4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Neue Größe

Der Seat Tarraco schließt als neues Topmodell die SUV-Palette der Marke nach oben ab. Wir bitten das 4,74-Meter-Auto zum ersten Test.

Georg Koman

Nach Jahren der Durststrecke geht es Seat so gut wie noch nie. Im erfolgreichsten Exportmarkt Österreich wird der Marktanteil zum Jahresende erstmals über fünf Prozent liegen (Deutschland: 3,6 Prozent). Nur im Heimland Spanien liegt der Marktanteil mit 8,2 Prozent höher.

Mitverantwortlich für den Höhenflug ist neben gutem Design, fairen Preisen und fünf Jahren Fahrzeuggarantie vor allem die aktuelle SUV-Offensive. Nach dem mittelgroßen Ateca und dem kleinen Arona folgt nun der große Tarraco.

Technisch gesehen ist der neue Tarraco (= antiker Name der katalanischen 130.000-Einwohner-Stadt Tarragona, der in einer groß angelegten Online-Wahl vom Publikum favorisiert worden war) ein um 38 Zentimeter verlängerter Ateca und damit gleich lang wie Skoda Kodiaq und VW Tiguan Allspace.

Klarerweise kommt einem die Silhouette bekannt vor. Seat begnügte sich aber nicht damit, den Ateca einfach zu verlängern, sondern verpasste dem Tarraco ein völlig eigenständiges Front- und Heckdesign. Vorne läuft die Sache statt kleinem Kühlergrill und großem Lufteinlass darunter (wie bei Arona und Ateca) nunmehr genau umgekehrt. Auch das Heck geriet mit seinem durchgehenden LED-Leuchtenband absolut eigenständig. Sowohl der neue Sechseck-Kühlergrill als auch das Leuchtenband sollen zu künftigen Seat-Markenzeichen werden.

Der Tarraco wird übrigens der erste Seat sein, der nicht im - inzwischen ausgelasteten - Stammwerk in Martorell bei Barcelona gebaut wird, sondern in Wolfsburg.

Das Platzangebot des 4,74-Meter-SUV ist großzügig - vorne genauso wie hinten. Die Fondbank lässt sich nicht nur geteilt umklappen, sondern auch verschieben, was einem die Wahl zwischen viel Beinraum und viel Kofferraum, oder weniger Beinraum und noch mehr Kofferraum lässt.

Das Ladevolumen ist so oder so riesig und beträgt zwischen 720 und 1.920 Litern. Um 920 Euro Aufpreis kann man den Tarraco auch als Siebensitzer bestellen, ganz hinten ist dann aber nur Platz für Kinder.

Auch das Cockpit wurde nicht vom Ateca übernommen, sondern neu und jedenfalls edler gestaltet. Es dominiert ein schöner Touchscreen im Tablet-Stil, der perfekt im Sichtfeld positioniert ist. Dazu gibt es auf Wunsch digitalisierte Armaturen.

im Gegensatz zu seinen Brüdern von Skoda und VW ist der neue Seat straffer gefedert, das ist einfach dem sportlicheren Ruf der Katalanen-Marke geschuldet. Straffer heißt in diesem Fall mehr Feedback beim Kurven, aber immer noch genügend Komfort. Auch die direkt-präzise Lenkung geht als angenehm sportlich durch.

An Elektro-Wächtern gibt es Notbrems- und aktiven Spurhalteassistenten serienmäßig, Totwinkel-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, Stau-Assistent, Radar-Tempomat und Fernlicht-Automatik sind optional erhältlich.

Die Antriebspalette umfasst benzinerseitig zwei Motoren: einen 1.5-Liter-TSI mit vier Zylindern und 110 kW/150 PS in Verbindung mit 6-Gang-Schaltgetriebe und Vorderradantrieb (ab 33.490 Euro) sowie einen 2.0-Liter-TSI mit 140 kW/190 PS, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Allradantrieb (ab 45.290 Euro).

Gedieselt wird mit dem bewährten 2.0-Liter-TDI, der ebenfalls mit 110 kW/150 PS, Schaltgetriebe und Vorderradantrieb (ab 37.790 Euro), oder mit 140 kW/190 PS samt Allrad und DSG-Automatik (ab 48.890 Euro) erhältlich ist. Im Jahr 2020 soll ein 210 PS starker Benziner mit Plug-in-Hybrid folgen.

Der neue Seat Tarraco ist ab sofort bestellbar, ausgeliefert wird er ab Februar 2019. Zu Beginn gibt es einen "Frühbucherbonus" von 1.500 Euro, zusätzlich auch noch Boni für Leasing, Versicherung und Service. Bei Beanspruchen aller Vergünstigungen lautet der Einstiegspreis 29.990 Euro. Und bis Mitte des Jahres 2019 gibt es für jede Motorisierung den elektrischen KickScooter eXS gratis dazu, der auch ohne Auto erhältlich ist - dann allerdings um 599 Euro.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Mehr Luxus, vier V6-Antriebe

VW Touareg Facelift präsentiert

Um das aktuelle Flaggschiff aus Wolfsburg auch weiterhin konkurrenzfähig zu halten hat VW dem Touareg ein Facelift verpasst, bei dem im Grunde keine der in so einem Fall zu erwartenden Veränderungen ausblieb. VW legte also sowohl beim Design, als auch bei der verbauten Technologie und den Antrieben Hand an und verspricht, den Touareg damit besser gemacht zu haben als je zuvor.

Dritte Sitzreihen in Autos sind oft nur Notlösungen; gerade geräumig genug für Kinder und kurze Strecken. Hier nicht. Im größten Defender aller Zeiten haben tatsächlich acht Erwachsene Platz. Ja verdammt, in der dritten Sitzreihe gibt’s sogar Sitzheizung und ein eigenes Panoramadach!

Subaru Forester Sondermodell: Black Edition

Ein Klassiker in Schwarz

Seit den späten 1990ern bevölkert der Subaru Forester das – damals noch junge – SUV-Segment. Mit besonderen Designelementen in schwarz kommt nun die Black Edition zu den Händlern.

Einer für alle Fälle

Toyota Hilux im Hänger-Alltagscheck

Der Toyota Hilux ist der ideale Alltagsbegleiter für all jene, die eine Vielzahl von Transportaufgaben zu bewältigen haben - in der gesamten Bandbreite im privaten wie im professionellen Einsatz

Offroad-Klassiker wagt 2023 Sprung über den großen Teich

Ford Bronco kommt nach Europa

Die US-amerikanische Geländewagen-Ikone, der Ford Bronco, kommt Ende des nächsten Jahres als Viertürer und Linkslenker in begrenzter Stückzahl in ausgewählten europäischen Ländern auf den Markt. Darunter auch in Österreich und Deutschland.

Viel Lob vom F1-Weltmeister

Lewis Hamilton testet Ineos Grenadier

Sir Lewis Hamilton durfte in Begleitung von INEOS-Vorstandsvorsitzendem Sir Jim Ratcliffe höchstselbst den Grenadier auf der Straße und im Gelände einer schonungslosen Testfahrt unterziehen.