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ORM: Jännerrallye 2018

Klassensieg vor der eigenen Haustür

"The Osskies" starteten am 5./6. Jänner bei der 33. Jännerrallye im Großraum Freistadt, am Ende stand der Sieg in der Klasse 6.6.

Fotos: Martin Butschell/BMP

Am 5. und 6. Jänner startete das Rallyeteam "The Osskies" bei der 33. Jännerrallye im Großraum Freistadt. Da bekannt ist, dass die Jännerrallye eine der schwierigsten Rallyes im In- und Ausland ist, bereitete man sich natürlich gründlichst auf diese Voranstaltung vor.

Da die Rallye praktisch vor der eigenen Haustür stattfand, wollte man die Sponsoren, Fans und Mechaniker mit einer Zielankunft in der Messehalle beschenken. Genau aus diesem Grund wurden die ersten Sonderprüfungen am Freitag in der Früh eher etwas vorsichtiger angegangen. Außerdem ist allgemein bekannt, dass es die Sonderprüfung Pierbach - Mötlas in sich haben kann.

Mit guten Infos des Eisspions ging das Team in die sehr eisige erste Prüfung; dass es kein Honiglecken wird, wusste man. Nach ca. fünf Kilometern in den Pierbacher Kehren, wo es aussah, als hätte ein Bombe eingeschlagen, da sehr viele Fahrer auf Glatteis abgeflogen waren, wurde entschieden, das erste "Ringerl" mit wenig Risiko fertig zu fahren.

Im Service fand man sich im Klassement dann in der Klasse 6.6 auf dem hervorragenden dritten Platz und dem 27. gesamt, womit man natürlich sehr zufrieden war. Folglich war die Devise, so weiterzufahren und sicher auf der Straße zu bleiben, was bei diesen Bedienungen freilich kein leichtes Unterfangen war.

So wurden SP 4, 5 und 6 nochmals mit voller Konzentration befahren; da die Temperaturen gestiegen waren, und es nicht mehr so eisig war, wurde mehr Risiko in Kauf genommen, wodurch man auch in der Gesamtwertung belohnt wurde und weiter nach vorne rutschte. In der Klasse 6.6 fand man sich auf Platz zwei wieder, da die Sieganwärter Königseder/Holzer durch technischen Defekt ausfielen.

Bei den vier Nachmittagsprüfungen, auf denen es in die Nacht hineinging, wollte das Team für die zwei Etappen am Samstag den zweiten Platz absichern, weshalb es ein erhöhtes Tempo und mehr Risiko einging. Dies gelang mehr als gut, denn man übernahm die Führung in der Klasse, da das zuvor führende Duo Stürmer/Zauner auf der SP Schönau/St. Leonhard im Graben landete und mehrere Minuten lang von den Zusehern nicht befreit werden konnte.

Im Servicebereich wurde das Auto vom Mechanikerteam wieder komplett durchgecheckt und für den Samstag fit gemacht, da man sich zu 100 Prozent sicher war, dass die Klassenkollegen Stürmer/Zauner alles geben würden, um Ossberger noch abzufangen und Erster zu werden.

So ging man am Samstag auf der Aisttal-Prüfung sogleich volles Risiko ein, um nicht zu viel Zeit zu verlieren und den Vorsprung halbwegs zu halten, was auch gelang. Die Prüfung Unterweißenbach musste mit Vorsicht angegangen werden, da es in der Früh noch an einigen Stellen eisig war und man diese nur schwer ausfindig machen konnte. Beim Rundkurs Königswiesen wurde noch einmal volles Risiko eingegangen – da es sich um eine kurze Prüfung handelte, konnte man den Vorsprung halten.

Diese Sonderprüfung wäre dem Team beinahe zum Verhängnis geworden, da man bei hoher Geschwindigkeit einen Abflug verzeichnete. Dieser hätte fast mit einem Überschlag geendet, doch mit viel Glück konnten der Audi auf den Rädern gehalten werden; man musste sich aber über eine Wiese zu einem Bauernhaus und wieder auf die Straße zurückkämpfen. Das alles bedeutete einen Zeitverlust von ca. 30 Sekunden.

So kam der Kontrahent auf den letzten drei Sonderprüfungen näher als es dem Duo lieb war. Man hatte jedoch immer noch einen komfortablen Vorsprung, den man mit guter Fahrt und Cleverness auch sicher ins Ziel bringen würde. Das Duo Stürmer/Zauner rutschte bei der Prüfung Unterweißenbach abermals in den Graben; so konnte das Ossberger-Team die 16. Sonderprüfung ohne Druck bestreiten und den 22. Gesamtplatz sowie den Klassensieg heimfahren.

Ossberger: "Es ist wunderbar, die Jännerrallye zu bewältigen, und es ist hervorragend, als Sieger die Heimrallye zu beenden. Ein großes Lob an mein Team, das einen perfekten Job gemacht hat, und danke an meine Sponsoren, die das ermöglicht haben."

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