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ARC: Rallyesprint St. Veit

Neubauer in St. Veit am Start

Hermann Neubauer wird beim Rallye Sprint St. Veit in diesem Jahr seine erste Rallye auf heimischem Boden absolvieren.

Foto: FLAT-OUT media agency

Rund eine Woche vor dem Rallye Sprint St. Veit wurde die Sensation perfekt: Hermann Neubauer, Rallye-Staatsmeister 2016 und Vizestaatsmeister 2017, heuer in der Rallye-Europameisterschaft (ERC) unterwegs, wird den Rallye Sprint nützen, um sich mit seinem von ZM-Racing eingesetzten Ford Fiesta R5, mit dem er die ERC bestreitet, vertrauter zu machen. Denn die ersten beiden ERC-Rallyes brachten Ernüchterung: Ein spektakulärer Abflug auf den Azoren - und auf den Kanaren die Erkenntnis, dass man beim Setup des R5-Boliden noch ein wenig „nachsitzen“ muss....

Genau das kommt jedoch den Kärntner Rallyefans zugute - Hermann Neubauer wollte eigentlich schon im Lavanttal starten: „Die Rallye war fix eingeplant, aber nach unserem Azoren-Crash war das Auto kaputt. So freue ich mich, endlich wieder auch in Österreich zu starten. Ich denke, die Leute wird es auch freuen! Vielleicht kommen ja auch einige meiner Fans und Freunde, zumal St. Veit nicht mal eine volle Autostunde von mir daheim entfernt ist - und wir brauchen jetzt einfach jeden Kilometer.“

Denn um in der ERC eine ähnlich starke Performance abzuliefern, wie man das von Hermann Neubauer in den letzten Jahren in der Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft (ORM) bereits gewohnt war, muss der Salzburger noch eine Todo-Liste abarbeiten.

Da ist zum einen die erwähnte Setup-Abstimmung: „Da haben wir auf den Kanaren auf der technischen Ebene eine große Überraschung erlebt - beim R5 ist das Fahrwerk doch ganz anders aufgebaut als bei einem World Rally Car. Ich habe auf dem R5-Sektor einfach einen gewissen Erfahrungsrückstand abzuarbeiten.“

Aber auch in punkto Fahrstil muss sich Neubauer erst noch weiter umstellen: „Das bärenstarke WRC ist in Sachen Fahrstil nicht gerade förderlich - denn das WRC, mit seinem starken Drehmoment, verlangt keinen dermaßen runden Fahrstil, wie das beim R5 nötig ist. Mit dem R5 musst du möglichst viel Speed in den Kurven mitnehmen. Ich merke es vor allem in den Spitzkehren, dass ich mich hier noch weiter umgewöhnen muss.“

Noch ein Aspekt kommt zum Tragen: „Wir fahren heuer Pirelli-Reifen, sind in den Jahren davor mit Michelin gefahren. Auch hier habe ich also einen Erfahrungsmangel einzuholen.“ Der Start beim Rallye Sprint St. Veit war daher naheliegend: „Unser Team Zellhofer Racing setzt ja ohnehin schon den Ford Fiesta R5 von Gerald Rigler ein - da ist es kein großer Mehraufwand, auch meinen R5 an den Start zu bringen. Ich brauche jetzt einfach jeden Kilometer, um mich für die starke Konkurrenz in der ERC zu rüsten.“

Da bot sich ein Start beim „Murauer Rallye Sprint Sankt Veit“ an, eine Rallye, die Hermann Neubauer in der Vergangenheit schon gewinnen konnte und die er immer sehr gerne gefahren ist: „Natürlich ist das in Sachen SP-Kilometer eine eher kleinere Veranstaltung, aber nichtsdestotrotz bietet sie wunderschöne und sehr anspruchsvolle Prüfungen, noch dazu mit einem nicht zu unterschätzenden Schotter-Anteil“, so Hermann Neubauer, der im Krappfeld rund um die Bezirkshauptstadt Sankt Veit an der Glan mit „Ersatz-Co“ Gerry Winter antreten wird: „Bernhard Ettel ist beruflich in Deutschland, das wussten wir schon länger. Mit Gerry bin ich bereits früher gut zurecht gekommen.

Siegansage

So profitieren zum einen die Fans beim Rallye Sprint St. Veit - doch nicht nur sie, denn Hermann möchte heuer noch „den einen oder anderen ORM-Lauf bestreiten, um auf möglichst viele Fahrkilometer zu kommen“. Und: „Außerdem fahre ich ja gerne in meiner Hemat - das hat mir zuletzt bereits gefehlt.“

Fehlt nur noch ein sportliches Ziel beim Rallye Sprint St. Veit. Nur: Ein Pilot, der allein in den Jahren 2016 und 2017 sage und schreibe acht ORM-Siege einfuhr, wird wohl kaum etwas anderes als den Sieg als Ziel angeben können? Hermann Neubauer lacht: „In meiner Position wird es tatsächlich nicht sehr viel anderes geben - klar konzentrieren wir uns auf das Setup, aber am Ende möchte ich schon ganz vorne liegen.“

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