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Rallye-WM: Neuseeland

„Ich fahre in Neuseeland!“

Das Warten hat ein Ende: Manfred Stohl hat seine Teilnahme an der Neuseeland-Rallye gegenüber motorline.cc bestätigt! Co-Pilotin noch offen.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Photo4, Daniel Fessl/www.motorline.cc

Das Warten hat ein Ende. Bis zuletzt war es noch unsicher, ob Manfred Stohl bei der Neuseeland-Rallye tatsächlich ein WM-Comeback geben wird. Ob er dort tatsächlich jenes von Stohl Racing eingesetzte Ford Fiesta RS World Rally Car zünden wird, das normalerweise Daniel Oliveira für das Brazil World Rally Team pilotiert.

Jetzt hat Manfred Stohl gegenüber motorline.cc bestätigt: „Es ist fix – ich fahre in Neuseeland!“

Der Fiesta wird am Montagvormittag bei Stohl Racing in Großenzersdorf verladen und per Flugzeug nach Neuseeland transportiert.

Offen ist noch, wer bei seiner ersten WM-Rallye seit 2007 auf dem Sozius Platz nehmen wird. Stammpilotin Ilka Minor steht als Co-Pilotin von Henning Solberg ebenfalls auf der Nennliste, doch bislang ist der Start des Norwegers, der heuer bereits mehrmals eine Nennung zurückziehen musste, nicht bestätigt.

Stohl sagt: „Wenn ich mit Ilka fahren kann, werde ich mit ihr fahren – wenn sie nicht zur Verfügung steht, fahre ich mit Tina Maria Monego.“

Co-Pilotin noch unklar

Für die Rally & more-Kolumnistin ist das Warten also noch nicht zu Ende, ihr Start hängt von Henning Solberg ab, der jedoch bald bekannt geben muss, ob er in Neuseeland an den Start gehen wird. Ilka Minor ist auf jeden Fall in Neuseeland am Start – mit Henning Solberg oder Manfred Stohl.

Manfred Stohl
Neuseeland 2007

Der bislang bestplatzierte Pilot in der Rallye-Weltmeisterschaft (Platz vier im Jahr 2006) wird erstmals seit Wales 2007 wieder an einer WM-Rallye teilnehmen – Neuseeland gehört zu seinen absoluten Lieblingsrallyes, dennoch steigt „Stohlito“ auf die Erwartungsbremse. „Ich bin mit dem Auto nur einmal kurz gefahren und habe ansonsten keine Erfahrungswerte. Ich wäre schon zufrieden, wenn wir ins Ziel kommen würden.“

“Möchte die Rallye genießen“

Ein Manfred Stohl muss der Welt ohnehin nicht mehr beweisen, dass er ein guter Rallyepilot ist – der Neuseeland-Einsatz ist für den 39-jährigen Wiener so etwas wie ein ganz persönlicher Genuss, denn er sagt: „Wann hat man schon die Gelegenheit, eine Rallye in einem World Rally Car zu bestreiten? Ich freue mich einfach darüber, dass sich mir diese Gelegenheit bietet und ich möchte diesen Einsatz einfach genießen.“

Zwar gehören die Schotterstraßen in Neuseeland zu den schönsten im WM-Kalender, dennoch stellt bereits die erste Etappe der Rallye eine Herausforderung für Mensch und Maschine dar: „Die erste Etappe führt über 200 Kilometer ohne Service – das ist, als würdest du die komplette Jänner-Rallye ohne Service fahren.“ In der Mittagspause gibt es am Freitag nur ein auf 15 Minuten beschränktes Remote-Service…

Doch Stohl möchte die Rallye ohnehin langsam angehen: „Mit jedem Kilometer werde ich mich mehr an das Auto gewöhnen – ich rechne schon damit, dass wir uns von Prüfung zu Prüfung steigern können. Man sollte aber wirklich keine Wunder von uns erwarten.“

Am Donnerstag, den 21. Juni um 10.33 Uhr Ortszeit (0.33 Uhr MESZ) wird die Neuseeland-Rallye mit dem Qualifying-Shakedown eröffnet. Am Freitag, den 22. Juni steigt um 8.28 Uhr Ortszeit (Donnerstag, 21. Juni 22.28 Uhr MESZ) die erste reguläre Sonderprüfung, die 11.18 Kilometer lange SP 1 „Te Hutewai“ – quasi als „Aufwärmübung“ für die darauf folgende, legendäre und 29,67 Kilometer lange SP „Whaanga Coast“, für viele Piloten eine der schönsten Sonderprüfungen überhaupt…

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Stohl-Fiesta: Erstes Bild Stohl-Fiesta: Erstes Bild Stohl: "Es schaut gut aus" Stohl: "Es schaut gut aus"

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