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Früher Saisonauftakt

Die Winterpause der Rallye-ÖM fällt heuer kurz aus, am 3. Jänner 2003 dröhnen bereits die Motoren im Mühlviertel. Mit dabei: Wittmann im WRC & Stohl im Gr.N Mitsu.

Das Mühlviertel wird vom 2. bis 4. Jänner 2003 im Mittelpunkt des heimischen Motorsportgeschehens stehen. Bereits zum 21. Mal heißt es, Start frei zur IQ-Jänner-Rallye. 59 Teams haben für den Start der T-Mobile-Meisterschaft ihre Nennung abgegeben.

Gruppe A

Mit dabei wird Franz Wittmann mit Co.-Pilotin Heike Feichtinger auf einem Toyota Corolla WRC sein. Der erfolgreiche Niederösterreicher mit dem Beinamen „Mr. Jänner-Rallye“ hat diesen Bewerb bisher in den Jahren 1975, 1976, 1977, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, und letztmalig 1984 für sich entscheiden können.

Seine Beweggründe für einen neuerlichen Start: “Ich liebe diese Rallye, es macht Spaß im Mühlviertel unterwegs zu sein. Ich habe hier schon tolle Stunden erlebt, einer der Höhepunkte war für mich 1981 die Weltpremiere mit dem Audi Quattro. Wenn heuer ein zehnter Gesamtsieg herausschaut, wird es mich sehr freuen.“

Einer der Hauptkonkurrenten des Ramsauers wird der Oberösterreicher Raimund Baumschlager mit Co. Ruben Zeltner auf einem Mitsubsihi Carisma GT sein:

„Ich freue mich schon sehr auf die Jänner-Rallye. Natürlich sind wir motorisch unterlegen, aber die Rallye ist lang und sehr schwierig, da kann sehr viel passieren. Mir liegen solche Verhältnisse besonders, eines ist dabei sicher, zusammengezählt wird erst am Schluss.“

Ein weiterer Podiumsanwärter in der Gruppe A ist Kris Rosenberger mit Sigi Schwarz auf dem schon betagten Lancia Delta. Der Staatsmeister des Jahres 1997 ist für die IQ-Jänner-Rallye sehr zuversichtlich,“ wenn es schneit und wenn winterliche Bedingungen herrschen. Darüber hinaus habe ich etwas an unserem Auto gemacht, wir haben einige Teile revidiert. Daher werde ich zu Beginn eher etwas vorsichtiger unterwegs sein. Wenn man bei dieser Rallye gleichmäßig unterwegs ist, kann man am Ende ganz vorne dabei sein.“

Neben diesen drei Topfavoriten in der Gruppe A werden aber auch weitere Fahrer zu beachten sein. Da ist einmal Stefan Reininger (Mitsubsihi Evo VI) der Drittplazierte in der heurigen Gruppe A Meisterschaft, dann vom Dark Dog Team Adolf Ramoser und Gottfried Kogler (beide Mitsubishi) sowie Joachim Resch (Mitsubishi). Interessant in der Gruppe A wird der Start des jungen Richard Lietz sein. Der Rundstreckenspezialist wagt sich aufs Rallyeparkett und steuert einen Mazda GTR.

Gespannt kann man auch auf den Einsatz des Lokalmatadors aus St. Oswald bei Freistadt, Ernst Haneder mit Co. Harald Gottlieb sein. Die Beiden fahren diesmal in der Klasse A8 auf einem Mitsubishi Lancer Evo III.

Leider nicht am Start ist der regierende Meister in der Gruppe A. Raphael Sperrer konnte bis zum Nennschluss der Rallye mit seinem bisherigen Team von Peugeot Sport Austria für die Saison 2003 noch zu keinem Verhandlungsergebnis kommen.

Da von den neun Läufen der nächstjährigen T-Mobile Rallyemeisterschaft nur die besten acht Resultate in die Wertung kommen, bedeutet dies für den Kirchdorfer bereits das erste Streichresultat.

