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Rallye: Hintergrund

Toyota erläutert: Warum Tests in der WRC wichtig sind...

Vor jeder WM-Rallye müssen die vier Werksteams ihre Hausaufgaben erledigen: Beim Test auf veranstaltungsbezogen relevanten Strecken werden neue Teile probiert und die Autos abgestimmt...

Bis zur Rallye Finnland (26. bis 29. Juli) sind es zwar noch drei Wochen, doch auch dieser Tage hört man in den Wäldern rund um Jyväskylä schon die Motoren der WRC-Boliden dröhnen. Denn vor jedem WM-Lauf reisen die vier Werksteams in der Regel in die Region der jeweiligen Rallye und führen dort mehrtägige Testfahrten durch.

"Tests sind sehr wichtig", erklärt Toyota-Pilot Esapekka Lappi. "Das Niveau des Wettbewerbs ist heute so hoch und ausgeglichen, dass man schon bei den Tests erfolgreich sein muss. Dort muss man kleine Verbesserungen am Auto finden, denn auf diese Weise gewinnt man Rallyes." Die Weiterentwicklung des Autos ist ein Schwerpunkt der WRC-Tests, bei denen in der Regel jeder Fahrer einen Tag im Auto sitzt und dabei mehrfach eine wenige Kilometer lange Strecke fährt, deren Verlauf möglichst repräsentativ für die jeweilige Rallye ist.

"Wir wollen immer so viele Dinge wie möglich ausprobieren", verrät Lappis Teamkollege Ott Tänak. "Die Ingenieure in der Fabrik arbeiten ständig daran, neue Dinge herauszufinden. Bei den Test gibt es daher immer etwas, was wir uns anschauen müssen, damit wir wissen, ob es einen Vorteil bringt oder nicht. Oder wir suchen nach Ideen für zukünftige Entwicklungen. Diese Arbeit hört niemals auf."

Neben der Weiterentwicklung ist die Vorbereitung auf die jeweilige Rallye der zweite Schwerpunkt der Tests, für die die Teams pro Saison mehr als eine Million Euro ausgeben. "Bei den Tests bereitet man das Auto vor und tastet sich ans Limit heran", sagt Jari-Matti Latvala. "Wenn man zu einer Rallye geht, will man das Set-up nicht mehr verändern."

Das sei vor allem für den Kopf der Fahrer wichtig, betont Lappi: "Es ist ein Teil der mentalen Vorbereitung. Wenn man das Auto so hinbekommt, wie man will, und das Set-up und das Gefühl im Auto passen, gibt einem das für die Rallye einen Schub. Dann kann man gleich vom Shakedown an mit vollen Vertrauen loslegen, wenn man sich über das Set-up keine Gedanken mehr machen muss."

Das betont auch Tänak. Deshalb geht es seiner Ansicht nach bei den Tests auch nicht darum, möglichst schnell zu fahren. "Normalerweise konzentriere ich mich nicht auf eine perfekte Fahrt oder fahre ständig am Limit. Vielmehr denke ich über das Set-up nach und versuche, das Auto so komfortabel wie möglich einzustellen, damit ich später bei der Rallye angreifen kann", sagt der Este.

So unterschiedlich wie die verschiedenen WM-Rallyes sind daher auch die Zielsetzungen bei den Tests. "Aktuell testen wir für die Rallye Finnland. Hier geht es vor allem darum, dass das Auto nach den Sprüngen gut landet. Damit sich beide, Fahrer und Beifahrer im Auto wohlfühlen", erklärt Latvala. "Wenn das Auto irgendetwas unvorhersehbares macht, fällt dem Beifahrer schwerer, den Aufschrieb vorzulesen."

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