Rallye

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ORM: Wechselland-Rallye

„Rallye sicher genießen“ - wichtige Tipps und Hinweise

Die Sicherheit der Fans ist das oberste Gebot – wir bringen alle wichtigen Tipps für den sicheren Genuss einer Rallye. Plus: Aktuelle Infos wie Notfall-Telefonnummer…

Fotos & Grafiken: OSK, Lavanttal-Rallye, Daniel Fessl

Rallye bedeutet oft auch „Motorsport in freier Wildbahn“ – nicht nur für die Piloten ist das eine anspruchsvolle Aufgabe – auch ihr, die Fans, könnt sehr viel dazu beitragen, dass eine Rallye nicht nur ein unvergessliches, sondern auch ein für alle Beteiligten sicheres Erlebnis bleibt.

motorline.cc startet heuer die Serie „Rallye sicher genießen“, im Vorfeld jeder ORM-Rallye wollen wir den Fans die wichtigsten Sicherheitsaspekte in Erinnerung rufen.

Die Serie wurde in Kooperation mit der OSK, im Besonderen mit Dietmar Hinteregger, dem Vorsitzenden des OSK Rallyekollegiums, mit Gerhard Leeb (IG Rallye), Helmut Schöpf (Waldviertel-Rallye) und Ferdinand Staber, dem Organisationschef der Jännerrallye erarbeitet. Wir bedanken uns sehr herzlich für die gute Zusammenarbeit.

Vorwort Dietmar Hinteregger

Der Vorsitzende des Rallyekollegiums der OSK, Dietmar Hinteregger erklärt: „Motorsport kann gefährlich sein!“ – dieser uns allen bekannte Stehsatz ist im gesamten Motorsport in erster Line an die Fahrer gerichtet. In Motorsportdisziplinen, welche nicht auf dafür kommissionierten Rennstrecken durchgeführt werden, gilt er neben den Teilnehmern im Besonderen aber auch für Zuschauer. Und gerade im Rallyesport hat die Sicherheit der Zuschauer einen extrem hohen und wichtigen Stellenwert.“

„Deshalb beschäftigt sich das Rallyekollegium der OSK in enger Zusammenarbeit mit den österreichischen Rallyeveranstaltern seit Jahren mit der permanenten Verbesserung in punkto Zuschauersicherheit. Die gemeinsam erarbeiteten Bestimmungen werden laufend evaluiert und an neue Erkenntnisse und Notwendigkeiten angepasst. Trotz aller Bestimmungen und Vorkehrungen bleibt aber immer noch ein Restrisiko bestehen, dass durch richtiges Verhalten von Zuschauern nochmals massiv reduziert werden kann. Es ist daher besonders wichtig, dass auch der Rallyefan, so wie die Piloten, eine hohe Professionalität mitbringt, um einen mit Zuschauern unfallfreien Ablauf einer Rallyeveranstaltung zu gewährleisten und damit beiträgt, den Fortbestand des Rallyesports in Österreich langfristig zu sichern!“

RALLYE SICHER GENIESSEN – ALLGEMEIN

Sonderprüfungsstrecken & Sperrzonen niemals betreten

Das Betreten der Sonderprüfungsstrecke und der Sperrzonen ist grundsätzlich verboten (die Absperrbänder dienen nur der Orientierung, sie stellen keine Sicherheit dar!). Geht nie auf oder direkt neben den Sonderprüfungen.

Minuten- oder sonstige Intervalle in der Startreihenfolge sind keine verlässliche Größe, da es auf der Prüfung zuvor zu Unregelmäßigkeiten kommen kann (beispielsweise ein Reifenschaden, das Auto setzt die Fahrt hernach fort) – diese Intervalle sind trügerisch, sich darauf zu verlassen wäre fatal, daher niemals die SP-Strecke betreten oder auch nur überqueren – niemals auf oder direkt neben der SP-Strecke gehen!

Richte die Augen auf die Strecke

Immer, selbst in den Zuschauerzonen ist es überlebenswichtig, den Blick auf die Strecke zu richten. Nur wer eine Gefahr sieht, hat eine Chance, zu reagieren.

Anweisungen der Streckenposten befolgen

Beachtet die Anweisungen der Streckenposten. Diesen ist unbedingt Folge zu leisten - es geht um Eure Sicherheit.

Zeigt Flagge bei uneinsichtigen Fans und helft unseren Streckenposten, wenn diese mit uneinsichtigen Zuschauern nicht klar kommen sollten. Sperrzonen sind oft der letzte "Rettungsanker" für die Piloten. Haltet dort viel Abstand! Ihr habt keine Knautschzone.

Was tun bei einem Unfall?

Betretet die Sonderprüfung auch im Falle eines Unfalls nicht, denn unter Umständen sind noch Wettbewerbsfahrzeuge auf der Strecke und es folgen auf jeden Fall noch Arzt, Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr.

