Offroad

Inhalt

Opel Grandland X 1.5 CDTI BlueInjection - im Test Opel Grandland X 2018

Alleskönner?

Der Grandland X ist der neueste und größte Vertreter der Opel X-Men. Wie testen den 4,48 Meter langen Crossover mit brandneuem 130-PS-Diesel.

Text: Georg Koman, Mirko Stepan/mid
Fotos: Georg Koman

Hier geht's zu den Bildern

Fesch ist er, der Opel Grandland X. Opel hat beim Bruder des Peugeot 3008 eine absolut eigenständige Linie gefunden. Trotz fast gleicher Abmessungen und sehr ähnlichen Proportionen scheint kein Blech- oder Kunststoffteil gleich zu sein.

Apropos Kunststoffe: Solche dominieren im Innenraum das Bild. Die machen zwar einen gut gewählten und verarbeiteten Eindruck, als Türverkleidungen würden Stoff-Einlagen aber deutlich hochwertiger wirken. Zudem dringen die Geräusche des Vierzylinder-Diesels bei höheren Geschwindigkeiten vernehmlich in den Innenraum vor.

In Sachen Durchzug hält sich der brandneue, 1,5 Liter große und 130 PS starke Selbstzünder (er erfüllt die neueste Abgasnorm Euro 6d-Temp und ersetzt den Vorgänger, der aus 1,6 Litern Hubraum nur 120 PS geholt hat) wacker. 300 Newtonmeter Drehmoment ab 1.750 Touren sorgen für einen bulligen Antritt. Das Sechsgang-Schaltgetriebe ist zwar präzise, aber einmal raufgeschaltet, kann man aufgrund des satten Durchzugs auch mal längere Zeit die Finger davon lassen.

11,3 Sekunden dauert der Spurt auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 192 km/h. Von der durstigen Sorte ist das Aggregat auch nicht. Die epochalen 3,9 Liter Normmixwert waren im Test zwar nicht zu erreichen, aber mit rund fünf Litern durchzukommen, ist ohne echte Zurückhaltung möglich.

Richtig glänzen kann der Grandland X in Sachen Komfort, vor allem auf längeren Strecken. Das Fahrwerk ist ausgewogen, Fahrbahnunebenheiten schluckt der Crossover-Opel gekonnt. Und auch die umfangreiche Serienausstattung der Top-Linie "Ultimate" sorgt für echte Wohlfühlatmosphäre. Die AGR-zertifizierten Ergonomiesitze (Serie für Fahrer und Beifahrer) bieten sehr guten Seitenhalt, Annehmlichkeiten wie LED-Scheinwerfer, schlüsselloser Zugang, Lenkrad- und Sitzheizung für Front und Fondspassagiere und Zweizonen-Klimaautomatik runden das Paket ab.

Dazu kommt - ebenfalls serienmäßig - das Multimedia-System "Navi 5.0 IntelliLink" mit 8-Zoll-Touchscreen, Freisprecheinrichtung via Bluetooth, Navigation und Kompatibilität mit Apple Carplay und Android Auto sowie der - bis Ende 2020 erhältliche - Online-Assistent "OnStar", mit dessen Hilfe sich beispielsweise via Knopfdruck Kontakt zu einem Opel-Mitarbeiter herstellen lässt, der dem Grandland-Fahrer die Route zum Wunsch-Restaurant direkt ins Navi einspeist.

Richtig gut ist auch das Kofferraumvolumen des Crossovers: 514 bis 1.652 schluckt das Gepäckabteil, das sind bei umgelegter Rücksitzlehne nur sieben Liter weniger als die Kombivariante des Insignia - und die ist einen halben Meter länger als der Grandland X.

Zahlreiche weitere Assistenten erleichtern dem Fahrer das Leben und sorgen für ein Plus an Sicherheit. Dazu gehören unter anderem ein Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, die Müdigkeitserkennung und der Spurhalte-Assistent.

Außerdem sorgt eine 360-Grad-Kamera, die zum Parkpiloten gehört, für freie Sicht in alle Richtungen. Das ist vor allem beim Rückwärtsfahren eine echte Hilfe, da - wie bei vielen modernen Autos - der Blick nach hinten und schräg hinten nicht optimal ist.

Das ist dem Design geschuldet, was sich zweifellos als frisch bezeichnen lässt. Markantestes Merkmal ist der die neuen Opel-Modelle kennzeichnende Kühlergrill mit den von links und rechts zur Mitte hin verlaufenden abgeknickten Zierstreben. Auch das beim Adam eingeführte "schwebende Dach" mit der markanten Chrom-Zierleiste ist ein Hingucker, vor allem bei einer der angebotenen Zweifarblackierungen.

Angesichts der Ausstattungsfülle ist der Opel Grandland X mit 36.050 Euro ausgesprochen fair bepreist. Dabei handelt es sich um einen Sonderpreis für Privatkunden, für Firmenkunden gilt der Normaltarif von 37.050 Euro. Wer lieber mittels Achtgang-Automatik unterwegs ist, erhält diese zum Aufpreis von 1.800 Euro. Wer hingegen meint, mit der auch nicht ärmlich ausgestatteten Basisausstattung "Edition" durchzukommen, ist mit dieser schon ab 28.050 Euro dabei.

Drucken

Ähnliche Themen:

19.10.2018
Der Mythos bollert

Am Steuer des 460 PS starken Ford Mustang Bullitt darf man sich ein bisschen wie Lieutenant Frank Bullitt, sprich: wie Steve McQueen, fühlen.

16.10.2018
Raumgleiter

Der Van-Bruder des VW Golf - der Golf Sportsvan - wurde via Facelift optisch und technisch modernisiert. Wir testen ihn mit 115-PS-Dieselmotor.

01.09.2017
Großes Land

Mit dem neuen 4,48 Meter langen Grandland X steigt Opel in die Klasse der ausgewachsenen Kompakt-SUV ein. Weltpremiere feiert er auf der IAA.

Grand Prix der U.S.A. Hamilton mit Pole und halber Miete für Titel

Lewis Hamilton war im Qualifying in Austin erneut nicht zu schlagen, Vettel ist Zweiter, startet aber von Platz fünf. Aufhängungsbruch bei Verstappen.

Motorrad-WM: Motegi KTM sammelt mit beiden Fahrern Punkte

Pol Espargaró und Bradley Smith mischen beim Grand Prix von Japan am Rande der Top 10 mit; KTM kämpft um den Einzug ins Spitzenfeld.

Kein Name ist Programm Harley-Davidson FXDR 114 - erster Test

Die neueste Harley-Davidson heißt FXDR 114 - was mehr ist als der Verzicht auf einen martialisch-coolen Namen. Es ist der Beginn einer neuen Ära.

DRM: Drei-Städte-Rallye Drüge gewinnt ADAC Rallye Masters

Florian Just sichert sich mit Divisionssieg den Vizetitel des ADAC Rallye Masters. Trotz Ausfall wird Hermann Gassner jr. noch Dritter.