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ÖRM: Weiz-Rallye

Volle Felder auch abseits der Profis

Neben Histo-EM und ORM kann die Rallye auch in der 2WD-ÖM, bei Junioren und Pokalen sowie im M1-Feld mit raschen Fahrern aufwarten.

Fotos: Harald Illmer

Mit schnellen Leuten gespickt ist in Weiz auch die 2WD-Staatsmeisterschaft. Der schnelle Deutsche Hermann Gaßner junior im Toyota GT86 R3 gilt zwar als Topanwärter auf den Sieg, allerdings ist er, anders als seine österreichische Beifahrerin Ursula Mayrhofer, nicht für die ÖM punkteberechtigt. Das nationale Interesse richtet sich auf das steirische Duell Enrico Windisch (Citroën C2 R2), der die Meisterschaft anführt, gegen Michael Röck (Opel Adam R2), der zuletzt im Wechselland aus finanziellen Gründen passen und so auf wichtige Punkte verzichten musste.

Jedoch mischt auch der Niederösterreicher Alois Handler (Peugeot 207 RC R3T) im Kampf um die Spitze mit. Auch mit den EM-Startern Daniel Mayer und Roland Stengg (beide Opel Adam R2), dem starken Tschechen Egon Smékal (Citroën DS2 R3T) sowie dem Ungarn Martin László (Peugeot 208 R2) vergrößert sich das Feld der Spitzenkandidaten qualitativ um einiges, zumal auch noch der burgenländische 2WD-Sieger des Wechsellands, Andreas Kainer, und steirische Hausherren wie Gerald Hopf, Christoph Lieb, Johann Stelzl oder Fabian Zeiringer (alle Opel Corsa OPC) sowie Alfred Leitner (Peugeot 206 RC), der Routinier aus Baden, garantiert auf Angriffsmodus schalten werden.

Junioren-ÖM

Sehr stark präsentiert sich auch die österreichische Juniorenstaatsmeisterschaft in Weiz: Nebst Spitzenreiter Martin László (Peugeot 208 R2) aus Ungarn tummeln sich elf der momentan besten Nachwuchspiloten des Landes im Starterfeld. Daniel Mayer, Michael Röck und Roland Stengg (alle Opel Adam R2), Martin Ritt (Volvo 740), Christoph Lieb, Fabian Zeiringer (beide Opel Corsa OPC), Patrick Knoll und Luca Pröglhof (beide Ford Fiesta 1.6 ST), Michael Franz (VW Golf Kit Car) sowie Sebastian Fraissl und Manuel Kurz (beide BMW E36) komplettieren das qualitativ wie quantitativ stark besetzte Teilnehmerfeld.

Rallyecup der AMF

Der Rallyecup der AMF wird auch heuer in zwei Kategorien durchgeführt: Zum einen gibt es den Rallycup ORC an sich, in dem sämtliche Pokalteilnehmer integriert sind, zum anderen den Rallyecup 2000, in dem nur zweiradgetriebene Fahrzeuge gewertet werden. Im Rallyecup muss nach seinen bisherigen Auftritten Robert Zitta als Favorit gehandelt werden. Der abgeklärte Rallyepilot aus Oberösterreich liegt mit seinem Subaru Impreza WRX relativ klar in Führung.

Ein Selbstläufer wird die Weiz-Rallye für Zitta trotzdem nicht: Gerald Bachler (Subaru Impreza), Michael Denk (Mitsubishi Evo VIII), Hermann Haslauer (Subaru WRX STi), Christian Luif und Andreas Schart (beide Mitsubishi Evo IX) sowie Roman Mühlberger und Bernhard Stitz (beide Mitsubishi Evo VI) sind ebenso bekannte wie starke Namen in der Verfolgerliste.

Weil jeder Teilnehmer, der für die österreichische Meisterschaft punkteberechtigt ist – egal, in welcher Klasse er startet – auch für die Staatsmeisterschaft wertungsbefugt ist, gleicht das ORC-2000-Starterfeld praktisch jenem der 2WD-Meisterschaft. Angereichert wird dieses durch interessante Piloten, die im Hinblick darauf, dass sie sowieso überall punkten dürfen, nur für den Cup genannt haben.

In Führung liegt nach bisher vier Rallyes der Steirer Martin Pucher im Citroën Saxo. Da dieser bei der Weiz-Rallye jedoch seit Jahren im Organisationskomitee vertreten und heuer als Stellvertreter des Rallyeleiters eingesetzt ist, bietet sich für dessen Verfolger eine gute Gelegenheit zur Aufholjagd. Stellvertretend für das große Starterfeld im Rallyecup 2000 seien bekannte Piloten wie Michael Franz (VW Golf Kitcar), Thomas Kienzer (Ford Fiesta), Patrick Knoll (Ford Fiesta ST), Martin Kronabeter (Renault Clio), Manuel Kurz (BMW E36), Alfred Leitner (Peugeot 206), Martin Ritt (Volvo 740) sowie Harald Schloffer und Markus Stockinger (beide Mazda 323) erwähnt.

Historische (HRM/HRC)

In der historischen Staatsmeisterschaft hat der Vorarlberger Richard Ronay im Ford RS 1800 die Möglichkeit, Boden gutzumachen, denn die beiden Erstplatzierten des Gesamtklassements sind in Weiz nicht dabei. Starke, weil streckenkundige Steirer wie Jürgen Aigner (Porsche 911) oder Günter Stampfl (Opel Ascona) werden ihm die Sache aber nicht leicht machen.

