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Mühlsteinrallye: Vorschau FS Motorsport
Fotos: FS Motorsport, Harald Illmer

Franz Sonnleitner erfreut: Zehn Teams - so viele wie nie zuvor...

FS Motorsport wird bei der Perger Mühlsteinrallye gleich zehn Teams betreuen - Teamchef Franz Sonnleitner ist überwältigt. Diesmal zündet der Chef auch wieder das teameigene World Rally Car...

FS Motorsport-Teamchef Franz Sonnleitner blickt nicht ohne Stolz auf die Nennliste der Perger Mühlsteinrallye: „Zum ersten Mal in unserer Teamgeschichte setzen wir zehn Autos bei einer Rallye ein, das ist schon gewaltig. Es freut mich sehr, dass man uns so viel Vertrauen entgegenbringt.“ Zwischen 15 und 18 Mechaniker werden die zehn Autos betreuen - eines davon pilotiert der Chef höchstpersönlich...

#8 Franz Sonnleitner/Peter Müller (Mitsubishi Lancer WRC04)

„Ich freue mich einfach nur drauf, dass ich endlich wieder einmal selbst fahren kann. Unser Mitsubishi Lancer WRC04 haben wir bislang nur einmal, bei der Niederösterreich Rallye 2019 fahren können, und das war ja bekanntlich nur von kurzer Dauer. Meine letzte volle Rallye war 2016 in Dobersberg. Man sollte also die Erwartungen nicht allzu hoch schrauben. Wir werden nun am Donnerstag vor der Rallye ein paar Testkilometer abspulen. Es freut mich sehr, dass ich wieder einmal mit Peter Müller fahren kann, wir sind ja zuletzt 2010 und 2011 gemeinsam am Start gewesen, danach hatte Peter beruflich viel zu tun - doch wir wussten immer: Irgendwann passt es wieder! Und das ist jetzt der Fall.“

#23 Riccardo Holzer/Mario Palmsteiner (Mitsubishi Lancer Evo 6.5)

„Bei den letzten Rallyes hatten wir vor allem technisch viel Pech, weshalb wir in allererster Linie eine Zielankunft anstreben. Sportlich wollen wir nicht nur in der Klasse 7.1 vorne sein, sondern auch schnellstes Evo-Team werden - trotz der starken Konkurrenz. Wir wollen sogar den World Rally Cars auf die Pelle rücken - deren Kutscher sind ja schon etwas älter, da können wir vielleicht mit etwas jugendlichem Leichtsinn punkten.“

#25 Gerald Bachler/Harald Zehetbauer (Subaru Impreza)

„In unserer Klasse 7.1 ist die Starterzahl insgesamt nicht allzu hoch - aber wir wollen ein paar Punkte für die Austrian Rallye Challenge holen - dort liegen wir gesamt auf Platz vier und in der ARC1 führen wir, diese Führung wollen wir natürlich gerne halten. Nach der Hartbergerlandrallye haben wir bemerkt, dass uns rund 30 PS fehlten, jetzt wir haben wir einen neuen Benzindruckregler eingebaut. Bei den letzten vier oder fünf Rallyes waren wir jedesmal im Ziel - bei den langen Sonderprüfungen der Mühlsteinrallye habe ich jedoch ein Bisschen Bauchweh, das ist für so alte Autos schon eine Herausforderung. Wir wollen beim Fahren einen Kompromiss finden zwischen schnell und schonend.“

#45 Markus Kroneder/Karin Cerny (Opel Corsa rally4)

„Für uns ist das Ziel das oberste Ziel - wir würden am liebsten die letzten beiden Ergebnisse wiederholen - in St. Veit konnten wir den 13. Gesamtrang erzielen, daher wäre diesmal ein Platz in den Top 15 schön, auch Top 20 wäre noch okay. Wir gewöhnen uns immer besser an das für uns neue rally4-Fahrzeug, in Hartberg bin ich damit immer besser zurechtgekommen. Im Gesamtpaket ist ein rally4-Auto mit dem sequentiellen Getriebe schon ein echter Hammer. Zuletzt hat mich Franz Sonnleitner darauf aufmerksam gemacht, dass ich noch zu weich mit dem Auto umgehe, daher habe ich vor, damit härter zu fahren. Schön langsam bekomme ich es immer mehr heraus, wie ich mit diesem Rennfahrzeug umzugehen habe. Karin Cerny und ich fahren heuer gemeinsam - im nächsten Jahr würde ich gerne beim WM-Lauf in Kroatien starten.“

