Autowelt

DiTech Racingshow 2012 | 31.01.2012

„Aus dem Motorsport kommen Entwicklungen für die Zukunft“

Die bekannte Politikerin der Grünen, Madeleine Petrovic sprach im Rahmen der Racingshow über die Bedeutung des Motorsports und die automobile Zukunft.

von Michael Noir Trawniczek
Foto: Werner Schneider

„Kein, aber fein“ sei der Betrag von 1013 Euro, den die Charity Rallye Drivers auf dem Outdoorgelände der DiTech Racingshow 2012 eingefahren haben, sagte Moderator Andi Gröbl bei der Spendenübergabe auf der Bühne der Racingshow.

Die Empfängerin des Spendenschecks, die Präsidentin des Wiener Tierschutzheims, Madeleine Petrovic entgegnete: „Für uns ist der Betrag nicht klein, denn die armen Tiere können wirklich jeden Euro brauchen. Ich bedanke mich sehr für diese nette Aktion – es freut mich, dass hier junge Menschen an die verlassenen Tiere in den Tierschutzheimen gedacht haben.“

Im Anschluss an die Spendenübergabe nahm sich die frühere Spitzenkandidatin der Grünen und nunmehrige Landessprecherin der Grünen in Niederösterreich Zeit für ein kurzes Interview.

Frau Doktor Petrovic, die Charity Rallye Drivers haben auf dem Outdoorgelände Spenden für das Wiener Tierschutzhaus eingefahren - wie ist denn eigentlich Ihr Bezug zum Motorsport?

Ich selber bin eine sehr behutsame Autofahrerin – aber ich denke mir, dass aus dem Motorsport auch Entwicklungen kommen für die Automobile insgesamt. Würden wir heute noch mit den Autos fahren, die es gab, als ich ein Kind war, wäre das unvorstellbar. Ich kann mich erinnern, das Auto meines Vaters hat ungefähr 18 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer verbraucht, da gab es schon eine gewaltige technische Entwicklung.

Und ich denke auch, dass diejenigen, die solche Rallyes fahren, Profifahrer sind, die wissen, dass auf den normalen Straßen keine Rennen stattfinden. Und sie beherrschen auch ihr Fahrzeug so, dass da nichts zu befürchten ist.

Fahren Sie selbst viel mit dem Auto?

Ich bin als Abgeordnete in Niederösterreich ziemlich oft mit dem Auto unterwegs – und da fahren manchmal Leute, wo ich mir denke: Denen würde ich dringend eine Nachschulung empfehlen! Ich sehe es so: Autos mit Verantwortung benutzen ist sehr okay. Was ich mir natürlich wünsche ist, dass man vor allem in den Ballungsräumen, wenn es irgendwie geht, auf die ‚Öffis‘, die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigt – und da ist die Politik gefordert, dass wir auch bessere Park & Ride-Systeme haben.

Es wird im Motorsport immer mehr versucht, auf alternative Antriebsarten zu wechseln – Manfred Stohl beispielsweise fährt mit Erdgas, in der Formel 1 gibt es ein Energierückgewinnungssystem, im Langstreckensport die Hybridtechnik. Verfolgen Sie diese Entwicklungen?

Ja, das interessiert uns sehr. Im Moment, so glaube ich, ist die Branche aber noch ziemlich verunsichert. Ich weiß, der BMW geht in Richtung Wasserstoff, andere gehen in Richtung Erdgas. Dann gibt es bei Toyota die Hybrid-Technologie. Ich selber hatte auch eine Zeit lang einen Hybrid – aber dadurch, dass ich in der Stadt fast nur mit den ‚Öffis‘ fahre, zahlt sich der Hybrid für mich nicht aus. Da ist ein gut eingestellter Diesel besser, weil ich benutze ihn wirklich fast nur für Überlandfahrten und nur dort, wo man halt mit der Eisenbahn oder nur sehr langsam hinkommt.

Wie sehen Sie die automobile Zukunft? Was erwartet uns?

Ich bin sehr gespannt, wo sich das hin entwickelt und ich glaube persönlich, dass die Philosophie, dass man ein Fahrzeug hat und mit diesem macht man alles, nicht halten wird. Ich glaube, dass es verschiedene Fahrzeuge geben wird.

Cityflitzer - die können elektrisch sein und ganz sparsam. Und für Überlandfahrten andere, möglichst sparsame Fahrzeuge mit Erdgas- und Hybridantrieben. Da wird es dann nötig sein, dass man aus Kostengründen Gemeinschaften bildet.

In der Stadt brauche ich das Auto wirklich selten, nur wenn ich wirklich viel einkaufe oder wenn ich etwas zu transportieren habe oder wenn ich mit meiner 92-jährigen Mutti zum Arzt fahre – da brauche ich das Auto in der Stadt. Für mich selber brauche ich es nicht.

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RCC-Süd bereit für 2012 RCC-Süd bereit für 2012 Charity Drivers: Spendenscheck für Madeleine Petrovic Charity Drivers: Spendenscheck für Madeleine Petrovic

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