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ARC: Rallye St. Veit

Kunterbuntes Starterfeld - für jeden etwas dabei!

Die Rallye St. Veit serviert von 16. bis 18. Mai - im zweiten Jahr mit neuer Organisation - ein Starterfeld, das mit seiner Vielfältigkeit jedem Rallyefan das Wasser im Munde gerinnen lässt...

Fotos: Harald Illmer

Die Rallye St. Veit serviert von 16. bis 18. Mai - im zweiten Jahr mit neuer Organisation - ein Starterfeld, das mit seiner Vielfältigkeit jedem Rallyefan das Wasser im Munde gerinnen lässt...

Kärntner Rallye-Dynastien: Leitgeb vs Kramer

Bei den Modernen treffen zwei Kärntner Rallye-Dynastien aufeinander: Die Namen Kramer und Leitgeb kennt man über die Region hinaus. Charakterkopf Alfred Kramer, mehrmaliger Sieger der Rallye in St. Veit, startet im sensationellen Rahmenprogramm auf der St. Veiter Rennbahn, auf der auch die neue abschließende Sonderprüfung abgehalten wird - Kramer senior entsendet seine Söhne Alfred junior und Stefan in den Kampf der Modernen. Er sagt: " Die beiden haben keine Vorgaben. Gesamt ist es ohnehin unmöglich, mit einem R2 ganz vorne mitzufahren, in der Challenge und im AARC sollte aber schon was drin sein. Das Rennen um die besten Kärntner wird angesichts der Konkurrenz auch nicht machbar sein - aber wer weiß, ich habe auch schon öfters mit unterlegenem Material gewonnen..."

Die beiden Youngsters pilotieren jeweils einen Opel Adam R2 - und treffen bei den zweiradgetriebenen Fahrzeugen (2WD) auf Karl-Heinz, den Sohn von Heinz Leitgeb, der einem Renault Clio R3 die "Sporen" gibt. Dass Heinz Leitgeb in diesem spannenden Match seinen Sohn vorne sieht, liegt auf der Hand: "Sonst wäre ich ein schlechter Papa..."

Leitgeb, ein echter Rallye-Enthusiast, der bereits mehere Klassensiege erringen konnte und über internationale Rallyeerfahrung verfügt, erklärt bei der Rallye St. Veit den Rücktritt vom Rücktritt und zündet gemeinsam mit Tochter Jasmin einen Skoda Fabia R5: "Bei so einem grandiosen Starterfeld muss man leider fahren! Im Ernst: Ich möchte hier wieder für Kärnten fighten." Mit dem Skoda Fabia R5 hat er vor sechs Wochen einen Test abgehalten - im Vorjahr war er noch auf einem S2000 unterwegs: "So ein R5 ist schon ein tolles Auto!" Im hochkarätigen Starterfeld erhofft sich Leitgeb senior "einen Platz in den Top 5".

ERC-Pilot Simon Wagner mit Lokalmatador Gerry Winter

Mit Simon Wagner startet Österreichs große Hoffnung in der Rallye-Europameisterschaft (ERC) ebenfalls mit einem Skoda Fabia R5, der schnellsten Kategorie hinter den World Rally Cars. Als Copilot fungiert der Kärntner Lokalmatador Gerald Winter - ein lokaler Sponsor machte den Start in der Heimat möglich.

Simon Wagner erklärt: "Ursprünglich waren keine R5-Einsätze in der Heimat geplant - dank des tollen Sponsors ist es mir nun möglich bei der Rallye St. Veit zu fahren, da haben alle zusammengeholfen."

Zu den Topfavoriten ist auch Gerald Rigler zu zählen - er wurde in St. Veit im Vorjahr Zweiter hinter seinem Teamkollegen Hermann Neubauer und fährt seit Jahren im Spitzenfeld der Austrian Rallye Challenge (ARC), aber auch in der Rallye-Staatsmeisterschaft. An seiner Seite sitzt Bernhard Ettel, der zuletzt mit Neubauer Staatsmeister wurde.