#53 Jürgen Waidbacher/Kathrin Redlingshofer (Mitsubishi Lancer Evo V)

„Ich freue mich auf meinen ersten Einsatz bei der Perger Mühlsteinrallye. Diesmal mit dem Mitsubishi Lancer Evo V und für mich neuem Dog Box Getriebe. Die langen Sonderprüfungen stellen sicher eine Herausforderung dar. Eine tolle Aufgabe für Fahrer, Beifahrer und Auto.“

#56 Martin Bachl/Sandra Aichberger (Mitsubishi Lancer Evo V)

„Nachdem ich jahrelang mit dem Mazda 323 GTX gefahren bin, habe ich in einen Mitsubishi Lancer Evo V investiert und diesen ein Jahr lang aufgebaut. Auch habe ich mit Sandra Aichberger eine neue Copilotin, für sie ist es erst die zweite Rallye - denn wir sind mit dem Evo V die Osterrallye gefahren, die wir auf Gesamtrang 33 beenden konnten. Wir wollen in erster Linie durchkommen. Unser Auto ist zwar in der Klasse 8 am Start, doch von den Proto-Features haben wir lediglich die Bremsen vom Evo X am Auto und den Turbolader vom Evo IX. Das Getriebe ist eine normale Dogbox. Am meisten freuen wir uns auf den Rundkurs - dort konnte ich 2018 mit dem Mazda die 25. Gesamtzeit fahren. Für uns ist die Mühlsteinrallye eine Heimrallye - wir wohnen nur 20 Minuten von Schwertberg entfernt.“

#57 Sebastian Satzinger/Julian Wittinghofer (Mitsubishi Lancer Evo VI)

„Als Kind war ich immer bei der Jännerrallye und es war mein großer Traum, heuer die Jännerrallye fahren zu können, doch diese wurde ja leider abgesagt. Dafür fahren wir nun die Mühlsteinrallye und die Jänner fahren wir eben nächstes Jahr. Ich kenne den Rallyesport sehr gut vom Zuschauen und das Team von Franz Sonnleitner wurde mir empfohlen. Beim Test lief es perfekt, wir haben auch schon das Auto beklebt. Bei unserer ersten Rallye wollen wir einfach nur ins Ziel kommen, der Rest ergibt sich von selbst.“

#59 Sebastian Mayer/Melanie Kalinke (Mitsubishi Lancer Evo VI)

„Franz Sonnleitner ist mein Onkel und ich war daher schon oft bei Rallyes und jetzt wollte ich es einmal selbst probieren. Beim Test ist es fürs erste nicht so schlecht gelaufen, wir haben auch viel Aufschrieberstellen geübt und konnten uns ein wenig ans Auto gewöhnen. Mit Melanie Kalinke habe ich eine erfahrene Copilotin an meiner Seite.“

#60 Jakob Keferböck/Lisa Holzmüller (Mazda 323 BG 4WD)

„Der Mazda ist mein eigenes Auto und wir fahren in Perg unsere erste Rallye in Österreich - wir sind bereits bei der deutschen Osterrallye gestartet, doch dort gab es von Beginn an Probleme mit dem Motor, wir hatten Zündaussetzer. Auch wenn das Auto von Anfang an gestottert hat, so hatten wir dennoch sehr viel Spaß bei unserer ersten Rallye. Die Perger Mühlsteinrallye ist unsere Heimrallye und wir freuen uns sehr darauf. Johannes Keferböck ist mein Onkel und wir haben sehr viel Kontakt miteinander, auch zu Simon Wagner habe ich einen guten Draht. Unser Ziel ist bei dieser Rallye einfach nur das Ziel - schauen wir mal, was geht - das Ergebnis ist nicht so wichtig, wir wollen die Rallye zuende fahren. Leider ist mein Copilot Tobias Stöbich kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen, aber Lisa Holzmüller, mit der ich bereits trainiert habe, springt zum Glück für sie ein.“

#83 Phillip Hauer/Cornelia Reitberger (Opel Corsa OPC)

„Für mich und meine Copilotin wird es die erste Rallye sein. Aber wir sind gut vorbereitet - Markus Kroneder hat uns da unterstützt, wir sind gut vorbereitet worden und fühlen uns sicher für die erste Rallye. Ein erster Test verlief sehr gut, ich fühle mich wohl im Auto und das Fahren macht einen Riesenspaß. Mein Interesse gilt ja schon länger dem Rallyesport und ich war auch öfter als Mechaniker dabei. Ich habe mir einen historischen Mini aufgebaut - mit dem wollen wir bei den Austrian Rallye Legends an den Start gehen.“

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