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Weltpremiere: Kompakt-SUV Jaguar E-Pace Jaguar E-Pace 2017

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In London feierte der Jaguar E-Pace - kleinerer SUV-Bruder des F-Pace - Weltpremiere. Und legte dabei gleich einen 15 Meter langen Spiralflug hin.

mid/sts

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Modern und dynamisch oder doch eher traditionell und stilvoll? Wieso nicht ein wenig von Allem? Dass diese Attribute sich durchaus gut ergänzen, möchten jetzt die Briten von Jaguar mit ihrem jüngsten Familienmitglied, dem E-Pace, auf spektakuläre Weise zeigen. Bei der Weltpremiere der jungen Raubkatze geht es sogar hoch hinaus.

"Wir gehen davon aus, dass die Käufer zu 80 Prozent Jaguar-Neulinge sein werden", sagt, Finbar McFall, Global Product Director bei der Enthüllungs-Veranstaltung in der britischen Hauptstadt London, wo seit Jahrzehnten Tradition und Moderne verschmelzen. Das Kompakt-SUV soll vor allem junge Menschen ansprechen, die Wert auf Bewährtes legen, aber nicht auf modernste Technik verzichten möchten.

Im Visier sind vordergründig junge Familien oder Paare, für die digitale Technik fester Bestandteil des Alltags ist. Das Bedürfnis nach Konnektivität wird im E-Pace vollends erfüllt. Dank 4G Wi-Fi Hotspot werden bis zu acht Geräte der Insassen unterwegs mit einer Internet-Verbindung versorgt, während vier 12-Volt-Anschlüsse und fünf USB-Schnittstellen dafür sorgen, dass weder Smartphone noch Tablet der Saft ausgeht. Das Infotainment-System bietet eine Reihe von Apps (beispielsweise Spotify), die sich mit dem Smartphone ansteuern lassen.

Viele Designelemente kommen auf Anhieb bekannt vor. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis detailverliebter Arbeit. Es wird kein Hehl daraus gemacht, dass das sportliche Erscheinungsbild sich stark am Erfolgsmodell F-Pace orientiert. Markante Scheinwerfer und 21-Zoll-Räder sorgen laut dem Designprofi für ein Raubkatzen-artiges Erscheinungsbild. Für seinen "cub" - sein Tierbaby - hat er sogar in der Frontscheibe ganz unscheinbar die Silhouette eines Jaguars samt Nachwuchs untergebracht. Die sogenannten "puddle lights" projizieren das Motiv nochmals auf den Asphalt.

Der Innenraum ist so gestaltet, dass sich der Fahrer gleich richtig eingebettet fühlt. Schaltknüppel und mechanische Schalter verstärken das Cockpit-Feeling. Der E-Pace soll sich aber nicht bloß gut anfühlen und das Auge schmeicheln, sondern eben auch im Alltag eine hervorragende Figur abgeben. ei einem Kompakt-SUV steht der Stauraum an oberster Stelle.

Hier haben die Designer eine Lanze für die Einliter-Flasche gebrochen, die sowohl in die Innenseite der Türen passt, als auch in doppelter Ausführung in die Ablage in der Mittelkonsole, die gleichfalls als Station für Smartphone oder alternativ fürs Tablet dient. Der Kofferraum fasst 557 Liter. Werden die Sitze im Fond umgeklappt, werden daraus 1.234 Liter.

In der Länge misst der E-Pace 4,40 Meter. Der Radstand beträgt 2,68 Meter. Für die Motorisierung bietet Jaguar ausschließlich Benzin- und Dieselmotoren aus der hauseigenen "Ingenium"-Familie an. Drei 2,0 Liter Vierzylinder-Dieselmotoren mit jeweils 110 kW/150 PS, 132 kW/180 PS und 177 kW/240 PS Leistung. Die beiden hubraumgleichen Turbobenziner leisten 183 kW/250 PS beziehungsweise 221 kW/300 PS.

Die Einstiegsversion kann optional mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb geordert werden. Ansonsten setzt der E-Pace auf einen Antriebsstrang mit Allradantrieb und Neunstufen-Automatik von ZF. Optional verfügbar ist das "Active Driveline", das intelligente Allrad-System.

Für die Enthüllung seines Schätzchens hat sich Jaguar etwas Besonderes ausgedacht. Denn schließlich soll die junge Raubkatze beweisen, dass Sie wirklich etwas auf dem Kasten hat. Der F-Pace hat seinerzeit einen Looping hingelegt. Jetzt setzt man einen drauf und hebt regelrecht ab. Denn Stuntfahrer Terry Grant hat es geschafft, im E-Pace eine Spiralrolle zu absolvieren, und bringt so das Fahrzeug pünktlich zur Weltpremiere ins Guinness-Buch der Rekorde (siehe Video oben).

Die Fassrolle, wie sie sonst nur Kunstflieger darbieten, ging über eine Länge von 15,3 Meter. Leider durften dies die Gäste der Weltpremiere nur auf der Leinwand miterleben, denn aus Sicherheitsgründen wurde nur der bereits erfolgreich absolvierte Stunt als Videobeweis präsentiert - was natürlich die herausragende Leistung des Mensch-Maschine-Teams nicht schmälert.

Der Marktstart für den Neuen ist Anfang 2018. Die Händler stehen aber bereits jetzt bereit und warten auf die ersten Bestellungen. Die Österreich-Preise beginnen bei 37.000 Euro (Deutschland: 34.950 Euro).

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