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ORM: Rebenland-Rallye

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Auch in der 2WD-Wertung, bei den Historischen und Junioren, im ORC, im M1 Masters und im Mitropa Cup geht es im Rebenland um Punkte.

Für die 2WD-Staatsmeisterschaft sind Fahrzeuge der Klassen 3, 4, 5, 7.1, 7.2 und 7.3 zugelassen, wodurch sich auch das größte Starterfeld ergibt. Der nach der Jännerrrallye in der Meisterschaft führende Martin Ritt (Volvo 740GL) ist in Leutschach ebenso am Start wie der viertplatzierte Enrico Windisch im Citroën C2R2 Max. Den beiden Steirern steht im Rebenland jedoch eine enorm starke Konkurrenz gegenüber: Als klarer Topfavorit muss Hermann Gaßner junior, der als Deutscher in der heimischen Meisterschaft nicht punkteberechtigt ist, mit seiner österreichischen Co-Pilotin Ursula Mayrhofer gehandelt werden. Vor dem Start in Leutschach hat Duo mit dem Toyota GT86 CS-R3 noch einen perfekten Testlauf: Am 8./9. März steht für sie mit der Saarland-Pfalz-Rallye der Saisonauftakt in Deutschland auf dem Programm.

Mit den Steirern Martin Pucher (Citroën Saxo) und Michael Röck (Opel Adam R2) muss man ebenso rechnen wie mit dem Niederösterreicher Alois Handler (Peugeot 207 R3). Schnelle Zeiten konnten aber auch schon steirische Lokalmatadore wie Patrick Knoll (Ford Fiesta ST), Fritz Krump (Renault Clio Sport), Manuel Kurz (BMW E36), Hansjörg Matzer (Opel Corsa), Gert Prugger (Opel Corsa OPC), oder Johann Stelzl (Opel Corsa) vorweisen. Dazu gesellen sich mehrere ausländische Starter mit Potenzial wie z.B. der Rumäne Eugen Caragui, der Slowene Matej Požar oder der Ungar Martin László; sie alle lenken Peugeot 208 R2.

Junioren-ÖM

Der Oberösterreicher Alexander Baumgartner (VW Käfer) ist im Rebenland der Gejagte in der Juniorenstaatsmeisterschaft. Martin Ritt (Volvo 740 G), Michael Röck (Opel Adam R2), Gert Prugger (Opel Corsa OPC), Patrick Knoll (Ford Fiesta ST), René Kauder (Fiat Stilo 1,9) und der Ungar Martin László (Peugeot 208 R2) sind seine Jäger.

Rallyepokal der AMF

Der Rallyepokal der Austrian Motorsport Federation wird in zwei Kategorien ausgetragen: dem 'Rallye Cup' und dem 'Rallye Cup 2000'. Das Reglement sieht jedoch vor, dass Teilnehmer im ORC 2000 (für zweiradgetriebene Fahrzeuge) gleichzeitig auch im ORC (für Allradler) punkten können, umgekehrt jedoch nicht. Dadurch ergibt sich, dass sich in Leutschach vor allem Routinier Robert Zitta (Subaru WRX) gute Chancen im Rallye Cup ausrechnen darf.

Doch auch Christian Windischberger (Subaru WRX), Christian Luif (Mitsubishi Evo IX), Andreas Schart (Mitsubishi Evo IX), Hans-Peter Haid (Mitsubishi Evo X), Herbert Weingartner, Hermann Haslauer (beide Subaru Impreza), Harald Schloffer (Mazda 323 GTR), Martin Kainz (Mitsubishi Evo IX) aus Deutschland und Zoltán László aus Ungarn (Mitsubishi Evo X) sind jederzeit für einen Spitzenplatz gut. Im Rallye Cup 2000 stehen Martin Pucher (Citroën Saxo), Michael Röck (Opel Adam R2), Alois Handler (Peugeot 207 R3) oder auch Enrico Windisch (Citroën C2 R2 Max), verfolgt von einer Heerschar junger, schneller Konkurrenten, im engeren Favoritenkreis.

