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Audi A6 Avant 3,0 TDI quattro - im Test

Im großen Schwarzen

Ein kleines Schwarzes kann sehr hübsch sein, im Fall unseres Test-Audi A6 haben wir es aber mit einem großen, 245 PS starken Schwarzen zu tun.

Georg.Koman@motorline.cc

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Audi hat es vor einiger Zeit geschafft, BMW als meistgefürchtete Automarke auf der Autobahn abzulösen, zumindest in Deutschland, dem Land der – noch zu einem kleinen Teil – limit-losen Autobahnen.

Machen wir uns nichts vor, das hat natürlich auch mit dem geradlinig-grimmigen G'schau der vor allem größeren Audis zu tun. Eine zeitlang war die harmlose Scheinwerfer-Welle angesagt, inzwischen ist man wieder zur No-nonsense-Linienführung übergegangen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der neue A6, den wir als Kombiversion Avant in der mittelstarken Version des Dreiliter-V6-TDI (245 PS) getestet haben.

Das Spiel mit übertrieben vielen Linien, Sicken und Kanten überlässt man anderen. Audis haben optisch wieder den Zug zum Tor, ohne sich auf halbem Weg zu verdribbeln. Und ein solches Design wird nun einmal von Menschen geschätzt, die schnell vorankommen wollen und/oder müssen.

Genau dafür ist der A6 3,0 TDI sehr gut geeignet, mit Allradantrieb auch unter widrigen Bedingungen. In der 245-PS-Version beschleunigt der 4,93 Meter lange und fast 1,9 Tonnen schwere Kombi in doch einigermaßen leichtfüßigen 6,3 Sekunden von 0-100 km/h.

Möglich macht das der einfach zu merkende Drehmomentwert von 500 Newtonmetern, die bereits ab 1.400 Touren zur Verfügung stehen. Portioniert wird die Kraft von der hervorragenden S-Tronic, wie das Doppelkupplungsgetriebe – in diesem Fall mit sieben Gängen – bei Audi heißt.

Neben der von uns getesteten 245-PS-Version gibt es vom gleichen Motor auch Ableger mit 204 und 313 PS, letzterer via Register-Turboaufladung. Der Einsteiger ist mit Schaltgetriebe, S-Tronic und stufenloser Multitronic zu haben, der ganz Starke mit achtstufiger Wandlerautomatik „Tiptronic“. Klingt kompliziert? Ist es auch – repräsentiert aber durchwegs den allerletzten technischen Stand.

Ausstattungslinien gibt es beim A6 keine. Zur grundsoliden Serienausstattung gesellt sich eine meterlange Extraliste. Darin findet sich alles, was momentan an Automobiltechnik angeboten wird.

Extras in rauen Mengen

Von sämtlichen Assistenzsystemen über LED-Scheinwerfer, eine Heckklappe, die sich per Fußwackeln öffnen lässt, ein Navi, dass sich bei Google Earth aktueller Verkehrsdaten bedient, bis hin zur 1.200 Watt starken Bang & Olufsen-Soundanlage. Eine genaue Liste verbirgt sich hinter dem Link „Ausstattung & Preise“ am Textende.

Beispiel Sitze: Sie sind auf Wunsch beheizbar, belüftbar und mit Massagefunktion versehen. Man kann mit den Knöpfen des Fahrersitzes den Beifahrersitz verstellen, wenn einem danach ist. Und für das anspruchsvolle Auge lässt sich die „Sitzsymmetrie herstellen“. Sprich: Auf Knopfdruck übernimmt der Beifahrersitz exakt die Einstellungen des Fahrersitzes.

Solche – nennen wir sie beim Namen – Spielereien finden sich in den Untermenüs des MMI-Bedienkonzeptes. Das trotz aller Komplexität logisch und übersichtlich aufgebaut ist. Noch beeindruckender ist die Materialqualität und -vielfalt sowie natürlich die Verarbeitung, die trotz besser werdender Konkurrenz seit Jahren den Maßstab setzt.

Raum ist im A6 Avant zur Genüge vorhanden. Ein Blick auf den Radstand (2,92 Meter – das sind bei gleicher Außenlänge sieben (!) Zentimeter mehr als beim Vorgänger) und man weiß, warum. Selbst fünf Basketballer könnten mit ihm quer durch die Lande reisen – so sie den richtigen Sponsor haben.

Der Laderaum ist mit einem Volumen von 565-1.680 Liter angesichts der schieren Wagengröße kein Naturwunder, aber er bietet dafür schlaue Lade-Lösungen.

Die Fondbank fällt per Hebelzug folgsam um, links und rechts gibt es Schienen, auf denen man Verzurrösen beliebig verschieben oder das Laderaum-Management, das mit seinem verstellbaren Band Gegenstände sicher am Platz hält, in die gewünschte Position bringen kann. Zudem ist die Ladekante 63 Zentimeter niedrig, die Heckklappe breit und weit aufschwingend.


Was der Audi A6 Avant fahrdynamisch kann und was er kostet, erfahren Sie nach einem Klick auf diesen Link!

Weitere Testdetails:

Ausstattung & Preise

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