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Zwei AMG-Versionen für den neuen SL | 22.02.2012

Super lightspeed

Mit der Neuauflage des Mercedes-Benz SL 63 bietet AMG erstmals zwei Leistungsstufen für den offenen Luxus-Sportwagen an.

mid/js

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Das Triebwerk mit acht Zylindern, Biturbo und 5,5 Liter Hubraum aktiviert entweder 537 PS oder mit Performance Package 564 PS.

Hauptaugenmerk legen die AMG-Techniker auf ein nochmals reduziertes Gewicht, eine verbesserte Fahrdynamik und natürlich auf die gesteigerte Kraft unter der Motorhaube. Dank des konsequenten Einsatzes von Aluminium, der schon beim Serienmodell zum Einsatz kommt, konnte das Gewicht des neuen AMG um rund 125 Kilogramm gegenüber dem Vorgängermodell reduziert werden.

Neben Aluminium für die Karosserie kommen auch noch Magnesium und beim Heckdeckel sogar Carbon und Kunststoff zum Einsatz. Die Auswahl all dieser Werkstoffe hat aber nicht nur ein niedrigeres Gewicht als Ergebnis, auch die Steifigkeit der Karosserie konnte somit deutlich erhöht werden.

Leichtbau regiert auch beim Fahrwerk. Achsschenkel und Federlenker der Vorderachse sowie nahezu alle Radführungsteile der Hinterachse sind aus Aluminium gefertigt. Dies sorgt für ein verbessertes Ansprechverhalten der eigentlichen Dämpfungselemente des serienmäßigen aktiven Fahrwerks.

Per Knopfdruck kann der Fahrer die Abstimmung zwischen Komfort und Sport verändern. In Verbindung mit der neu entwickelten AMG-Lenkung soll der SL 63 jetzt über ein deutlich agileres Kurvenverhalten verfügen.

Zur Steigerung des Fahrspaßes erhielt der offene Bolide ein dreistufiges ESP, das im Modus "Sport Handling" eine besonders sportliche Gangart zulassen soll. Ganz ausschalten kann der Kunde es allerdings nicht. Es bleibt immer noch eine letzte Sicherheitsreserve vorhanden.

Geschaltet wird im SL 63 mittels Siebengang-Automatik. Auch hier kann der Fahrer wieder zwischen verschiedene Stufen nach eigener Abstimmung per Knopfdruck auswählen. Insgesamt hat er vier Wahlmöglichkeiten, die von "effizient" mit Start-Stopp-Funktion über zwei unterschiedliche Sportmodi bis hin zur manuellen Betätigung reichen.

In den Sportprogrammen und der manuellen Auswahl spricht der Motor wesentlich agiler auf Gasbefehle an und das Getriebe schaltet schneller. Während die 537-PS-Variante den Roadster in 4,3 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen soll, benötigt die 564-PS-Variante laut AMG ein Zehntel weniger für diese Disziplin. Mit 900 Newtonmeter stehen ihr 100 Nm mehr Drehmoment zur Verfügung. Und während der "schwache" 63er bei 250 km/h elektronisch in seinem Vortrieb eingebremst wird, schafft es sein stärkerer Bruder auf 300 km/h.

Und selbst bei diesem Tempo wird er elektronisch an einer weiteren Geschwindigkeitszunahme gehindert. Beim Verbrauch soll es keine Unterschiede geben. Beide sollen einen Durchschnittskonsum von 9,9 Liter SuperPlus pro 100 Kilometer haben. Dies dürfte aber nur wenig mit der Realität zu tun haben. Wer so ein Auto fährt, will die Leistung schließlich auch mal genießen.

Zur sicheren Verzögerung entwickelte AMG eine neue Hochleistungsbremsanlage, die ausgesprochen standfest sein soll. Auf Wunsch kann der Kunde aber auch eine Keramik-Bremsanlage ordern, die für eine noch effektivere Verzögerung, auch unter höchster Beanspruchung, sorgen soll.

Optisch besticht der AMG SL durch formschöne Alufelgen im 19-Zoll-Format, eine Frontschürze mit großen Kühlöffnungen, Seitenschwellern, dem dezenten Heckspoiler, die Heckschürze mit Diffusor-Optik und die zwei verchromten Doppelauspuffendrohre.

Den Innenraum veredeln Leder, spezielle Sportsitze, neue Instrumente und Carbon Zierelemente. Dazu kann der Kunde zwischen drei Dachvarianten wählen. Das voll versenkbare Oberteil des Sport-Roadsters gibt es in einer lackierten Version als Glasvariante oder als Panorama-Variodach, dessen Transparenz sich per Knopfdruck je nach Wusch auf hell oder dunkel verändern lässt.

Trotz der kompletten Serienausstattung bietet AMG für seinen SL noch eine Unmenge an weiteren, aufpreispflichtigen Extras an. So lässt sich der Preis des exklusiven Zweisitzers problemlos auf über 200.000 Euro treiben.

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