Historische

Last but not least wird den Fans im Rebenland auch wieder eine tolle Punktejagd der Teilnehmer mit historischen Boliden geboten. In der historischen Staatsmeisterschaft HRM obliegt dem Niederösterreicher Gerhard Openauer (Ford Escort RS2000) die Topsetzung. Er muss sich auf nationaler Ebene mit dem oberösterreichischen Meisterschaftsführenden Alexander Baumgartner (VW Käfer), dem Wiener Goran Dokic (Ford Escort Mk1 RS2000), dem Vorarlberger Richard Ronay (Ford Escort RS1800), dem Steirer Helmut Schwab (Mitsubishi Lancer 2.0 Turbo), dem Kärntner Walther Stietka (VW Käfer 1302) und dem Niederösterreicher Hans Wieger (Ford Escort 1600) messen.

Aus internationaler Sicht stehen ihm die beiden Italiener Rino Muradore (Ford Escort RS2000) und Guido Persello (Opel Kadett GTE) sowie der Ungar Meszi Ati (Lada) gegenüber. Im historischen Rallyepokal HRC sind als einzige Starter der Jännerrallye der Steirer Matthias Haas (BMW 318iS) und der Oberösterreicher Günter Königseder (Lancia Delta Integrale) auch im Rebenland dabei, weshalb die Beiden bereits 25 bzw. 18 Punkte vor ihren Leutschacher Mitstreitern liegen. Ihnen werden jedoch die Italiener Daniele Stekar (Renault 5 Alpine) und Elvio Volpato (Toyota Corolla GT 1600) auf den Pelz rücken.

M1 Rallye Masters

Wie in den letzten Jahren bildet die Rebenland-Rallye den Auftakt zum M1 Rallye Masters. Neben alten Bekannten wie Patrick Knoll und dem 2WD-Führenden Martin Ritt feiern Manuel Kurz und Andreas Schart im Rebenland ihre Rallyedebüts. Schart ist im weiteren Rallyeumfeld nicht ganz unbekannt: Der Lavanttaler hat schon viele Trainingseinheiten auf den Eisbahnen im Lungau hinter sich. Der erste Probegalopp unter echten Rallyebedingungen fand letztes Jahr bei der Heimrallye rund um Wolfsberg in einem serienmäßigen Mitsubishi Evo VIII als Vorausauto statt. Die Lust auf einen Start im Wettbewerb gab es schon länger, 2019 ist es gemeinsam mit Co-Pilot und "Supporter" Christoph Gutschi endlich soweit.

Der fahrbare Untersatz, ein Mitsubishi Evo IX, wurde vom M1-Vorjahressieger Günther Knobloch übernommen. Dass dieses Auto großes Potential hat, konnte Knobloch schon 2016 mit Gesamtplatz zwei beim ARC-Lauf in Kärnten beweisen. Schart schraubt die Erwartungen vor seinem ersten echten Rallyestart aber ordentlich nach unten: "Im Rebenland geht es für uns erstmal ums Kennenlernen vom Auto und dem Ablauf bei einer Rallye. Wir werden vorsichtig anfangen, nichts riskieren und nichts kaputt machen. Trainieren kann man ja nirgends, das muss dann bei der Rallye selber passieren. Bei der Heimrallye im Lavanttal drei Wochen später wollen wir dann aber schon ein ordentliches Tempo fahren."

Ebenso neu mit dabei ist Manuel Kurz: Der Steirer hat einen BMW 328i E36 aufgebaut und ist im Rebenland zum ersten Mal als Fahrer am Start, nachdem er in den letzten Jahren bereits im Serviceteam bei Andreas Aigner und Christian Pirz vor Ort war. Etwas Rennerfahrung gibt es bereits vom Motocrossfahren, nun folgt der Umstieg auf vier Räder: "Rallyefahren ist was Neues für mich, ist aber sicher genauso lustig, vor allem mit Heckantrieb. Der BMW ist ein super Auto dafür, wir freuen uns schon richtig."

