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Seat Alhambra 2,0 TDI - im Test | 07.02.2011

Groß, größer, Alhambra

Großzügig geht es im Seat Alhambra vorne wie hinten allemal zu. Die Sitze der mittleren Reihe lassen sich einzeln verschieben und vorklappen, aber nicht mehr ausbauen (außer mit dem Schraubenschlüssel).

Unser Test-Alhambra war zwar ein Fünfsitzer, aber dem Vernehmen nach fühlt man sich auch in Reihe drei wohl. Und der Einstieg soll dank weit vorfahrender Easy-Entry-Sitze ebenfalls problemlos sein.

Beim Siebensitzer schrumpft das Kofferraumvolumen trotz flach umlegbarer Sitze leicht, die volle 2.430-Liter-Ladung bietet nur der Fünfsitzer, dafür bilden bei ihm aber auch die vorgeklappten Fondsitze eine Stufe.

Die riesige Heckklappe schwingt weit auf (knapp unter 1,90 Zentimeter) und kann auf Wunsch auch mit Öffnungs- und Schließ-Elektrik bestellt werden, und zwar im Paket mit den dann ebenfalls elektrifizierten seitlichen Schiebetüren. Der Preis: 1.060 Euro.

Mögliche Innenlänge: 2,95 Meter

Auch die Beifahrersitzlehne lässt sich umlegen (enthalten im Ablagenpaket um 390 Euro), dann wächst die maximale Innenlänge von 210 auf satte 295 Zentimeter. Der Übersichtlichste ist der Alhambra nicht, etwaige Einpark-Probleme lassen sich aber spätestens mit der Rückfahrkamera aus der Welt schaffen.

Der 140 PS starke Zweiliter-Diesel ist nicht nur unsere Wahl, sondern auch jene von Herrn und Frau Österreicher. Kein Wunder, ist er mit seinem Drehmoment von 320 Newtonmetern bei lediglich 1.750 Touren doch weitaus kräftig genug, dem 1,8-Tonner Beine zu machen. Weniger als 11 Sekunden vergehen für den Sprint auf 100 km/h, die theoretische Spitze liegt bei 191 km/h.

Souveränes, aber teures DSG

Wie immer in hervorragend geschulten Händen liegen die sechs Gänge beim DSG. Das Doppelkupplungsgetriebe schaltet unmerklich und schnell, selbst bei unvermutetem Vollgas – etwa in Vorbereitung eines Überholmanövers – gibt es keinerlei Ruck.

Und Mehrverbrauch auch nicht. Mit sieben bis acht Litern fährt man jederzeit durchs Leben. Stadt-Stau und Autobahn-Etappen inklusive. Supersanfte Gasfüße holen auch einen Sechser-Verbrauch aus dem laufruhigen und drehfreudigen Commonrailer. Einziger Wermutstropfen: Der Mehrpreis von 2.600 Euro.

Die Federung ist, unterstützt vom langen Radstand, durchaus komfortabel, die Lenkung ist präzise, die Bremsen verzögern sicher. Flotte Fahrweise quittiert der Alhambra mit sanftem Untersteuern.

Preislich unter VW Sharan & Co.

Preislich liegt der große Spanier spürbar unter dem VW Sharan, und zwar bei jeder Variante um rund 2.000 Euro. Rechnet man ein paar VW-Ausstattungsschmankerln ab, kommt man immer noch auf einen Bonus von etwa 1.500 Euro. Doch auch im Vergleich zu den namhaften Konkurrenten liegt der Alhambra preislich sehr gut.

Absolut gesehen heißt das für den 140-PS-Diesel mit DSG 36.650 Euro in der Ausstattung „Reference“. Das Spektrum der drei Motorisierungen ist dabei ein recht enges, es reicht von 33.050 (150-PS-Benziner als „Reference“) bis 38.450 Euro (170-PS-Diesel als „Style“).

Auf Seite drei lesen Sie unsere Beurteilung und das Testresümee!



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