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Wittmann feiert 10. Sieg bei der Jänner-Rallye

Wittmann lässt nichts mehr anbrennen und gewinnt vor Baumschlager, Gaßner siegt in der Gr.N, Pfeiffenberger bei den Dieseln, Jakobitsch Top-N3.

Der Auftakt für die heurige Rallye-Europameisterschaft (Coeff.2) und für die heimische Rallye Staatsmeisterschaft wurde für die beiden Veranstalter Badener Rallyeclub und Rallyeclub Mühlviertel mit seinen 14 Gemeinden, ein voller Erfolg.

Nicht weniger als 80.000 Besucher waren nach Angabe der Gendarmerie an beiden Tagen ins Mühlviertel gekommen um auf den 21 leider schneelosen Sonderprüfungen die heimische Rallye-Elite, mit Ausnahme von Raphael Sperrer und Manfred Stohl - die nicht am Start waren - zu bewundern.

Große Sieger wurden Franz Wittmann/ Heike Feichtinger auf Toyota Corolla WRC. Für Franz war es in seiner langen Karriere nach 1975, 1976, 1977, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983 und letztmalig 1984 heuer der zehnte Erfolg in dieser Region. Dementsprechend groß war die Freude bei dem nun schon 52 jährigen Niederösterreicher:

"Ich freue mich wahnsinnig, daß ich nach 19 Jahren diese Rallye wieder gewinnen durfte. Anfänglich habe ich Baumschlager unterschätzt, der sehr stark gefahren ist. Auf den beiden langen Prüfungen im Nebel habe ich aber gezeigt, daß ich noch nicht zum alten Eisen gehöre. Da hat mein fahrerisches Können schon sehr zum Sieg beigetragen. Für mich bedeutet dieser 10. Erfolg im Mühlviertel sehr viel. Ich würde ihn nach dem WM Sieg in Neuseeland und dem 12. Staatsmeistertitel als drittwichtigsten Erfolg meiner Karriere einschätzen.“

Ein ganz großer Gegner für Sieger Wittmann war diesmal der Oberösterreicher Raimund Baumschlager mit Co. Ruben Zeltner. Er fuhr eine sehr gleichmäßige und beherzte Rallye. Nach dem Gewinn der SP 1 in Pregarten konnte er ab der SP 11 wieder in Führung gehen, lieferte Wittmann dann bis zur SP 19 einen Sekundenkrimi und lag im Ziel nur 39,4 Sekunden zurück.

Klar das der Rosenauer mit seiner Leistung mehr als zufrieden war:“ Ich bin natürlich happy. Ich glaube dass ich fahrerisch eine gute Vorstellung abgegeben habe. Das Plansoll habe ich sicher erfüllt. Ich möchte mich bei meiner Mannschaft von BRR sehr herzlich für den Einsatz bedanken, sie haben mir ein perfektes Auto zur Verfügung gestellt und das in ihrer Freizeit.“

Gaßner räumt einmal mehr in der Gruppe N ab

Gesamtdritter und gleichzeitig Sieger der Gruppe N wurde Titelverteidiger Hermann Gaßner mit Karin Thannhäuser aus Deutschland. Er bot wiederum eine erstklassige Leistung, spielte bei schwierigen Bedingungen seine ganze Routine aus und holte sich damit volle Punkte für die Meisterschaft:

"Es war ein optimaler Auftakt für die Meisterschaft, die aber aus finanziellen Gründen noch nicht abgesichert ist. Der dritte Platz ist dem vorjährigen Sieg absolut gleichzusetzen, da heuer die Konkurrenz wesentlich stärker war, dies trifft auch auf die Gruppe N zu."

Dahinter belegte Beppo Harrach den vierten Gesamtrang:“ Für mich war diese Jänner-Rallye eine sehr gute Vorbereitung für die Monte Carlo Rallye. Speziell auf den langen Prüfungen im Nebel habe ich gezeigt, daß ich am zweiten Tag besser in Fahrt war als am Beginn. Hermann Gaßner möchte ich zu seinem Erfolg gratulieren, er ist eine tolle Rallye gefahren. Gegen Ende habe zwar noch aufholen können, es hat aber nicht gereicht."

Diesel & N3

Die Dieselwertung holte sich nach dem vorzeitigen Ausfall des Oberösterreichers Karim Pichler (Fiat Stilo), der Salzburger Manfred Pfeiffenberger auf Seat TDI. In der Formel 2 Wertung blieb der Kärntner Heinz Jakobitsch erfolgreich, auf den Plätzen landeten Franz Schulz und Marcus Leeb (alle Peugeot).

Hohe Ausfallsquote

40 Mannschaften waren am Freitag gestartet, nur 27 Teams erreichten das Ziel in Pregarten. Unter den Ausgefallenen auch Kris Rosenberger/Sigi Schwarz (Lancia) die lange Zeit an dritter Stelle in der Gruppe A zu finden waren.

Auch vorzeitig ausgeschieden sind Martin Zellhofer und der junge Richard Lietz durch Unfall, sowie Stefan Reininger mit einem technischen Problem. Pech hatte auch der Oberösterreicher Markus Egger, der in der Endabrechnung Rang sechs belegte, aber disqualifiziert werden musste, da er auf dem Rundkurs in Lasberg eine Runde zu wenig zurücklegte.

Endstand der IQ-Jänner-Rallye 2003:

1. Franz Wittmann/Heike Feichtinger A/A Toyota WRC + 2:20:03,3
2. Raimund Baumschlager/Ruben Zeltner A/D Mitsubishi + 39,4 Sek.
3. Hermann Gassner/ K.Thannhäuser D/D Mitsubishi 1.Grp N + 4:47,9 Min.
4. Beppo Harrach/Michael Kölbach A/D Mitsubishi 2.Grp N + 5:08,0
5. Walter Kovar/ Werner Kohlbacher A/A Mitsubishi 3.Grp N + 9:25,7
6. Ernst Haneder/Harald Gottlieb A/A Mitsubishi + 16:31,2
7. Johann Holzmüller/ Stefan Langthaler A/A Mitsubishi + 21:03,6
8. Roland Frisch/ Andreas Steuer A/A Fiat Bravo + 24:47,9
9. Bernhard Jahn/Petra Jahn A/A Mazda 323 + 24:51,2
10.Heinz Jakobitsch/ Mario Jöbstl A/A Peugeot F2 Sieger + 26:36,5

Bestzeitenverteilung: Wittmann 16, Baumschlager 5

Stand in der Rallye Meisterschaft:
Gruppe A: 1. Franz Wittmann 20 Punkte, 2. Raimund Baumschlager 15, 3. Ernst Haneder 12, 4. Johann Holzmüller 10, 5. Roland Frisch 8.

Gruppe N: 1. Hermann Gassner 20, 2. Beppo Harrach 15, 3. Walter Kovar 12,

Diesel-Trophy: 1. Manfred Pfeiffenberger 20, 2. Peter Schauberger 15

Fotos finden Sie in der rechten Navigation, Nachberichte der Jänner-Rallye folgen in den nächsten Tagen!

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