Vor genau einem Jahr war Patrick Knoll im Rebenland noch Rallyerookie. Ein Jahr und fünf Rallyestarts im Ford Fiesta ST später ist das Rebenland keine so große Unbekannte mehr, aber trotzdem nicht zu unterschätzen. "Da haben wir uns letztes Jahr die wohl schwierigste Rallye zum Anfangen ausgesucht. Heuer sind wir sicher um einiges schneller. Hoffentlich dürfen wir diese wirklich schönen Sonderprüfungen diesmal auch bei schönem Wetter fahren", so Knoll.

In einer unerwarteten Position befindet sich Martin Ritt vor dem Start im Rebenland. Am Papier ist der Volvo 740 zwar deutlich unterlegen, aber dank einer beachtlichen Leistung bei der Jännerrallye kommt er als Führender in der 2WD-Meisterschaft in die Südsteiermark. Ritt nimmt das aber gelassen: "Wir schauen gar nicht auf diese Wertungen. Es ist einfach eine Freude zu fahren, vor allem vor so vielen Zuschauern. Schön wäre es aber schon, wenn es ein bisschen mehr Konkurrenz in vergleichbaren Autos gäbe, weil so können wir eigentlich nur auf Regen hoffen, da macht der Leistungsunterschied nicht so viel aus."

Mit vier M1-Teams ist das Teilnehmerfeld diesmal eher klein, was aber unter anderem an zwei erfreulichen Aufsteigern liegt: LG1-Vorjahressieger Günther Knobloch fordert im Škoda Fabia R5 erstmals Österreichs Elite heraus, LG2-Vorjahressieger Michael Röck startet im Opel Adam R2 seinen Angriff auf die 2WD-Meisterschaft.

Mitropa Cup

Er ist in seiner mittlerweile 55. Saison und hat trotzdem nichts von seiner Faszination verloren: der Mitropa Rally Cup, die inoffizielle Rallye-EM für Amateure und Privatfahrer. Dass in den vergangenen 50 Jahren zahlreiche Teilnehmer diesen Wettbewerb auch als Sprungbrett für eine internationale Karriere nutzten, zeigt zudem die enorm vorrausschauende Weitsicht der Gründerväter Mitte der Sechzigerjahre. Neben dem Gedanken der grenzüberschreitenden Völkerverständigung war und ist anspruchsvoller Rallyesport auf kostengünstiger Basis einer der Grundpfeiler.

Italiener wie Sandro Munari oder Rafaele Pinto, der Österreicher Franz Wittmann senior oder der Deutsche Armin Schwarz haben ihre ersten internationalen Gehversuche im Mitropa Cup gemacht. Die absolut erfolgreichsten Teilnehmer kommen aber aus Deutschland: Matthias Moosleitner und Hermann Gaßner senior. "Moosi", wie er von seinen Freunden genannt wird, war 1984/85, 1989 bis 1991 sowie 2000 Gesamtsieger, während "Hermann, der große Schweiger" 2001, 2007/08, 2010, 2013 und 2015 insgesamt sechs Gesamtsiege feiern durfte. Der heurige Saisonauftakt im Rahmen der Rallye-ÖM findet nun schon zum achten Mal in Leutschach in der Südsteiermark statt.

Im letzten Jahr verlangten die sehr selektiven Sonderprüfungen von den Teams volle Konzentration und absolute Höchstleistungen. Die Wetterbedingungen waren sehr unterschiedlich: zu Beginn am Freitag mit Regen, danach am Nachmittag mit Sonnenschein und am Schlusstag mit fast winterlichen, sehr rutschigen Bedingungen Im Vorjahr gab es einen deutschen Dreifachsieg: Hermann Gaßner jr. gewann vor Gaßner sr. (beide Mitsubishi Evo X) und Manuel Kößler (Subaru Impreza). Der Sieg im historischen Mitropa Cup ging an den Schweizer Burghart Brink (Lancia Delta Integrale).

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