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DRM: Ostsee-Rallye

Zeltner zeigt wieder einmal das Heck

Ruben Zeltner und Mark Wallenwein lieferten bei der Ostsee-Rallye ein spannendes Duell, welches der Titelverteidiger für sich entscheiden konnte.

Fotos: DRM

Der amtierende Champion Ruben Zeltner hat den neunten Lauf zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) gewonnen. Mit Ehefrau Petra auf dem Beifahrersitz seines Porsche 911 GT3 siegte er bei wechselhaften Bedingungen nach einem spannenden Duell mit Mark Wallenwein / Stefan Kopczyk (Skoda Fabia R5) mit einem Vorsprung von 4,1 Sekunden.

Nach fünf Führungswechseln auf den zwölf Wertungsprüfungen (WP) rund um das Ostseebad Grömitz entschied am Ende der Leistungsvorteil des GT3, während Wallenwein die Traktionsvorteile seines Allrad-Turbos nicht voll ausspielen konnte.

Das Podium komplettierten die Gesamt-Dritten Hermann Gaßner / Ursula Mayrhofer (Mitsubishi Lancer Evo 8), die damit das schnellste Team im parallel ausgetragenen Lauf zum Rallye Masters wurden.

Mit Raphael Ramonat / Nanett Center (Trusetal / Radebeul, Mitsubishi Lancer Evo 7) ging auch der vierte Platz an ein Masters-Team. Drittbeste in der DRM-Wertung wurden Peter Corazza / Christoph Gerlich (Oelsnitz / Niederwiesa, Mitsubishi Lancer R4) als Gesamtfünfte.

Für DRM und Rallye Masters geht es am 18. und 19. September im Saarland weiter. Dann steht bei der Litermont-Rallye rund um Dillingen der zehnte Saisonlauf auf dem Programm.

Zu Beginn der Ostsee Rallye sah alles nach einem Sieg für Mark Wallenwein aus: Der Stuttgarter hatte mit einem Blitzstart auf der ersten WP die Führung übernommen und Zeltner 4,2 Sekunden hinter sich gelassen. Auf den teilweise stark verregneten Vormittagsprüfungen konnte er die Spitzenposition behalten, doch Zeltner hielt stets den Anschluss und konterte beim ersten Durchgang auf der längsten Prüfung der Rallye:

Auf den langen Geraden im Truppenübungsgelände Putlos spielte er die Power des Porsche aus und übernahm Platz eins. Zwar konnte der Schwabe noch einmal kontern, musste sich aber am Schluss geschlagen geben. "Es war ein harter Fight", fasste Ruben Zeltner am Ende zusammen. "Wir hatten hier sicherlich WPs, die dem Porsche entgegenkamen - aber die Wetterbedingungen taten es nicht. Deshalb freut es mich besonders, dass wir gewinnen konnten. Unser Highlight war die gute Performance auf der Powerstage. Das war nämlich definitiv keine Porsche-Prüfung - und dennoch konnten wir sie für uns entscheiden. Damit hatten wir wichtige Zusatzpunkte sicher."

Der unterlegene Mark Wallenwein zollte dem Sieger Respekt: "Ruben war heute unglaublich stark bei diesem schwierigen Wetter. Er hatte immer die richtigen Reifen und war auch sonst fehlerlos - er hat sicherlich verdient gewonnen." Allerdings haderte der Stuttgarter auch mit dem Rallye-Schicksal: "Ich kann mich über den zweiten Platz nicht so recht freuen. Wir haben zum dritten Mal in diesem Jahr erlebt, dass wir in einem Rundkurs ein bisschen unglücklich auflaufen und entscheidende Sekunde verlieren. Heute war es ziemlich genau der Rückstand auf Ruben, den wir uns so eingehandelt haben."

Durch seinen Sieg kann Zeltner die Tabellenführung leicht ausbauen und liegt vor dem zehnten von zwölf Saisonläufen mit 152 Punkten vor Wallenwein (129) und dem diesmal nicht angetretenen Fabian Kreim (105). Die noch verbleibenden Läufe versprechen damit ein äußerst spannendes Geschehen, denn das Kräfteverhältnis zwischen Zeltners Porsche und dem Skoda Fabia R5 von Wallenwein war sehr ausgeglichen.

