Classic

Ennstal Classic 2011 | 12.07.2011

Warum die Baiers in den Citroen wechselten

Warum sind Christian und Margot Baier nicht mit der Lea Francis P-Type unterwegs? Warum wechselten sie in den Citroen SM? Wir kennen den Grund…

Michael Noir Trawniczek
Fotos: www.ennstal-classic.at

Das Ehepaar Christian und Margot Baier fährt heuer mit jenem Citroen SM Maserati Rallye aus dem Jahr 1971, mit dem die beiden schon vor einigen Jahren an der Ennstal Classic teilnahmen.

Im Vorjahr und auch bei der letzten Planai Classic saß das Ehepaar noch in seinem Vorkriegswagen, der Lea Francis P-Type mit Baujahr 1927.

An sich gelte das Motto: Je älter der Wagen, desto schöner die Fahrt, erklärt Christian Baier. Warum also dieser Wechsel vom Vorkriegs- zum Siebzigerjahre-Wagen?

Baier erzählt: „Es gab im Vorjahr einen Zwischenfall: Meine Frau und Navigatorin ist in einer der Kehren beinahe aus dem Auto gefallen. Ich habe sie gerade noch festhalten können – denn sie selbst hatte ja die Schnitttabelle und die Stoppuhr in den Händen. Wir wissen nicht, ob sie wirklich rausgefallen wäre, wenn ich sie nicht festgehalten hätte – aber sie hat nachher gesagt, dass sie im Sommer nicht mehr mit der Lea Francis fahren möchte. Im Winter sind wir aber wieder mit ihr am Start.“

Warum ist der Start im Winter weniger gefährlich? Margot Baier erklärt: „Zum einen ist im Winter nur 40 km/h Schnitt vorgeschrieben und es ist ein enormer Unterschied zwischen 40 und 50 km/h, vor allem in den Kehren und vor allem in der Lea Francis. Du hast ja nur eine Holzbank – und es ist nicht möglich, Gurte einzubauen, ohne den Wagen allzu sehr zu verändern. Außerdem springt das Auto im Sommer viel mehr, wegen der Hitze.“

Im Scherz fragt Margot Baier, ob ihr Mann wohl stehen geblieben wäre, wenn sie aus dem Auto gefallen wäre. Christian Baier nimmt den Ball auf und sagt: „Ja sicher, wegen der Stoppuhr.“ Baier fügt hinzu: „Nein, im Ernst: Wir fahren heuer die Ennstal mit dem Citroen und überlegen uns, ob es eine Möglichkeit gibt, dass wir für das kommende Jahr eine Art Gurt einbauen. Und im Winter sind wir ja sowieso wieder bei der Planai Classic am Start.“

Somit startet das Ehepaar, das die Ennstal Classic im Jahr 2007 bereits gewinnen konnte, bei der hochsommerlichen Ennstal Classic im geschlossenen Citroen SM, während man im kommenden Winter wieder mit Wärmegelpacks bewaffnet in der offenen Lea Francis bei Minusgraden Stehvermögen beweisen wird…

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