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Rallye Dakar 2010

SP13: Premierensieg am vorletzten Tag

Carlos Sainz hat vor dem Finale nur 2:48 Vorsprung auf Al-Attiyah - Bikes: Erster Sieg für Ullevalseter - Gute Nachricht: Manca bei Bewusstsein.

marathonrally.com, jg; Foto: KTM/J. van Oers

Vorweg die gute Nachricht: Der vor einer Woche verunglückte Italiener Luca Manca ist im Krankenhaus in Santiago aufgewacht. Medienberichten zufolge war Manca nach Angaben des medizinischen Personals am Donnerstagmorgen bei Bewusstsein und konnte ohne Unterstützung atmen.

Seine Reaktionen werden inzwischen als normal bezeichnet. Allerdings konnte er mündlich keine Fragen beantworten, sondern gab sich mit Gesten zu verstehen.

Autos: Knappe Sache

Am vorletzten Tag der Dakar 2010 spitzt sich die Auseinandersetzung zwischen den beiden VW-Teamkollegen Carlos Sainz und Nasser Al-Attiyah weiter zu. Oder machen die Herren es vielleicht künstlich spannend? Jedenfalls liegen vor dem Finale der Rallye jetzt nur 2:48 zwischen den beiden VW.

Zwei BMW schafften es auf der 368 Kilometer langen SP in die Top 3: Der Franzose Stéphane Peterhansel sicherte sich mit seinem X3 CC den Etappensieg; hinter Nasser Al-Attiyah im besten VW Race Touareg platzierten Guerlain Chicherit und seine Copilotin Tina Thörner den zweiten BMW auf Platz 3.

An der Spitze blieb es spannend, auch wenn die Abstände nicht derart dicht wie gestern waren. So lagen 1:21 Minuten zwischen Platz 1 und 2 sowie 3:45 Minuten zwischen 1 und 3. Auf den Plätzen folgen Carlos Sainz, Mark Miller und Giniel de Villiers im Volkswagen-Trio vor dem Argentinier Orlando Terranova im besten Mitsubishi Racing Lancer sowie Robby Gordon im Hummer H3.

VW-Sportchef Kris Nissen fast ganz im DTM-Stil die vorletze Etappe zusammen und bereitet uns auf ein Finale Grande vor:: "Das war ein nervenaufreibender Tag: Die Rallye Dakar war spannend und sie bleibt dank Carlos und Nasser bis zum Schluss spannend. Der Tag morgen wird entscheiden, welches Volkswagen-Duo die Rallye gewinnt. Jeder im Team und alle Fans können sich auf ein spannendes Finale freuen."

Bikes: Ewiger Zweiter ist Erster

Der Norweger Pal-Anders Ullevalseter feiert auf dem Teilstück von Santa Rosa den ersten Dakar-Etappenerfolg seiner Karriere und übernimmt gleichzeitig Rang 2 in der Gesamtwertung. Der "ewige Zweite" Ullevalseter zählt seit vielen Jahren zu den herausragenden Grössen im Motorrad-Marathonrallye-Sport.

Der Norweger landete acht Mal auf Platz zwei einer Dakar-Etappe und brauchte acht Dakar-Rallyes für den ersten Etappensieg. Auf der vorletzten Dakar-Etappe ging er die knapp 50 Kilometer in den grauen Dünen der Nihuil langsam an; auf dem Rest der Strecke mit schnelleren Pisten fuhr er mit Vollgas dem Etappensieg entgegen.

Im Finale besiegt er somit zum ersten Mal Cyril Despres mit einem Vorsprung von knappen 43 Sekunden. Insgesamt holt Ullevalseter sich Rang 2 von "Chaleco" Lopez wieder zurück.

Martin Freinademetz kam auf Rang 48 an und zementiert damit seinen 39. Gesamtrang; er hat fast eine Stunde Vorsprung auf den Franzosen Boinnard, ebenfalls auf KTM. Apropos KTM: Der Gesamt-Führende Cyril Despres ist nur mehr 666 Kilometer von seinem dritten Dakar-Sieg entfernt - und davon nur mehr 202 Kilometer auf Zeit.

Quads & Trucks: Die anderen dürfen auch einmal

Los hermanos Patronelli ließen auf der vorletzten Etappe der Konkurrenz höflich den Vortritt, im Gesamtklassement sind sie ja praktisch unberührbar, Den Sieg holte sich Christophe Declerck auf der Polaris vor Rafal Sonik und Sebastian Halpern (beide Yamaha).

Die Truck-Wertung ging diesmal – nein, nicht an Wladimir Tschagin, aber ja, doch an einen Kamaz. Firdaus Kabirov durfte ausnahmsweise überholen und ging mit 1_50 Vorsprung auf den de facto feststehenden Dakar-Sieger als Erster durchs Ziel. Martin Macik im Liaz hatte auf Platz 3 bereits 23:06 Rückstand.

Im Gesamtklassement kann man zur Messung der Abständer bereits beinahe zum Kalender greifen. 1:11:53 liegt Tschagin vor Kabirov, und 10:37:19 vor Marcel van Vliet im Ginaf.

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