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ORM: Wechselland-Rallye

M1 Rallye Masters vor dem Wechselland

Während M1-Gesamtsieger Günther Knobloch nicht mehr am Start ist, legen die Ford Racing Rookies Patrick Knoll und Michael Röck nach.

Fotos: Harald Illmer

Die beiden Ford Racing Rookies Patrick Knoll und Michael Röck starten bei der Wechselland-Rallye, ebenso wie Martin Ritt in seinem Volvo 740. Da die Meisterschaftsentscheidung in beiden Wertungsklassen bereits gefallen ist und kein LG1-Auto am Start steht, wird in jedem Fall ein LG2-Fahrzeug als Sieger zu sehen sein – ungewöhnlich, aber keine Premiere.

Die Wechselland-Rallye wartet mit einigen Neuigkeiten auf, die heurige Ausgabe wird aus fahrerischer Sicht mit Sicherheit ein echter Leckerbissen. Gegen Ende der Rallyesaison sieht man häufig dennoch die Fahrerfelder schwinden. Das hat einerseits mit dem Fehlen ausländischer Prädikate wie beispielsweise dem Mitropa Cup zu tun, andererseits auch mit der Tatsache, dass nur eine überschaubare Anzahl an Piloten alle sieben ÖM-Läufe bestreitet.

Im M1 Rallye Masters hat das noch weitere Gründe: Sowohl die Gesamtwertung (Günther Knobloch/Jürgen Rausch) als auch die Auszugswertung LG2 (Michael Röck/Patrick Forstner) sind bereits entschieden. Einige Piloten beschäftigen sich zudem bereits verstärkt mit der Saisonplanung für 2019. Umso erfreulicher, dass gerade drei junge M1-Piloten die Rallye in Angriff nehmen werden: die beiden Ford Racing Rookies Patrick Knoll und Michael Röck (beide 22) sowie der Volvo-Pilot Martin Ritt (24) werden nicht nur um den M1-Sieg, sondern auch um ORC-Punkte kämpfen.

Michael Röck, der 22jährige Student aus der Obersteiermark, freut sich schon auf seinen Einsatz und erklärt die Situation so: "Ich möchte die Wechselland-Rallye kennenlernen; ich bin sie noch nie gefahren, daher ist das sehr wichtig für mich. Wir haben zwar noch keine Entscheidung getroffen, in welche Richtung wir 2019 gehen wollen, aber eines ist in jedem Fall sicher: So preisgünstig wie in meinem Racing-Rookie-Ford kann ich mit keinem anderen Fahrzeug Kilometer spulen." Dass nicht nur die Kilometer preisgünstig sind, sondern das Auto – gemessen an der Leistung – auch beachtlich schnell ist, hat das Duo Röck/Forstner zuletzt in Weiz bewiesen: Sie konnten die seriennahe LG2-Wertung gewinnen, darüber hinaus konnten sie sich auch im österreichischen Rallyecup 2000 gegen einige Konkurrenten mit leistungsstärkeren Fahrzeugen durchsetzen; am Ende belegten sie Rang drei bei 18 gestarteten Fahrzeugen.

Auch der zweite Racing Rookie konnte im Laufe der Saison schon einiges an 'Performance' zulegen. Der Weststeirer ist nach wie vor mit einem Serienfahrwerk unterwegs, er konnte mit seinem Ford Fiesta den Rückstand auf die Spitze im Vergleich zum Saisonbeginn aber deutlich reduzieren. In Weiz belegte er im österreichischen Rallyecup 2000 zuletzt den fünften Gesamtrang. Rückblickend auf seine Premierensaison und vorausschauend aufs Wechselland sagt Knoll: "Wenn man nahezu alles selbst organisiert, wird die Zeit zwischen zwei Rallyes neben der Arbeit oft verdammt kurz. Wenn ich ehrlich bin: Die logistischen Aufwände, die mit einer Rallye im Zusammenhang stehen, habe ich wirklich unterschätzt. In dem Zusammenhang möchte ich mich aber auch bei allen bedanken, die mich bei der Ausübung meines Sportes unterstützen, auf die ich mich verlassen kann, wenn es zeitlich mal eng wird. Für mich fängt der Spaß ja immer erst so richtig an, wenn ich das Auto bei der Rallye abgeladen habe. Klar: Das Besichtigen ist auch Arbeit, die gehört aber zum Sport und macht mir viel Spaß; natürlich nicht so viel wie das Rallyefahren – das ist dann natürlich die Krönung des Wochenendes."

Der auch erst 24jährige Martin Ritt, der wieder das alte Dürringer-Motto "Besser Hubraum als Wohnraum" aufgegriffen hat, ist im Wechselland ebenso wieder am Start. Die Rallye ist ihm wohl nicht so gut in Erinnerung, schließlich zerschellte sein erstes Rallyeauto, ein Mazda 323, dort 2017 eindrucksvoll an einem Baum; das Duo Ritt/Obernhuber blieb bei diesem Unfall zum Glück weitestgehend unversehrt. Heuer wagen sie mit dem Volvo einen neuen Anlauf. Rein auf das Leistungsgewicht reduziert sind die beiden gegenüber den Ford Fiesta ST der beiden Racing Rookies klar im Nachteil; sie haben diesen beiden Teams dennoch etwas voraus: den ersten M1-Sieg eines LG2-Fahrzeugs bei der schwierigen Schotterrallye im Schneebergland. Auch wenn dort aufgrund der schwierigen Streckenbedingungen nur zwei M1-Starter gemeldet waren, hat sich damals eine alte englische Rennweisheit bewahrheitet: "To finish first, you first have to finish".

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