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Dorotheum versteigert Bill Gates´ Porsche

The gates to Porsche

Bei der Dorotheum-Auktion „Klassische Fahrzeuge“ am 2. Juni 2012 in Wien kommt auch der erste Porsche von Bill Gates unter den Hammer.

Nicht nur die Namen der Automarken - Porsche und Ferrari - sondern auch jene der weltberühmten Erstbesitzer machen bei der Dorotheum-Auktion von klassischen Fahrzeugen am 2. Juni 2012 Furore.

Niemand Geringerem als Microsoft-Mastermind Bill Gates bzw. dem britischen Stararchitekten Norman Foster gehörten zwei der rund 40 Fahrzeuge, die im Dorotheum Fahrzeug-Technik-Zentrum Wien versteigert werden.

1975 gründete Bill Gates Microsoft, schon 1979 konnte er sich einen fabriksneuen Porsche 911 Turbo leisten. Heute könnte er die ganze Marke kaufen, aber VW verkauft nun einmal nicht.

Der türkisfarbene Turbo ist ein 930er, Baujahr 1979, mit 3,3-Liter-Boxer und - damals im Quartett zuverlässig stechenden - 300 PS. In Sachen Beschleunigung von 0-100 km/h war er trotz Viergang-Getriebes Weltrekordhalter: 5,2 Sekunden sind auch heute noch ein Statement.

Für Feinschmecker Bill waren die Speeding-Tickets sicher finanziell verkraftbar, und der Verbrauch von rund 20 Litern interessierte in den USA des Jahres 1979 sowieso niemanden.

Er ist bei diesem legendären Auto mit seinem fast ebenso legendären Erstbesitzer wohl auch im Österreich des Jahres 2012 egal. Der Schätzwert des luftgekühlten Meisterwerks liegt zwischen 39.000 und 50.000 Euro.

Foster-Ferrari

Ein weiteres interessantes Exponat hatte Norman Foster als Erstbesitzer. Der britische Architekt, berühmt durch seine kühnen Stahl-Glas-Konstruktionen (etwa den Reichstag in Berlin), entschied sich 1964 für einen Ferrari 330 GT 2+2, einen 300-PS-Gran Turismo in Gold-Metallic mit beigem Innenleben.

Das noch mit Originalmotor ausgestattete, erst 68.500 km gelaufene Fahrzeug wurde 1983 auf Bordeaux umlackiert und 2011 grundlegend mechanisch überholt (Schätzwert: 68.000 - 82.000 Euro).

Unter den weiteren angebotenen Fahrzeug-Raritäten befinden sich u.a. zwei Rolls-Royce Corniche Cabriolets, drei Vorkriegs Rolls-Royce, ein Aston Martin Virage Volante und ein VW-Schwimmwagen. Ein Stück österreichische Mobilgeschichte verkörpert ein Steyr 2000 Luxus von 1956, wohl einer der letzten seiner Art.

Im Angebot finden sich auch 40 Motorräder, Mopeds und Fahrräder, darunter Motorräder und -roller aus der Sammlung Karl Waldmann, der 1958 österreichischer Staatsmeister in der Klasse 175 war. Ein Highlight darunter ist eine Puch 350 GS von 1938.

Im ersten Auktionsteil stehen knapp 250 Stück Automobilia am Programm, alles, was das Sammlerherz rund um das Thema „Auto“ begehrt, etwa Kühlerfiguren von Gräf und Stift, ein Prospekt von Austro Daimler Bergmeister aus den 30er Jahren (Rufpreis € 280) oder der allererste Porsche-Prospekt (Rufpreis € 500).

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