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Skoda Kodiaq Scout 2.0 TDI 4x4 DSG - im Test Skoda Octavia Scout 2018

Gelände wagen

Der Skoda Kodiaq Scout ist nicht nur optisch, sondern auch tatsächlich ein Typ für Ausflüge abseits geteerter Wege. Wir testen ihn mit 190-PS-TDI.

Text: Bianca Burger/mid, Rudolf Huber/mid
Fotos: Georg Koman

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Viele SUV-Modelle der letzten Jahre bieten bekanntermaßen mehr Schein als Sein. Sie gaukeln durch ihren recht martialischen Auftritt vor, für jede Schlammschlacht im groben Gelände gerüstet zu sein. Dabei ist es mit ihren Offroad-Fähigkeiten oft nicht weit her.

Beim Skoda Kodiaq Scout ist das anders. Der ist nicht nur optisch, sondern auch in der Realität der Typ für Ausflüge abseits geteerter Wege. Nicht gerade ein Hardcore-Profi. Aber ein sehr begabter Amateur, mit dem man auch mal mehr Gelände wagen kann.

Das zeigt sich schon daran, dass der tschechische Pfadfinder grundsätzlich mit Kraft auf alle vier seiner 19-Zöller ausgeliefert wird. Typisch für ihn sind silberne Designelemente an Kühlergrill, Außenspiegelgehäuse und an den Einfassungen der Seitenscheiben. Die Heckscheibe und die hinteren Seitenscheiben sind dunkel getönt. Der Unterfahrschutz und eine praktische Dachreling betonen den robusten Offroad-Charakter. Innendrin sorgen Zierleisten in Holzdekor auf Armaturenbrett und Türen für eine naturverbundene Atmosphäre. Und auf dem Infotainmentsystem sind neben den Angaben für Öl- und Kühlwassertemperatur auch der Lenkwinkel, ein Kompass und ein Höhenmesser abzulesen. Der Scout-Pilot ist also gut präpariert, wenn es schräg, nass oder uneben wird - und wenn es hoch hinausgeht.

Dass das Skoda-SUV ordentlich was wegstecken kann und auch in schwierigen Situationen nicht so schnell aufgibt, bewies er diesen Sommer beim Skoda Euro Trek 2018 in den unerforschten Weiten zwischen Bulgarien und Mazedonien.

"Ob aufgeweichte Waldwege mit tiefen Spurrillen oder staubige und steinige Gebirgsstrecken - der Kodiaq Scout erweist sich als treuer Begleiter, der sich durch nichts so schnell stoppen lässt", attestierte ein Kollege. Der Vollständigkeit halber: 194 Millimeter beträgt die Bodenfreiheit, der Rampenwinkel liegt bei 19,7 Grad, die Böschungswinkel bei 22,0 und 23,1 Grad.

Verzicht muss niemand üben, der sich mit dem Kodiaq Scout auf Tour begibt. So gehören etwa Parksensoren vorne und hinten, die Pedalerie im Edelstahldesign und Alcantara-Sitzbezüge zum Serienstandard, ebenso die Fahrprofilauswahl und der Offroad-Assistent.

Berganfahrassistent, Fahrlichtassistent und Regensensor, Zwei-Zonen-Klimaanlage, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel mit integrierten Seitenblinkern, Tempomat oder Soundanlage mit DAB+ und 6,5 Zoll großem Touchdisplay - das alles und noch eine ganze Reihe weiterer Nettigkeiten ist schon drin.

Angenehm auch: Platz gibt es im großen Skoda-SUV reichlich. Immerhin ist man ja mit einem Gefährt der 4,7-Meter-Klasse unterwegs, das zwischen 720 und 2.065 Liter Gepäck schlucken und bis zu 2.500 Kilo schwere Hänger an den Haken nehmen kann.

Anhand der Anhängelast wird klar, dass der Testwagen mit einem DIeselmotor ausgestattet ist, und zwar mit dem Zweiliter-TDI in seiner stärksten variante - jener mit 140 kW/190 PS, die ist serienmäßig via SCR-System (AdBlue) abgasgereinigt und erfüllt damit die neueste Abgasnorm Euro 6d-Temp. Ebenfalls serienmäßig ist die Doppelkupplungsautomatik DSG mit sieben Gängen.

Zusammen mit dem Allradantrieb - genau, auch der ist serienmäßig - sorgen sie für eine angenehme Art der Fortbewegung. 400 Nm an Drehmoment, die schon bei 1.750 Touren voll da sind, schieben naturgemäß ordentlich an.

8,6 Sekunden, 210 km/h - das sind die durchaus vorzeigbaren Werte für Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit. Der Verbrauch hält sich dabei in Grenzen. Wer sich am Gaspedal zurückhält, kommt mit rund 6,5 Litern pro 100 Kilometer durch.

Fahrwerk und Lenkung passen gut zum Charakter des Kodiaq Scout. Die Rückmeldung an den Fahrer ist angenehm direkt, die Federung bügelt die gröbsten Gemeinheiten aus, ohne auch nur im Ansatz schwammig zu wirken. Das ergibt zusammen mit den straff gepolsterten und langstreckentauglichen Sitzen eine enge Verbindung zwischen Mensch und Maschine.

46.110 Euro verlangt Skoda für den 190 PS starken Kodiaq Scout - das ist angesichts von Format, Leistung und Ausstattung ein faires Angebot. Übrigens: Wer sich mit dem subjektiv nicht viel schwächeren 150-PS-TDI zufriedengibt, spart nochmal 1.800 Euro.

Viertüriges SUV der Mittelklasse, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4.697/1.882/1.655/2.791 mm, Bodenfreiheit: 187 mm, Kofferraumvolumen: 720-2.065 l, Leergewicht: 1.752 kg, max. Zuladung: 675 kg, Tankinhalt: 60 l.
Antrieb: Vierzylinder-Turbodiesel, Hubraum: 1.968 ccm, max. Leistung: 140 kW/190 PS bei 3.500 bis 4.000 U/min, max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.750 bis 3.250 U/min, 0-100 km/h: 8,6 s, Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h, 7-Stufen-Automatikgetriebe (DSG), Normverbrauch: 5,7 l/100 km, CO2-Emission: 150 g/km, Allradantrieb.
Österreich-Preis: ab 46.110 Euro.

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