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Saisonrückblick 2017! Und: Bereit für den TakeOff 2018!

Heimo Hinterhofer blickt zurück auf eine erst hoffnungsvolle, in weiterer Folge dann lehrreiche und charakterbildende Saison 2017 und ist schon jetzt höchst motiviert beim Schnüren eines attraktiven Pakets für 2018.

Fotos: GM Corp., Wolfgang Maringer/hillclimbfans.com

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Eigentlich wollte Heimo Hinterhofer beim Saisonabschluss des Adam R2 Cups im Rahmen der Waldviertel-Rallye an den Start gehen, doch nach gründlichen Überlegungen hat sich der Steirer anders entschieden: „Ich habe mir das sehr genau angesehen: Es ist vernünftiger, die Waldviertel-Rallye auszulassen, zumal wir in unserem ersten Jahr im Adam R2 Cup nur einen Teil der Rallyes absolviert haben und in der Jahrestabelle keine Chancen mehr auf Top-Platzierungen haben."

"Da ist es gescheiter, für nächstes Jahr ein attraktives Projekt zusammenzustellen. Derzeit arbeite ich mit Hochdruck an einem solchen Paket - noch sind einige Daten und Fakten unbekannt, auch was den Verbleib des Cups und den Rallye-Kalender für 2018 anbelangt. Sobald diese Dinge klarstehen, werde ich das Projekt meinen Partnern und Sponsoren vorstellen.“

Einstweilen blickt Heimo Hinterhofer noch einmal zurück auf eine aufregende (erste Ausfahrt mit dem Adam R2), erfolgverheißende (gleich ein Podiumsplatz beim ersten Antritt im Adam-R2 Rallye Cup) lehrrreiche und auch den Charakter fördernde (Reifenschaden auf SP1 in Weiz, Motorprobleme in Liezen) Saison 2017...

Dass gleich die erste Rallye in dieser Saison seine beste werden sollte, hat Heimo Hinterhofer wohl nicht gedacht. Und das nach nur wenigen Testkilometern im für Hinterhofer komplett neuen Adam R2...

„Wir konnten damals nur eine Stunde im strömenden Regen fahren“, erzählt Heimo, und fügt augenzwinkernd hinzu: „Als echten Test kann man das nicht wirklich bezeichnen.“

Umso erstaunlicher die Leistung, die der dreifache Berg-Staatsmeister bei seinem ersten R2-Outing abrufen konnte. Zusammen mit seiner neuen Copilotin Tina Annemüller stürmte Hinterhofer gleich einmal als Dritter das Podium des Adam R2 Cups.

Die in Deutschland lebende Copilotin, die auch Pacenotes kommerziell anbietet, war ein großer Gewinn für Heimo Hinterhofer: „Die Zusammenarbeit mit Tina war vom ersten Augenblick an einfach nur perfekt. So kann man sich als Rallyepilot wirklich auf die Verbesserung der eigenen Perfeormance konzentrieren.“

Auch mit Stengg Motorsport war Heimo wie schon in den erfolgreichen Jahren zuvor im Corsa OPC Rallye Cup zufrieden: „Das Auto lief perfekt.“

Bei der Rallye Weiz wollte Heimo Hinterhofer an die gute Leistung bei seiner ersten R2-Rallye anknüpfen. Heimo erinnert sich: „Das war meine große Heimrallye, entpsrechend motiviert bin ich ans Werk gegangen. Doch gleich auf der ersten Prüfung hat uns ein Reifenschaden mehr als eine Minute gekostet, was wegen der Leistungsdichte im starken Feld des Adam-Cups bedeutet hatte, dass ein Podium so gut wie unmöglich war. Zumindest nicht aus eigener Kraft heraus. Ich wollte hier wirklich alles, doch nach dem Patschen wusste ich: Diese Rallye ist verloren!“

Das Charakterbildende an dieser Situation war, dass Heimo Hinterhofer sicherlich auch dank seiner professionellen Copilotin die Motivation aufrechterhalten musste. Ein vierter Platz im Adam R2 Cup zeugt davon, dass ihm das auch gelungen ist. Heimo nickt: „Im Endeffekt waren es wertvolle Kilometer, die wir mit dem für mich immer noch neuen Auto fahren konnten.“

Skoda Rallye Liezen

Für die Rallye in und um Liezen musste Stengg Motorsport kurzfristig ein Auto aus Ungarn anmieten. Leider gab es an diesem Auto technische Probleme, wie Heimo schildert: „Es gab von Beginn an Probleme mit dem Ölstand - wir haben uns vier Prüfungen lang durchgekämpft, doch dann war der gesamte Motorraum voller Öl und im Motor war keines mehr. Um einen kapitalen Motorschaden zu vermeiden, haben wir da lieber abgestellt.“

Die Enttäuschung war naturgemäß groß, wie Heimo offen zugibt „Natürlich! Du bereitest dich ja professionell auf die Rallye vor und wenn es dann vom ersten Kilometer an Probleme gibt, ist das gar nicht lustig. Doch das Team hat sich nachher korrekt verhalten und die Sache ist agehakt.“

Bergrennen Castelmonte-Cividale

Um auch einmal ein anderes R2-Auto auszuprobieren, kehrte Heimo Hinterhofer kurzfristig in jenen Sport zurück, in dem er sich drei Jahre in Folge jedesmal zum Staatsmeister küren konnte: Beim Bergrennen im italenischen Castelmonte-Cividale pilotierte Hinterhofer einen Peugeot 208 R2 des slowenischen Teams Oktan Sport.

Hinterhofer erklärt: „Es war ein Test für mich, einmal mit einem anderen R2-Auto zu fahren. Und es lief super! Das Oktan Sport Team hat sehr professionell gearbeitet - genau, wie ich es haben möchte. Der Peugeot 208 R2 war dem Adam R2 ziemlich ähnlich - er ist ein bisschen gutmütiger zu fahren, ansonsten gibt es keine großen Unterschiede.“

Das Ergebnis war bei diesem Rennen weniger von Belang, da ein Rallye-R2 schwerer und leistungsschwächer ist als ein Bergrennauto in der vergleichbaren Klasse. Trotzdem konnte Heimo den vierten Platz in dieser Klasse belegen.

Das Resümee

Rückblickend sagt Heimo Hinterhofer offen und ehrlich: „Es ist heuer nicht so gelaufen, wie es laufen hätte sollen. Andererseits war diese Saison ohnehin als Lernjahr mit dem R2-Boliden vorgesehen, da ist also nicht viel angebrannt. Jetzt bin ich top motiviert, im nächsten Jahr so richtig durchzustarten - natürlich gemeinsam mit meiner Copilotin Tina Annemüller. Ich möchte mich bei meinen Sponsoren bedanken, dass sie mir die Treue gehalten haben. Und mit Hama Trucks kam sogar mitten in der laufenden Saison ein neuer Partner mit an Bord - das hat mich ganz besonders gefreut.“

Hinterhofer fügt hinzu: „Das gibt mir die Kraft, um für 2018 ein tolles Paket zu schnüren, sodass wir unsere Partner für ihre Treue mit guten Ergebnissen und der entsprechenden Medienpräsenz auch anständig belohnen können.“

Einstweilen gibt es ein spannendes Onboard-Video vom Bergrennen Castelmonte-Cividale:

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