Gruppe N:

Dort bahnt sich ebenfalls ein Gigantenkampf an der Spitze an. Die Devise heißt Österreich gegen Deutschland. Wobei die Proponenten durchaus auf Grund ihrer fahrerischen Klasse in der Lage sind, sich in der Gesamtwertung der Jänner-Rallye ganz vorne einzureihen.

Beginnt man mit dem Gast aus Deutschland, dann handelt es sich bei Hermann Gassner um den regierenden österreichischen Gruppe N-Meister und gleichzeitig um den Vorjahrssieger der Jänner-Rallye 2002. Der Deutsche ist als großer Routinier auch bei schwierigen Bedingungen immer für eine Top-Plazierung gut.

Besonders erfreulich bei dieser Jänner-Rallye ist der Start von Manfred Stohl/Ilka Petrasko auf einem Mitsubishi. Der Wiener, zuletzt Sieger im Waldviertel auf einem WRC, startet diesmal wieder einmal in der Gruppe N:

"Für mich ist die Teilnahme bei der IQ-Jänner-Rallye eine unbezahlbare Erfahrung. Wir fahren fast alle Rallyes in Österreich auf Asphalt, eine Rallye auf Schnee ist etwas besonders, da kann man viel lernen, außerdem liegen mir diese Bedingungen besonders.“

Aber auch Beppo Harrach hat sich diesmal viel für das Mühlviertel vorgenommen:“Es wird eine schwierige Aufgabe werden. Ich konzentriere mich vorweg nur auf meine Fahrt und werde nicht auf die Konkurrenten schauen. Wenn wir gut unterwegs sind, dann ergibt sich daraus sicher auch ein gutes Resultat.“

Nicht zu unterschätzen ist auch Vize-Meister Martin Zellhofer. Er konnte voriges Jahr hinter Sieger Hermann Gassner den ausgezeichneten zweiten Gesamtrang belegen. Er kennt daher einige Sonderprüfungen schon recht gut. Auch Walter Kovar ist immer für einen Spitzenplatz in der Gruppe N gut.

Rallyepokal für Dieselfahrzeuge:

So würdig der heurige Saisonabschluss im Waldviertel bei den Dieseln war, um so betrüblicher ist nun die Situation vor dem Start in die nächstjährige Rallyemeisterschaft. Es fehlen die Fahrzeuge vom VW-Team Austria, an der Spitze Pokalsieger Andreas Waldherr. Da die Fahrzeuge nicht FIA homologiert sind, hätte man auf Grund des EM-Status der Rallye, erst am Ende des Feldes starten können. Dies wurde von den Verantwortlichen jedoch abgelehnt.

Aus ähnlichen Gründen fehlt nach interner Teamentscheidung auch die Fiat Stilo Trofeo Truppe, angeführt von Sieger Andreas Hulak. Dort hat man zusätzlich auch finanzielle Mehrkosten für den Nichtstart ins Treffen geführt.

Die Hintergründe die zu diesen Absagen geführt haben werden von den beiden Veranstaltern der Jänner Rallye 2003 nicht kommentiert. Eines sei jedoch dazu gesagt, das FIA sanktionierte Reglement sieht diese Vorgangsweise verbindlich vor und kann vom Veranstalter nicht selbstständig aufgehoben werden.

Trotzdem wird es im Mühlviertel eine Dieselwertung und damit auch Punkte für den Rallyepokal geben. Lokalmatador Karim Pichler mit Tina Monego, sowie Ing. Michael Böhm mit Günther Schmirl und Christoph Weber halten die Stilo Farben trotzdem hoch, ergänzt wird das Feld durch Peter Schauberger (VW) und Manfred Pfeifenberger (Seat).

Das Feld der Jänner-Rallye Trophy-Starter wird ergänzt durch eine Reihe von Fahrzeugen aus dem Historischen Bereich. Dies obwohl keine Wertungspunkte vergeben werden. Dort gilt das Motto, „einfach dabei sein und Freude am Sport zu haben.“

Nennlisten, Zeitplan, die Sieger der vergangenen Jahre sowie Vorschauen einzelner Teams finden Sie in der rechten Navigation!

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