Rallye

Inhalt

Rallye W4 2018

Mayer dürfte Karriereende aufschieben

Bei der Rallye-W4-Premiere landet Walter Mayer nach einem Jahr Pause gleich wieder in den Top 10 – was nun? Karriereende oder nicht?

Fotos: Daniel Fessl

Sieht man von seinem Kurzauftritt bei der Jännerrallye mit dem technischen Ausfall nach vier Kilometern ab, war Walter Mayer ein Jahr in Rallyerente. Bei der erstmals in dieser Form ausgetragenen Rallye W4 im Waldviertel gab der Niederösterreicher letzte Woche ein Comeback. Mit seinem Beifahrer Jürgen Heigl fuhr er mit seinem Peugeot 208 T16 R5 auf einen vielfach bestaunten achten Gesamtrang. Die große Frage danach: Was nun?

In seiner zwölfmonatigen motorsportlichen Absenz hat sich bei Walter Mayer viel getan: In seinem Autohaus in Gießhübl kam mit Suzuki eine neue Automarke hinzu, er selbst unterzog sich einem "großen Service", und schließlich feierte sein Sohn Daniel, der mittlerweile auch im Familienbetrieb tätig ist, mit dem Peugeot ein sehr ansprechendes Rallyedebüt. Alles angerichtet also für die "Wachablöse" im Hause Mayer, wenn da nicht ein großer emotionale Zwist wäre ...

Walter Mayer: "Im Grunde bin ich mit dem Gedanken ins Waldviertel gefahren, dass das meine allerletzte Rallye ist. Dies war auch nach der Zieldurchfahrt noch so, doch jetzt, eine Woche später, sind die Zweifel wieder da. Warum? Ganz einfach: weil ich eben mit dem Rallyesport sehr verbunden bin, und auch der Werbewert nicht unerheblich ist. Ich habe mir in den letzten Tagen sehr viele Gedanken gemacht – mit dem Fazit, dass ich mein endgültiges Karriereende noch ein wenig von mir wegschieben möchte."

"Ich habe Pro und Kontra gegenübergestellt. Herausgekommen ist dabei, dass mir der Rallyesport immer noch sehr am Herzen liegt. Um zu erreichen, dass mir eine Rallye weiter Spaß macht, muss ich nur soweit kommen, dass ich meine eigenen Ansprüche anders definiere; bedeutet, dass ich mit Sicherheit keine komplette Meisterschaft mehr bestreiten werde. Damit fallen schon einmal alle Zwänge weg, und sollte mir eine Veranstaltung gefallen, werde ich daran teilnehmen, denn heute bin ich soweit, dass ich mich auch über eine Top-10-Platzierung wie zuletzt im Waldviertel freuen kann. Das ist wohl auch dem Alter geschuldet", so Walter Mayer.

Drucken
LIVE Stimmen der Piloten LIVE Stimmen der Piloten Bericht Race Rent Austria Bericht Race Rent Austria

Ähnliche Themen:

21.11.2018
Rallye W4 2018

Neben der Spur und doch auf dem richtigen Weg: Andreas Fojtik holte in seinem Saab 96 V4 den Histo-Klassensieg beim Rallye-W4-Debüt.

30.04.2016
ORM: Wechselland-Rallye

Bei der Wechselland-Rallye musste Walter Mayer seinen Peugeot 208 T16 R5 nach SP7 abstellen, da er sich bei einem Dreher den Unterboden zu stark beschädigte.

08.04.2016
ORM: Lavanttal-Rallye

Kleines Problem, große Wirkung: Ein Elektrik-Problem an seinem Peugeot 208 T16 R5 beendet den Auftritt des Gießhüblers bei der Lavanttal-Rallye.

Rallye W4 2018

- special features -

Kingsize-Bulli Weltrekord: VW T2 Bulli aus Legosteinen

Ein Bulli fürs Guinness-Buch: Zwei Modellbauer haben einen VW T2 Campingwagen mit 400.000 Lego-Steinen zu neuem Leben erweckt.

Ur-G-estein Jubiläum: 40 Jahre Mercedes G-Klasse

Mercedes feiert das 40-jährige Bestehen der G-Klasse. Neben Arnold Schwarzenegger die wohl bekannteste steirische Eiche der Welt.

F1-Tests 2019 Fehlstart für das Williams-Team

Das britische Williams-Team wird mit den Aufbauarbeiten des neuen Autos nicht rechtzeitig fertig - erster Rollout am Dienstag...

Motorsport: News Max Hofer wechselt zu Land Motorsport

Das deutsche Topteam hat erneut den Titel im ADAC GT Masters im Visier; Max Hofer teilt sich das Cockpit mit Christopher Mies.