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Führung in Div. III soll zurückgeholt werden

Ein seltenes Bauteil musste am Peugeot ersetzt werden, einer der Mechaniker lieh einstweilen einen Bauteil seines privaten PKW…

Die für das Team Alfred Leitner/Richard Schützner ziemlich unglücklich verlaufene Škoda-Maribor-Rallye, als man – um in die Boxersprache zu verfallen – einem schweren Knock-out in letzter Minute nur mit Glück entging, zeigte auch noch in den Vorbereitungen für die 38. ARBÖ-Rallye, die traditionsreichste Veranstaltung dieser Art in Österreich, am 23./24. September ihre Spätfolgen.

„Die gebrochenen Motoraufhängungen am Peugeot 206 haben unsere Betreuer von Peugeot Tasch ersetzt, aber bei Testfahrten sind wir vor ein paar Tagen draufgekommen, dass offenbar als Folgeschaden auch die Schaltung etwas abbekommen hat. Bei normaler Fahrt ist das nicht aufgefallen, aber es bestand die Gefahr, dass wir bei der ARBÖ-Rallye nach ein paar Kilometern unter Druck schon gestanden wären.“

Das entsprechende Teil einfach auszutauschen, entpuppte sich aber leider als leichter gedacht als getan.

„Das ist ein so spezielles Teil, dass es in ganz Österreich nicht vorrätig ist. Und der Liefertermin wäre erst nach der ARBÖ-Rallye gelegen. Jetzt war guter Rat teuer. Zufällig sind wir dann aber draufgekommen, dass einer unserer Mechaniker, Markus Hochleuthner, genau so einen Peugeot 206 RC privat fährt."

"Auf vorsichtige Anfrage hin hat er sich sofort bereit erklärt, sein Auto zu kannibalisieren und uns dieses Teil bis nach der Rallye zu leihen. Er schlägt sich bis dahin mit unserem beschädigten Teil durch. Wenn das nicht der Beweis ist, dass Rallye auch ein Teamsport ist?“

Sportlich geht es für Alfred Leitner darum, die Führung in der Division III der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft wieder zurück zu holen.

„Alle bezeichnen uns als Favoriten auf den Sieg und ich kann das natürlich nicht einfach zurückweisen. Aber wir liegen sechs Punkte hinter Damian Izdebski und zwei hinter Klemens Haingartner. Beide fahren Suzuki Swifts, die auf dem Papier schwächer sind als unser Peugeot 206. Eigentlich sollten wir sie daher wirklich schlagen, vor allem, weil mir diese Rallye immer sehr gut gelegen ist."

"Mit etwas Glück könnten wir den Rückstand auf Izdebski vielleicht aufholen, Haingartner ist sicher schneller als er. Das wird ein ganz heißer Kampf, in den sich sicher noch der eine oder andere Suzuki-Fahrer einmischen wird. Schließlich geht es bei denen auch noch um ihren eigenen Markenpokal.“

Die ARBÖ-Rallye startet am Freitag, 23. September 2011, um 14 Uhr in Liezen und endet tags darauf um 18 Uhr in Admont. Dazwischen liegen 14 abwechslungsreiche Sonderprüfungen über 153 Kilometer im oberösterreichischen Bezirk Kirchdorf/Krems und im steirischen Bezirk Liezen.

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