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DRM: Sulingen-Rallye

Dinkel gewinnt rund um die Bärenklaue

Dominik Dinkel sicherte sich in Sulingen Sieg und DRM-Führung; erfolgreiches Comeback von Christian Riedemann mit dem zweiten Platz.

Bildquelle: ADAC Motorsport

Dominik Dinkel und Christina Kohl haben im Škoda Fabia R5 die 31. Rallye rund um die Sulinger Bärenklaue, den zweiten Lauf der deutschen Rallyemeisterschaft 2018, für sich entschieden und damit auch die Tabellenführung übernommen. Lokalmatador Christian Riedemann und Co-Pilot Michael Wenzel belegten bei ihrem Comeback mit 8,3 Sekunden Rückstand den zweiten Gesamtrang in einem baugleichen Auto. Das Podium vervollständigten Marijan Griebel/Alexander Rath im Peugeot 208 T16 R5, die sich auf der letzten Sonderprüfung noch gegen das Škoda-Duo Herman Kobus/Erik de Wild durchsetzten. Die niederländischen Gaststarter Jan de Winkel/Radboud van Hoek sicherten sich im Renault Clio die 2WD-Wertung. Bei strahlendem Sonnenschein erreichten 50 der 72 am Freitag gestarteten Teilnehmer das Ziel.

Erfolgreiches Riedemann-Comeback

Mit insgesamt sieben R5-Allradboliden war das Teilnehmerfeld der DRM stark besetzt. Drei Führungswechsel auf den ersten drei Prüfungen am Freitag Abend versprachen einen spannenden Kampf und zeigten die Leistungsdichte der Topteams. Mit Bestzeit in der Auftaktprüfung gelang Riedemann ein perfekter Start und feierte bei seiner Heimveranstaltung 390 Tage nach seinem Unfall ein eindrucksvolles Comeback. Die Freude über die Führung weilte jedoch nur kurz, da der Sulinger nach einem Fahrfehler bei einer Wasserdurchfahrt auf dem heimischen Rundkurs 30 Sekunden einbüßte. "Meine letzte Portugal-Rallye mit einer ähnlichen Wasserdurchfahrt liegt schon einige Jahre zurück", scherzte Riedemann am Ende der Etappe. Dinkel erlaubte sich auf den ersten drei Prüfungen keine Fehler und beendete somit den ersten Tag als Gesamtführender.

Am Samstag begann Riedemanns Aufholjagd: Mit insgesamt neun Bestzeiten kämpfte sich der Sulinger zurück an die Spitze und lag am Nachmittag weniger als zehn Sekunden hinter Dinkel. Dank konstant schneller Zeiten gelang es Dinkel aber, seinen knappen Vorsprung bis ins Ziel zu verteidigen und das Duell für sich zu entscheiden. "Am Ende wurde es sehr knapp für uns. Christian hat uns wie erwartet auf dem IVG-Gelände jeweils zehn Sekunden abgenommen und uns auch auf den anderen Prüfungen unter Druck gesetzt. Am Ende war es nervenaufreibend, weil ich an den Sieg, aber auch an die Meisterschaftspunkte dachte. Schlussendlich ist zum Glück alles perfekt gelaufen. Ich freue mich sehr über diesen Sieg", so Dinkel im Ziel.

Griebel um 0,1 Sekunden voran

Zufrieden zeigte sich auch Riedemann nach seiner Rückkehr: "Ein tolles Gefühl, nach so langer Zeit so ein großartiges Comeback zu feiern. Neun Bestzeiten sprechen für sich und machen Lust auf mehr. Ohne den Fehler hätte es vielleicht sogar für den Sieg gereicht. Ob ich beim kommenden Lauf in Sachsen fahren werde, entscheidet sich in den nächsten Tagen". Einen spannenden Zweikampf um Platz drei lieferten sich Marijan Griebel/Alexander Rath im Peugeot 208 T16 R5 und Herman Kobus/Erik de Wild im Škoda Fabia R5. Die zwei Kontrahenten trennten bis zum Schluss nur wenige Sekunden. Nach einem harten Kampf fiel die Entscheidung erst auf der letzten Sonderprüfung. Mit nur einer Zehntelsekunde Vorsprung erreichte Griebel das Ziel in Sulingen.

"Die letzte Prüfung war wie ein Ritt auf der Rasierklinge. Viel mehr ging da nicht. Ein toller Erfolg für mich, aber natürlich auch für das Team. Ich bin super zufrieden und konzentriere mich ab morgen auf unseren nächsten Lauf in Sachsen", so der Peugeot-Pilot. Bei ihrer Asphaltpremiere in einem R5-Fahrzeug belegten Carsten Mohe/Alexander Hirsch im Škoda Fabia R5 einen starken fünften Platz. Auch die Niederländer Kevin van Deijne und Kris Botson überzeugten bei ihrem Gaststart im Ford Fiesta R5 und beendeten die Veranstaltung als sechste.

De Winkel gewinnt 2WD-Wertung

In der 2WD-Wertung der DRM ergab sich früh ein weiteres deutsch-niederländisches Duell zwischen Herrmann Gaßner jr. im heckgetriebenen Toyota GT86 CS-R3 und Jan de Winkel im Renault Clio R3. Wegen eines Defektes am Krümmer kämpften Gaßner und Ursula Mayrhofer mit Leistungsverlusten und verloren Zeit. Nach gelungener Reparatur im Schlussservice am Freitag Abend begannen beide am Samstag Vormittag eine Aufholjagd. Nach fünf Sonderprüfungen hatten sie die Führung zurückerobert, wurden jedoch auf der folgenden Prüfung durch einen technischen Defekt zur Aufgabe gezwungen. Jan de Winkel übernahm daraufhin die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab.

Top 10 gesamt, Sulingen 2018:

 1. Dominik Dinkel        Škoda Fabia R5          1:32:35,6
2. Christian Riedemann Škoda Fabia R5 + 8,3
3. Marijan Griebel Peugeot 208 T16 R5 + 1:04,6
4. Herman Kobus Škoda Fabia R5 + 1:04,7
5. Carsten Mohe Škoda Fabia R5 + 2:09,9
6. Kevin van Deijne Ford Fiesta R5 + 4:04,4
7. Roman Schwedt Peugeot 207 S2000 + 5:14,4
8. Björn Satorius Subaru Impreza WRX STI + 6:53,8
9. Sebastian v. Gartzen Ford Fiesta R5 + 8:50,8
10. Dennis Rostek Mitsubishi Lancer + 9:16,3

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