Im historischen Rallyecup gilt das Augenmerk dem Spitzenreiter Matthias Haas im BMW 318. Die starken Gegner des Steirers sind in Weiz jedoch z.B. sein dort immer sehr motivierter Landsmann Franz Kohlhofer (Lada 2105) oder auch der flinke Oberösterreicher Franz Panhofer (Toyota Corolla). Freuen dürfen sich die Rallyefans auch auf einen Heimkehrer in die Staatsmeisterschaft: Ex-Porsche-Pilot Christian Rosner aus Niederösterreich feiert mit einem BMW M3 sein Comeback.

Austrian Rallye Challenge und Trophy

Neben der österreichischen Staatsmeisterschaft zählt die Weiz-Rallye 2019 auch als fünfter Saisonlauf auch zur Austrian Rallye Challenge. Als Dominator der heurigen ARC-Saison entpuppte sich bislang der Niederösterreicher Roman Mühlberger im Mitsubishi Evo VI, mit dem er mehr als doppelt so viele Punkte einfahren konnte wie sein erster Verfolger, der Oberösterreicher Martin Attwenger im Honda Civic. Beide Kontrahenten stehen sich in Weiz gegenüber.

Auch in der Austrian Rallye Trophy wird in Weiz um Punkte gefahren. Die Gesamtwertung führt der Ungar Dániel Fischer mit seinem Škoda Fabia R5 an, im Steirer Günther Knobloch (Škoda Fabia R5) wird er wohl seinen härtesten Widersacher finden. Enrico Windisch (Ford Fiesta) und dem Oberösterreicher Fabian Barthel-Huemer (Mitsubishi Evo VII) bleiben wohl nur Außenseiterchancen.

M1 Rallye Masters

Die letzte Rallye war kein gutes Pflaster für die Hauptakteure der Saison: Andreas Schart, Manuel Kurz und Martin Ritt haben nach ihren Ausfällen wieder eine Zielankunft geplant. Patrick Knoll hat nach der verkorksten Saison vor, bei der Heimrallye endlich ein Ausrufezeichen zu setzen. Horst Fasching bringt den Abarth Punto erneut nach Weiz, und der neue Racing Rookie Luca Pröglhöf startet erstmals im M1 Rallye Masters.

Die Unfälle im Wechselland sind abgehakt und die Autos wieder gut vorbereitet. Andreas Schart kommt mit Beifahrer Christoph Gutschi wieder als M1-Favorit nach Weiz: "Der Abflug war echt heftig, aber uns ist zum Glück nichts passiert. Unser Evo IX ist wieder fit, und wir freuen uns auf die Rallye Weiz."

Ebenso ging es Martin und Anna-Maria Ritt: Die erste Bestandsaufnahme nach dem Unfall ("Der Volvo is zum Wegschmeißen!") hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. "Die Rallye Weiz ist ein Highlight für uns. Es macht richtig Spaß, vor so vielen begeisterten Leuten zu fahren, auch wenn wir uns auf den Bergaufstücken schwer tun", so Ritt.

Der BMW E36 von Manuel Kurz und Tobias Zörweg läuft auch wieder. Der Liezener hat einen klaren Wunsch für die Weiz-Rallye: "Es wäre echt schön, mal wieder bei schönem Wetter zu fahren. Wir wissen schon, dass Weiz für Gewitter bekannt ist, aber vielleicht haben wir bei unserem ersten Mal in Weiz ja ein bisschen Glück, weil Regen hatten wir heuer finde ich schon genug."

Ein paar Tipps eines Einheimischen kann sich Kurz von seinem Servicenachbarn Patrick Knoll sowie Christoph Karl holen, schließlich führt die Powerstage durch Knolls Heimatgemeinde Fladnitz an der Teichalm. Knolls Ford Fiesta ST hat eine Generalsanierung hinter sich und läuft hoffentlich endlich problemlos: "Es ist schon echt ärgerlich, wenn man drei Mal ausfällt, ohne was dafür zu können. Lavanttal und Wechselland waren beides noch Folgeschäden vom Unfall. Jetzt bei der Heimrallye muss es endlich mal hinhauen, deshalb haben wir nochmal das ganze Auto durchgecheckt."

Ebenfalls in einem Ford Fiesta ST sitzt der aktuelle Racing Rookie Luca Pröglhöf. Für ihn wird es in Weiz zum ersten Mal ernst: "Wir sind schon bei der Mühlstein-Rallye in Perg gestartet. Das war super als Testlauf. Unser Team besteht bis auf meinen Vater und Beifahrer Peter Medinger komplett aus Rallyerookies, da war es super, die Abläufe ohne Druck kennenzulernen. In der ersten Sonderprüfung war ich dort noch zu verhalten, aber gegen Ende ging es schon ganz gut. Mal schauen, was uns in Weiz erwartet."

Zum zweiten Mal in Weiz am Start ist Horst Fasching mit Bruder Mario auf dem Beifahrersitz. "Das Mammutprojekt 'Rallye Weiz' haben wir letztes Jahr ein bisschen unterschätzt. Das war ein bisschen hart als erste Rallye, hat aber richtig Spaß gemacht. Heuer wissen wir, worauf wir uns einlassen und worauf wir uns freuen können: die vielen begeisterten Zuschauer, die sogar uns mit hoher Startnummer noch zujubeln."

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