Notfalltelefon

Solltet ihr in unmittelbarer Nähe auf einer zuschauer- und streckenpostenfreien Passage einen Unfall beobachten, ruft umgehend die Rallyeleitung unter der Notfalltelefonnummer an. Diese wird bei jeder Rallye in der Ausschreibung bekannt gegeben. Am besten ist es, diese Nummer schon vor dem Rallyebesuch abzuspeichern, ihr könnt damit womöglich Leben retten.

Eigenverantwortung übernehmen

Kinder, Betrunkene oder sonstig beeinträchtigte Personen unterschätzen die Gefahren – lasst sie nicht aus den Augen, versucht sie auf die Gefahren aufmerksam zu machen und aus der Gefahrenzone zu lotsen – ohne euch dabei jedoch selbst in Gefahr zu bringen! Wenn jemand in einer Sperrzone steht, informiert ihn darüber, jedoch lediglich über Zurufe, begebt euch niemals selbst in die Gefahrenzone – reagieren die betreffenden Personen nicht auf eure Zurufe, informiert den nächsten Streckenposten umgehend, er wird sich um die Personen kümmern.

Funkposten

Am besten ist die Verständigung des nächstgelegenen Funkpostens – er hat direkten Kontakt zum Start und zu allen anderen Funkposten.

Logische Sturzräume & Unvorhersehbares

Rallye ist Mechanik und Physik – die folgende Skizze verdeutlicht naturgegebene Sturzräume. Beachtet aber auch, dass immer unvorhersehbare Dinge passieren können! So ist beispielsweise auch der Kurveninnenraum noch lange keine Lebensversicherung. Im Zweifelsfalle immer die sichere Lösung wählen.

Du haftest für dein Handeln

Vergesst nicht, dass ihr – wie überall - für eure Handlungen auch belangt werden könnt. Aufgestellte Fotostative können für die Piloten zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden. Leider gibt es auch wenige „schwarze Schafe“, die meinen, es sei „lustig“, die Piloten mit Gegenständen oder gar Felsbrocken zu überraschen – viele Autos sind mit Onboard-Kameras ausgerüstet, dermaßen „lustige Fans“ können polizeilich verfolgt und belangt werden! Solltet ihr Personen beobachten, die Gegenstände auf der Strecke platzieren, informiert umgehend den nächsten Streckenposten.

Schlusswagen

Eine Rallye ist immer erst dann zu Ende, wenn der Schlusswagen kommt – er ist mit Drehlichtern und/oder einer grünen Flagge gekennzeichnet. Doch aufpassen: Wird eine Sonderprüfung mehrmals befahren, was oft der Fall ist, kann es sein, dass der Schluss wagen erst nach dem zweiten Durchgang die Strecke frei gibt. Außerdem kann es sein, dass nach dem Schlusswagen des ersten Durchgangs bereits wieder die Sicherheitsfahrzeuge des zweiten Durchgangs auf die Strecke fahren – der Zeitplan ist hier eine gute Orientierungshilfe. Im Zweifelsfalle gilt immer: Die Strecke nicht betreten, nicht direkt neben der Strecke gehen!

Vorsicht am Ende des Feldes

Gerade am Ende des Feldes erhöht sich das Gefahrenpotential – die schwächeren Autos am Ende des Feldes sind oftmals weniger gut zu hören, ein verbotenes Überqueren der Strecke bei den höheren Startnummern ist also nicht minder lebensgefährlich. Zumal auch die Autos mit den höheren Startnummern schnell unterwegs sind.

Zuschauerpunkte

Zusehen ist nur in den ausgewiesenen Zuschauerpunkten laut Rallye-Programm gestattet. Entlang der Strecke herrscht absolutes Zuschauerverbot.

Aufenthalt auf eigene Gefahr

Prinzipiell gilt schließlich: Der Aufenthalt entlang der Strecke, an den Zuschauerpunkten, sowie in den ausgewiesenen Zuschauerzonen erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr. Eltern haften für Ihre Kinder!

SPEZIFISCHE INFOS ZUR WECHSELLAND-RALLYE:

Notfalltelefonnummer

+43 676 5325158

Besondere Vorsicht auf RUNDKURSEN - Autos können JEDERZEIT kommen

Bei der Wechselland-Rallye werden gleich drei Rundkurse absolviert: Am Freitag der Pinggau Rundkurs kurz (SP1/3) und der Rohrbach-Rundkurs (SP2/4), am Samstag der Pinggau Rundkurs lang (SP10/12).

Unbedingt beachten: Auf Rundkursen kann man sich absolut NICHT an das Minuten-Interval orientieren, es kann JEDERZEIT ein Auto kommen.

50m links & rechts Sperrzone

Generell gilt bei der Lavanttal-Rallye, dass der Bereich jeweils 50 Meter links und rechts neben der Strecke als absolute Sperrzone zu behandeln ist. Ausnahmen sind natürlich die extra ausgewiesenen Zuschauerzonen.

Der Veranstalter bittet zudem darum, die Absperrungen einzuhalten und die Anweisungen des gekennzeichneten Personals

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