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Mercedes TC 350 Kombi - im Test | 30.01.2012

Stern-spritzig

Das Facelift hat der C-Klasse sichtlich gut getan, fesches Exterieur und ein hochwertiger Innenraum wissen zu überzeugen. Erst recht die 306 PS.

Stefan.Schmudermaier@motorline.cc

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Da Modelle der A- und B-Klasse den Minivans zuzuordnen sind, beginnt der Einstieg in die Welt der Mercedes-Limousinen mit der C-Klasse. In seinem Segment matcht sich der Viertürer vor allem mit der BMW 3er Serie und dem Audi A4.

Für Mercedes ist die C-Klasse ein enorm wichtiges Modell. Für Neueinsteiger stellt sie ein – zumindest in der Basisausstattung – leistbares Auto dar und wer mit der C-Klasse beginnt, könnte ja später durchaus einmal in eine E- oder gar S-Klasse wechseln.

Oder auch innerhalb der Familie aufsteigen, wie unser Testwagen unter Beweis stellt. 35.390 Euro kostet der günstigste C-Kombi, der 180 CDI mit 120 PS. Abgesehen vom C63 AMG mit 457 PS und einem Preis von 94.600 Euro ist der TC 350 das Topmodell der C-Klasse.

306 PS sorgen für mächtig Vortrieb

Rein motorisch kann man aus dem Vollen schöpfen. Sechs Zylinder und satte 306 PS lassen keine Langeweile aufkommen, ein Siebengang-Automatikgetriebe sorgt dafür, dass die Kraft effizient auf die Straße gelangt.

Diesem potenten Triebwerk würde auch ein Allradantrieb gut zu Gesicht stehen, den 4MATIC-Antrieb gibt’s allerdings beim Kombi nur in den beiden Diesel-Modellen C 250 CDI und C 350 CDI. Gerade im Winter ist also Gefühl im Gasfuß kein Nachteil.

Rein optisch hat die C-Klasse – und das gilt für alle Modelle – deutlich dazugewonnen. Ein geschärfter Blick mit modifizierten Scheinwerfern weiß ebenso zu gefallen wie der aufgepeppte Innenraum. Der Qualitätseindruck ist gestiegen, über die Verarbeitung gab es schon bisher nichts zu Meckern.

Das Platzangebot ist ordentlich, wenngleich hinter größeren Fahrern nicht mehr allzuviel Beinfreiheit übrig bleibt. Der - mit feinstem Teppisch ausgeschlagene - Kofferraum fasst 475 Liter, klappt man die asymmetrisch teilbaren Rückenlehnen um, schluckt der C-Kombi bis zu 1.500 Liter.

Nach oben offene Preisliste

Wer sich den TC 350 gönnt, der lässt sich im Normalfall auch bei den Extras nicht lumpen. Dass der Grundpreis von 52.690 Euro dann bis auf knapp 69.000 Euro ansteigt, überrascht nicht wirklich.

Die teuersten Einzelposten mit jeweils über 2.000 Euro sind das für alle Modelle empfehlenswerte „A-Edition-Paket“ inkl. Sitzheizung, Parktronic, Tempomat und elektrischer Heckklappe, das Navigations-System „Comand“ sowie – fürs Auge – das AMG-Sportpaket.

Die Stuttgarter sind sehr stolz auf die zahlreichen Assistenzsysteme, die mit dem Facelift nun auch in der C-Klasse Einzug gehalten haben. Also darf auch das Fahrerassistenz-Paket PLUS – für netto 2.035 Euro - nicht fehlen.

Darin enthalten sind ein Abstandsregel-Tempomat, der das Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen kann, ein aktiver Spurhalte-Assistent, der durch Lenkimpulse dafür sorgt, dass die Spur nicht verlassen wird, ein aktiver Totwinkel-Assistent, eine automatische Kindersitzerkennung, ein Fernlichtassistent, ein Müdigkeitswarner, ein Geschwindigkeits-Assistent, der Tempolimits ins Display einblendet sowie ein Bremsassistent, der einen drohenden Auffahrunfall erkennt und die notwendige Bremskraftunterstützung im voraus bereitstellt, ehe der Fahrer noch auf das Pedal tritt.

Ob Sie noch selber fahren müssen? Ja, einen solchen Assistenten gibt es selbst bei Mercedes noch nicht. Wobei das auch schade wäre, denn das Selberfahren mit dem 350er Kombi ist ein Hochgenuss. In nur 6,1 Sekunden zeigt der Tacho Tempo 100 km/h, erst bei elektronisch abgeregelten 250 km/h – und die bitte nur auf der deutschen Autobahn – ist dann Schluss mit dem Vortrieb.

Agiles Fahrwerk, akzeptabler Verbrauch

Nicht zuletzt in Verbindung mit dem AMG-Sportfahrwerk ist der Edelkombi sehr agil, ohne dabei übertriebene Härte an den Tag zu legen. Dass 306 Pferde auch dementsprechend gefüttert werden wollen, liegt auf der Hand.

Die Werksangabe von 7,3 Litern ist kaum zu knacken, mit neun Litern sollte man aber das Auslangen finden, kein schlechter Wert, wie wir meinen. Und wem das zu viel ist, der sollte einen Blick auf die Vierzylinder-Turbodiesel werfen, die allesamt – laut Werksangabe – mit weniger als sechs Litern das Auslangen finden.

Testurteil

Plus


+ kräftiger Motor
+ akzeptabler Verbrauch
+ sehr hohes Qualitätsniveau
+ vielfältige Assistenzsysteme

Minus

- nicht mit Allrad zu haben
- hoher Grundpreis, teure Extras

Unser Eindruck

Verarbeitung: 1
Ausstattung: 2
Bedienung: 2
Komfort: 2
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 1
Sicherheitsausstattung: 1

Resümee

Die C-Klasse hat mit dem Facelift stark gewonnen, optisch schnittiger und vor allem innen spürbar hochwertiger kann sie es mit der Konkurrenz von BMW und Audi nunmehr wieder aufnehmen.

Weitere Testdetails:

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