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Rallye-WM: Neuseeland

Citroen bejubelt perfekten Saisonstart

Mit dem Doppelsieg in Neuseeland setzten sich Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen in der Gesamtwertung der Rallye-WM weiter von den Verfolgern ab.

Der WM-Lauf im winterlichen Neuseeland endete mit einem Doppelsieg für die Citroen-Werksfahrer. Nachdem Teamchef Yves Matton am späten Samstagabend den Zweikampf seiner Fahrer per Teamorder beendet hatte, fuhr Sebastien Loeb ungefährdet seinem zweiten Saisonsieg entgegen. Teamkollege Mikko Hirvonen musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. "Ich habe an zwei lange Tage mit Mikko auf wundervollen Straßen gekämpft, das hat wirklich Spaß gemacht", sagt Loeb nach Ende der Rallye.

Die Gegner in Form des Ford-Werksteams hatten bereits am Freitag durch eigene Fehler die Chance auf den Sieg vergeben. Petter Solberg büßte durch eine falsche Reifenwahl viel Zeit ein, Jari-Matti Latvala verlor über vier Minuten, nachdem sich sein Auto nach einem Dreher in einem Zaun verfangen hatte. Dennoch sorgte das Teamduell der Citroen-Fahrer dafür, dass keine Langeweile aufkam. "Wir haben Vollgas gegeben", bestätigt Loeb.

"Die Bedingungen waren nicht einfach. Es hat viel geregnet, sah dann sonnig aus und plötzlich kam ein Schauer. Da durfte man es nicht übertreiben, das war das Problem. Vor allem gestern Nachmittag auf den harten Reifen war es wirklich schwierig."

Wegen der rutschigen Streckenbedingungen ging das Team vor dem Schlusstag auf Nummer sicher und wies die Fahrer an, ihre Positionen zu halten. "Es war gestern keine einfache Situation für mich, aber ich glaube beide Fahrer können die Lage einschätzen und schnell fahren, ohne Fehler zu machen", erklärt Matton. "Einerseits ist das ziemlich stressig, andererseits mit Fahrern wie Seb und Mikko jedoch sehr einfach."

Hirvonen musste sich wohl oder übel mit der Situation abfinden. "Ich bin ein wenig frustriert. Ich wollte diese Rallye gewinnen. An den ersten beiden Tagen war es ein toller Zweikampf, aber manchmal ist es nervig. Du nimmst ihm eine Sekunde ab, und auf der nächsten Prüfung schlägt er zurück", so der Finne über den Zweikampf mit Loeb.

Die Teamorder kommentiert er diplomatisch. "Wir waren schon oft in dieser Situation. Wir mussten sicherstellen, dass wir ins Ziel kommen, daher war das keine schlechte Entscheidung. Hätte ich meine weichen Reifen für heute aufgespart, hätte ich vielleicht noch etwas ausrichten können. Da habe ich einen kleinen Fehler gemacht, daher war heute nicht mehr viel möglich."

"Ich wollte einfach nur ins Ziel kommen und freue mich, dass es geklappt hat", sagt Hirvonen. Auch sein Teamchef ist nach dem erneuten Doppelsieg sehr zufrieden. "Wir hatten einen sehr guten Start in die Saison, alle liefern perfekte Arbeit, sowohl die Fahrer als auch das Team", stellt Matton fest. "Bei den vergangenen drei Rallyes haben wir keine Fehler gemacht, das ist sehr wichtig. Wir reisen guten Mutes nach Finnland, denn wir wissen, dass unsere Fahrer und das Team schnell genug sind."

Hirvonen freut sich bereits auf sein Heimspiel. "Es ist immer schön, zu einer Rallye nach Hause zu kommen. Jetzt starte ich für ein neues Team, das ist eine neue Herausforderung. Die vergangenen beiden Jahre waren nicht so toll, daher hoffe ich, dass es in diesem Jahr besser läuft. Vielleicht werde ich es zu Beginn ruhig angehen lassen, damit am ersten Tag nichts passiert und dann langsam Gas geben", gibt der Finne schon einen Einblick in die Taktik.

Für Loeb steht vorher noch ein Abstecher nach Los Angeles auf dem Programm. Dort wird der Franzose im Rahmen der Global-Rallyecross-Meisterschaft (GRC) bei den X-Games mit einem 545 PS-starken Citroen antreten. Dort trifft Loeb unter anderem auf seinen alten Rivalen Marcus Grönholm. "Ich bin schon lange nicht mehr gegen ihn angetreten. Das ist ein völlig neuer Wettbewerb mit einem sehr leistungsstarken Auto, das wird viel Spaß machen", so Loeb.

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