestzeit zum Auftakt

Der Niederländer erzielte am ersten Tag der Testfahrten in Barcelona Bestzeit, er war um 34 Tausendstel schneller als Sainz junior.

DTM: Lausitzring Wehrlein gibt Tempo im 1. Fr. Training vor

Die erste Lausitzring-Bestzeit geht an Pascal Wehrlein, der Mercedes-Pilot ist im ersten Freien Training klar vorn. Lucas Auer vorerst nur Zehnter.