Fünf Führungswechsel auf zwölf WPs sahen die Fans an der Ostsee. Jeweils sechs WP-Bestzeiten ließen Wallenwein und Zeltner notieren: So ausgeglichen war die DRM selten zuvor. Zudem hat Zeltner einen Lauf mehr absolviert als seine Verfolger - am Jahresende werden jedoch nur die jeweils vier besten Ergebnisse beider Saisonhälften gewertet, sodass sich die Punkte noch kräftig verändern können. "In der Meisterschaft kann noch alles passieren", sagt der Tabellenführer. "Ein Ausfall oder sogar zwei und man ist weg vom Fenster. Es mag eine Binsenweisheit sein, aber es stimmt schon: Zusammengezählt wird immer am Schluss."

Unter besonderen Vorzeichen stand an der Ostsee der Kampf um die dritte DRM-Position. Peter Corazza hatte hier am Ende die Nase seines Mitsubishi Lancer R4 vorne. "Der dritte Platz war für uns das Wichtigste. Im Gesamtklassement reizte natürlich der Kampf mit den Teams vor uns, aber wir wollten vor allem die Punkte mit nach Hause nehmen." Gefährlichster Gegner des Sachsen waren dabei an diesem Wochenende Carsten Mohe / Alexander Hirsch (Renault Clio R3T).

Sie lagen zeitweise vor dem Mitsubishi, hatten aber ebenfalls ein besonderes Augenmerk: Als Führende im Masters angereist ging es ihnen vor allem um den Sieg in der Division 4, die sie für sich entschieden. Auch nach der Ostsee-Rallye behalten sie damit die Spitze in der höchsten Rallye-Breitensport-Serie Deutschlands. Fünfte in der DRM-Wertung wurden Patrick Pusch / Andreas Luther (Citroën DS3 R3T). Sie setzten sich damit auch in der R3-Kategorie der Citroën Racing Trophy durch und sicherten sich so vorzeitig den Meistertitel.

DRM Zwischenstand nach 9 von 12 Läufen

Pos. Team Fahrzeug Punkte
1. Zeltner, Ruben / Zeltner, Petra Porsche 911 GT3 152
2. Wallenwein, Mark / Kopczyk, Stefan Skoda Fabia R5 129
3. Kreim, Fabian / Christian, Frank Skoda Fabia R5 105
4. Corazza, Peter / Gerlich / Limbach Mitsubishi Lancer R4 80
5. Mohe, Carsten / Walker / Hirsch Renault Clio R3T 75
6. Färber, Frank / Schaaf, Peter Peugeot 207 S 2000 47
7. Leschhorn, Nico / Beinke, Josefine Corinn Peugeot 207 S2000 39
8. Pusch, Patrick / Luther, Andreas Citroën DS3 R3T 36
9. Stölzel, Maik / Windisch, Thomas Porsche 997 GT3 28
10. Griebel, Marijan / Clemens, Stefan Opel Adam R2 27

Ergebnis Ostsee Rallye

1. Ruben Zeltner / Petra Zeltner, Porsche 911 GT3, Div. 1 1:05:57,8 Stunden*
2. Mark Wallenwein / Stefan Kopczyk, Skoda Fabia R5, Div. 1 + 0:04,1 Minuten.*
3. Hermann Gaßner / Ursula Mayrhofer, Mitsubishi Lancer Evo VIII, Div. 2 + 1:35,6 Minuten.
4. Raphael Ramonat / Nanett Center, Mitsubishi Lancer Evo7, Div. 2 + 2:24,3 Minuten.
5. Peter Corazza / Christoph Gerlich , Mitsubishi Lancer R4, Div. 1 + 3:15,2 Minuten.*
6. Carsten Mohe / Alexander Hirsch, Renault Clio R3T, Div. 4 + 4:08,6 Minuten.*
7. Martin Knudsen / Soeren Kjaer, Subaru Impreza STI, Div. 1 + 5:19,8 Minuten.
8. Patrick Pusch / Andreas Luther, Citroën DS3 R3T, Div. 4 + 5:42,2 Minuten.*
9. Michael Abendroth / Frank Oschmann, Citroen DS3 R3T, Div. 4 + 7:02,0 Minuten.*
10. Kim Madsen / Ole Frederiksen, Peugeot 208 R2, Div. 5 + 7:21,8 Minuten.

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