Ebenfalls zur ARC-Elite gehört der Ungar Daniel Fischer, der in der Austrian Rallye Trophy (ART) führt und einen Skoda Fabia R5 pilotieren wird. Fischer gehört zu den Stammpiloten der Rallye St. Veit, hat hier auch schon einmal gewonnen. "Ich fahre sehr gerne in Österreich - ich mag einfach das Flair in diesem Land", streut Fischer Rosen.

Roman Mühlberger kommt als überlegen Führender der Austrian Rallye Challenge nach St. Veit, in der Tabelle konnte sich der oben erwähnte Stefan Kramer mit seinem Start bei der slowenischen Rallye Vipavska Dolina an die zweite Position katapultieren, in der Junior ARC liegt Kramer sogar in Führung.

Alpe Adria Rallye Cup sorgt für internationales Flair

Weil die Rallye St. Veit zum von Kult-Rallyemanager Wolfgang Troicher organisierten Alpe Adria Rallye Cup (AARC) zählt, starten auch internationale Kapazunder wie Bernd Zanon aus Südtirol. Der Mitropa Cup-Sieger des Jahres 2012 pilotiert einen Renault Clio S1600 und gibt stets alles. Im Vorjahr konnte er zahlreiche Siege in der Alpe Adria Rallye Trophy (AART) einfahren. In St. Veit ist er im Vorjahr an zweiter Stelle liegend ausgefallen. Heuer kommt er als Tabellenführender des Alpe Adria Rallye Cups nach St. Veit. Der Ungar Janos Puskadi zündet einen Skoda Fabia R5 und führt in der Alpe Adria Rallye Trophy direkt vor seinem Landsmann Dani Fischer.

Zu den insgesamt acht R5-Boliden gehört auch der Hyundai i20 R5, den Zsolt Marozsi steuern wird - der Ungar fährt zum ersten Mal in Österreich. Und auch der Deutsche Maximilian Koch lässt sich die Rallye St. Veit nicht entgehen, pilotiert einen weiteren Skoda Fabia R5. Markus Steinbock wird wie im Vorjahr wieder einen Hyundai i20 R5 pilotieren.

Der Alpe Adria Rallye Cup-Sieger 2018 sowie Austrian Rallye Challenge-Sieger 2017, Michael Kogler, wird bei der Rallye St. Veit zum ersten Mal einen von Race Rent Austria eingesetzten, nach dem neuen Prototypen-Reglement aufgebauten Mitsubishi Lancer Evo IX pilotieren.

Historische Boliden in der ARCH

Einen Ansturm wie schon lange nicht konnten die Veranstalter in der Austrian Historic Rallye Challenge (ARCH) vermelden. Dort sind die Top 3 der aktuellen Tabelle allesamt am Start: Der sensationell führende Rookie Lukas Schindelegger und sein Vater Helmut (Organisator der Kinderrallye) zünden wieder ihren schneeweißen Ford Escort. Martin Gattringer (in einem Lada) und Hans Georg Lindner heißen die Verfolger des Youngsters. Ein Comeback feiert heuer Gottfried Kogler, der Vater von Michael Kogler - bei der Rallye Vipavska Dolina kam er nicht allzu lang zum Fahren - diesmal ist eine Zielankunft im wunderschönen Ford Escort RS2000 geplant. Zu den Kärntner Teams der ARCH gehören auch Lebendlegende Kurt Jabornig und Christine Scheiber...

Zahlreiche Lokalhelden

Wie immer sind bei der Rallye St. Veit Kärntens Rallyefahrer beinahe vollzählig vertreten. Neben den eingangs erwähnten Familien Kramer und Leitgeb sind etwa auch Robert Surtmann, Andreas Mörtl, Klaus Demuth oder Lavanttal-Rallye-Organisator Horst Nadles (als Copilot von BMW M3-Pilot Günther Joham) mit von der Partie. Insgesamt werden die Rallye 70 Teams in Angriff nehmen.

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